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Leserbriefe

Wir behalten uns vor, Leserbriefe erst nach Durchsicht zu veröffentlichen und persönlich beleidigende oder unsachliche Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen! Inhaltlich verantwortlich ist der jeweilige Verfasser. Anonyme Leserbriefe werden nicht veröffentlicht, auf Wunsch anonymisieren wir sie jedoch vor der Veröffentlichung.

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Das Ziel ist vorgegeben

Die Diskussion um die Zukunft des Kurviertels muss zügig zu einer Lösung führen - 20 Millionen sind nötig um die finanzielle Schieflage zu beseitigen. Kann dies mit 300 Hotelbetten und einer dazugehörigen Struktur mit durchdachtem Konzept in den Händen von Fachleuten oder durch den Umzug des Rathauses mit dem gleichzeitigen Bau von etwa 90 Ferienwohnungen (mit anzunehmenden 3 bis 4 Betten pro Wohnung bei Wohnungsgrößen von ca. 55qm) sowohl im Kurviertel und im Bereich des jetzigen Rathauses geschehen? Wie ist die Sachlage einzuschätzen, dass die Verwaltung dann in einem Gebäude mit zahlreichen unterschiedlichen Eigentümern von Ferienwohnungen und in direkter Nachbarschaft mit Pächtern von Ladenlokalen und Gastronomie untergebracht wäre?

Langeoog wird durch die Neustrukturierung auf jeden Fall neue Gästebetten bekommen. Im IBV zum Hotelkonzept war Mitarbeiterwohnraum zwingend vorgeschrieben, ob in ausreichendem Maße, kann ich nicht beurteilen. Im neuesten Vorschlag fehlt dieser dringend benötigte Mietwohnraum - wer soll die neue entstehenden Flächen bespielen?

Ich hoffe, dass die angedachten Termine zur näheren Information aller Interessierten zeitnah stattfinden können.

 

Claudia Frech,Langeoog , 02.12.2020

Aus Kramp wird Feinkost Eckart

Aus Raider wurde Twixx und aus Kramp wird Feinkost Eckart. Schön!

Da kommt doch bei manch älterem Gast der Insel ein Hauch von Nostalgie auf und weht über die Insel.

Mit Feinkost Eckard verbindet man, so man es noch gekannt hat, Namen, die sofort wieder Bilder aus der Vergangenheit zurückrufen.

Namen wie Hotel Lamberti, Restaurant Kupferkanne, Hotel Upstaltboom, Hotel Westfalen, He Tant, Inselhotel Kröger, Hotel Feuerschiff, Restaurant und Cafe Sonnenhof ziehen durch die Seele.

Ruhiger und nicht so hektisch und nervös war es zu dieser Zeit noch, als Langeoog sich noch zu Recht als Familieninsel bezeichnet hat.

Nachgerückt sind neue Institutionen und hektische Betriebsamkeit, Massentourismus und wiederkehrender Einheitsbrei in der Gastronomie. Das Herz der Insel lässt sich mit jeder Fußgängerzone in Deutschland gleichsetzen.

Was haben die Urlauber gegessen und getrunken, als es noch nicht Fastfoot und To-Go-Spezialitäten gab? Soweit ich weiß, ist damals niemand auf Langeoog verhungert oder verdurstet.

Vielleicht ändern sich unsere Vorstellungen und Erwartungen von Urlaub, wenn die Coronapandemie vorbei ist. Vielleicht kehren wir dann alle zu einem Zustand zurück, der uns vor langer Zeit einmal Ruhe und Erholung auf dieser schönen Insel gebracht hat.

Brauchen wir wirklich 3 mal am Tag "Cafe to go", brauchen wir Mahlzeiten, die wir uns im Gehen in den Mund würgen, müssen wir Pizza auf der Parkbank essen. Müssen wir alles und jeden fotografieren, um dann damit bei Daheimgebliebenen oder Menschen in den sozialen Medien anzugeben und Beachtung zu finden?

Es wird Zeit, wieder herunterzukommen. Hier sind alle gefordert - Gäste, die ihre Erwartungen und Ansprüche zu hoch schrauben - Vermieter und Geschäftsleute, die ihre Preisschrauben nicht unendlich anziehen und Urlauber, die sich wieder als Gäste auf der Insel benehmen und nicht für Besucher, die sich für Geld alles erlauben und kaufen können.

Dazu braucht es dann allerdings mehr als nur die Änderung eines Namens.

Harry Hinz,Osnabrück , 02.12.2020

Brücken bauen

Kritik ist wichtig, sie bietet die Chance, sich zu verbessern. Darin stimme ich voll zu. Sie gehört zur Demokratie dazu. Leider bin ich aber missverstanden worden. Ich appelliere, nicht nur Kritik zu üben, sondern auch zu sagen, wofür man eintritt, um Wege aufzuzeigen. Vielleicht habe ich mich da unglücklich ausgedrückt. Bereits zwei Mal sind IBV gescheitert, weil wir nicht genau wussten, wofür wir eigentlich sind. Denn am Ende müssen wir uns nicht gegen etwas entscheiden, sondern für etwas, das die Zukunft Langeoogs maßgeblich beeinflussen wird. Sind wir für das 300-Betten-Betten Hotel oder dafür, die Idee, das Rathaus ins KWC ziehen zu lassen oder eine Mischlösung. Wie könnte man Detailprobleme von Lösungsvorschlägen lösen. Wir brauchen Orientierung.

Klaus Kremer,Langeoog , 02.12.2020

Kritische BürgerInnen - eine Gefahr für die Demokratie?

 

 

Kritische BürgerInnen - eine Gefahr für die Demokratie?

 

Kritik sollte heute seltener als Krisenindikator und Bedrohung der Demokratie z.B. u.a. durch das Führen von Grabenkriegen, sondern als Antriebskraft und Stimulus für evtl. politisches Umdenken und vor allem politisches Handeln interpretiert werden.

 

Demokratie braucht eine offene und vielfältige Sprache, denn neben der politischen Polemik gibt es die begründete Kritik. Diese benennt konkrete Probleme und wird auf sachlicher, professioneller - nicht auf persönlicher Ebene - geführt.

 

Demokratie braucht Mutige und mutige Entscheidungen. Das bedeutet Wettbewerb, auch Kritik, immer aber einen respektvoller Umgang miteinander........auf Augenhöhe. Es ist an der Zeit zu handeln. Demokratie bedeutet nicht für Kritik nicht offen zu sein, Entscheidungen zu verschieben - sondern Verantwortung zu übernehmen.

Jetzt.

 

 

Leserbriefe sind Leserbriefe

Moin, ich habe gerade mal bei Wikipedia zum Thema "Leserbriefe" nachgeschlagen: Ein Leserbrief ist eine schriftliche Meinungsäußerung oder Information zu einem bestimmten Thema. Er reagiert im Normalfall auf Zeitungs- und Zeitschriftenartikel (oder Beiträge eines Internetforums, Blogs oder einer Newsgroup). Er greift einen Beitrag auf, stimmt zu, ergänzt oder widerspricht und stellt richtig.

Ich finde, dass alle abgedruckten Leserbriefe genau das tun und kein Verfasser greift Jemanden persönlich oder unangemessen an!

Irritiert hat mich auch der Hinweis, dass die "Ratsmitglieder" sich die Entscheidung zum Themenkomplex "HDI" nicht leicht machen. Ich finde das ist eine Selbstverständlichkeit, dafür wurden Sie von den Bürgern gewählt.

Ebenfalls überraschend finde ich den "Aufruf" "Ideen" zu entwickeln und "Vorschläge" zu machen.

Es geht seit Jahren darum, dass eine politische Entscheidung getroffen werden muss und nicht darum immer wieder nur neue Ideen auf den Tisch zu legen und es ist auch vollkommen klar, wer letzendlich diese Entscheidung zu treffen hat. Es gilt für die Verwaltung und den Rat möglichst viele Fakten und Zahlen zusammenzutragen um eine stabile Grundlage zu haben um zu vergleichen und dann entscheiden zu können. Und wenn man sicher ist, dass man offen und ehrlich miteinander etwas erarbeitet hat, kann man eine Entscheidung auch gemeinsam tragen.

Brücken bauen statt Gräben schaffen

Es geht um die schwierigste und weitreichendste Entscheidung der letzten Dekaden für Langeoog. Der Rat macht sich diese nicht leicht, das ist verständlich und trotz des drängenden Handlungsbedarfs sicher auch gut so.

Ich appelliere daher an alle Leserbriefschreiber, nicht andere zu kritisieren, sondern Vorschläge zu machen. Seien Sie nicht gegen etwas oder jemanden, sondern für eine der Lösungen oder sogar ganz neue Alternativen und begründen Sie diese sachlich. Das hilft Langeoog, das baut Brücken und schafft keine Gräben.

Dazu sind ausdrücklich alle eingeladen, denen Langeoog am Herzen liegt.

Klaus Kremer,Langeoog , 01.12.2020

Wenn meine Insel in Not wäre...

Wenn meine Insel in Not wäre...

Und wenn bereits zwei Mal der gleiche Lösungsvorschlag zurecht an großen Bedenken krachend gescheitert wäre...

Würde ich mich über Initiativen freuen, die Alternativen entwickeln ..

Ich würde das Gespräch suchen und für Hindernisse Lösungen suchen...

Wenn es nicht praktikabel ist, dann kann man es immer noch verwerfen.

So können sich ganz neue Ideen ergeben.

Das massive Bashing einer neuen Idee sogar durch Beteiligte lässt mich fürchten, dass hier ganz andere Interessen als das Wohl Langeoogs bestehen und dass der Vorschlag offenbar gefährlich gut ist.

Da lohnt es sich genauer hinzuschauen, wenn man verhindern will, dass Langeoog seine Seele an einen Investor verkauft und dann tatenlos zuschauen muss, wie es weiter geht

Das erinnert mich an den Brexit, als Theresa May und Boris Johnson den Vertrag, der zwei Mal im Unterhaus gescheitert war, mit Gewalt, Tricks und Lügen durchsetzen wollten. Als es zu spät war erkannte man, dass der dubiose Berater Cummings dahinter steckte, der nicht das Wohl Englands, sondern die Zerstörung des politischen Systems zum Ziel hatte.

Wer ist der Langeooger Cummings?

H. Sievers,Düsseldorf , 01.12.2020

Haltet euch raus

Moin, liebe Langeoogfans und Langeoogurlauber.

Seit langer Zeit schlägt sich der Rat mit dem Thema HDI etc. herum und immer wieder sind Meinungen von Außenstehenden (Langeoogfans und Langeoogurlauber) in den Langeoognews zu finden. Mancher meint, weil er mal irgendetwas gehört hat, seine Meinung kundtuen zu müssen. Überlaßt das sehr schwere Thema und die noch schwereren Entscheidungen den Langeoogern, denn die haben letztendlich die Verantwortung zu tragen und nicht der Urlauber, der einmal im Jahr für eine kurze Zeit auf der schönen Insel ist.

Ich wünsche allen Entscheidern Weitsicht und Verantwortungsbewußtsewin bei den schweren Entscheidungen, die natürlich nicht nur die Langeooger sondern auch die Gäste der Insel betreffen.

Viele Grüße an alle

Harry Hinz, Osnabrück

Langeoogfan seit 1958

Harry Hinz,Osnabrück , 01.12.2020

Moin

Ich bin ein Fan ihrer Insel fürs Leben! Die Corona Pandemie hatte leider meinen Urlaub zunichte gemacht! In dieser noch ungewissen Zeit,wünsche ich ihnen Durchhaltevermögen.

Hoffe man zieht an einem Strang,wenn es um ihre Insel geht.Ich wünsche Ihnen Allen Gesundheit und Gottes Segen!

Liebe Grüße aus Wattenscheid

Gertrud Fork,Bochum , 30.11.2020

Cheops-Pyramide oder Luftschloss

 

In der Bürgerversammlung Ende Oktober ist für alle überraschend nochmals Bewegung in das Thema Entschuldung, KWC, HDI, Ausrichtung des Tourismus gekommen. Und das, weil der stellv. Bürgermeisters Jan-Martin Janssen, nach vorherigen Beratungen zwischen Verwaltung und Rat, unabgestimmt einen weiteren Vorschlag eingebracht hat. Und, wie sich nun in der Sitzung des Rates Ende November herausstellte, gibt es (nun) sieben Ratsmitglieder, die diesen Vorschlag präferieren. Nur sehr zögerlich gaben sich diese den anwesenden Bürgern und Bürgerinnen in der Sitzung als Befürworter zu erkennen. Was für Szene in einer fast unendlichen Geschichte.

 

Auch wenn von Jan-Martin Janssen wiederholt erklärt wurde, dass Fachleute den Vorschlag oder Teile des Vorschlages geprüft und auch für rechnerisch plausibel erachtet hätten, befindet sich der Vorschlag eher in der Phase einer Projektskizze, als eines Konzeptes kurz vor der Umsetzung, an welchem nur noch ein wenig gefeilt werden müsste.

 

Auch wenn sich der Vorschlag erst einmal schlüssig anhörte, bleiben viele Ungereimtheiten und zu viele Widersprüche, z.B.:

 

1.) Der Plan könnte das HDI retten, weil Gelder eingespielt werden. Aber es gibt keinen Plan und keine Berechnung, wie das HDI nach einer Sanierung wirtschaftlich betrieben werden könnte. Ohne Hotelbetten wird es keine Nutzung des HDI für Tagungen geben können. Es wird also überwiegend leer stehen und kein Geld einspielen, damit mehr Kosten als Ertrag generieren. Das wäre eine unwirtschaftliche Nutzung, also genau die Art von Nutzung, die es in der Zukunft nicht mehr geben darf und soll. Und wer soll in ein HDI wirtschaftlich ein Restaurant betreiben, wenn es dort eine überschaubare Anzahl und nur zeitweise genutzte Ferienwohnungen gibt?

 

2.) Es werden Fördergelder einkalkuliert, deren Erhalt nicht sicher ist und zu denen es widersprüchliche Aussagen zwischen Ratsmitgliedern und der Verwaltung gibt. Gespräche zu dem Thema Fördergelder sollten in dieser Phase die Verwaltung und (z.B. zwei) Ratsmitglieder mit den geldgebenden Stellen stets gemeinsam führen. Das erspart vermutlich 90% unterschiedlicher Interpretation, Irritation und Zeitverlust.

 

3.) Einnahmen aus der Vermietung von Arztpraxen im KWC einzurechnen, die es aber nach der aktuellen Mietfreiheit nicht geben wird, ist dann ebenso unrealistisch, wie offenbar der Umzug der Gemeindeverwaltung auf die vorgesehene Fläche, bei der aber nach Aussagen der Verwaltung dann die Arbeitsstättenverordnung nicht eingehalten werden könnten, was nicht geht.

 

Das sind nur drei von mehreren Punkten, die sich schon vordergründig aufdrängen. Eine ganze Reihe weiterer zu klärender Fragen könnten gelistet werden. Selbst wenn es in der Vergangenheit sinnvolle Untersuchungen, Berechnungen und Planungen zu Einzelaspekten gab, braucht es meines Erachtens eine externe fachliche Begleitung dieses und anderer präferierter Vorschläge von Experten, die ähnliche Projekte schon realisiert haben. Was ist machbar und was nicht und was garantiert touristischen und wirtschaftlichen Erfolg. Und die Frage, wie gestalten sich dann die Kosten für den laufenden Betrieb, muss ebenso eindeutig beantwortet sein. Das kann und muss für diese und ggf. andere Varianten vollzogen werden.

 

Wenn das geschehen ist, haben die Bürger/innen eine Chance, sich eine Meinung zu bilden, ein Votum abzugeben und der Rat kann entscheiden.

 

Es gibt keinen Spielraum, etwas auszuprobieren und zu schauen, ob es funktioniert. Alles was jetzt geplant und dann getan wird, muss zum Erfolg führen. Folgendes Gedankenspiel: Wie würde ein Ratsmitglied eine Entscheidung vorbereiten und treffen, wenn es bei wirtschaftlichem Misserfolg dafür persönlich haften müsste?

 

Das letzte Interessenbekundungsverfahren scheiterte, weil es ein Leichtes war, über die Bettenanzahl „300“ und das Thema „Konkurrenz“ und „Heuschrecke“ Ängste auszulösen. Es braucht bei dem Punkt „Betten“ unter verschiedenen Gesichtspunkten besondere Sorgfalt. Wie viele Betten entstünden im KWC und auf dem HDI, wie viele im alten Rathaus oder auf der Fläche eines ggf. abgerissenen Rathauses … und denken wir uns das Nachbargrundstück hinzu!? Und was für Betten sind es dann? Und welche Einnahmen werden über den Verkaufspreis daraus für die Gemeinde langfristig generiert?

 

Vielleicht muß die Grundfrage auch heißen: Wie hoch werden und dürfen die Betriebskosten des Tourismusservice in Zukunft sein und welche Angebote und welche Struktur braucht es, damit das realisiert werden kann?

 

Es geht nicht nur um Geld, es geht auch darum, wohin soll sich Langeoog entwickeln. Langeoog hat eine Vielzahl von Ferienwohnungen zu bieten, weitere führen nicht zu einer wirtschaftlichen Nutzung des HDI und auch nicht zu einer echten Belebung des Kurviertels. Gastronomie und Geschäfte können im HDI nur existieren, wenn es ausreichend und fast ganzjährig Kundschaft in einer entsprechenden Größenordnung gibt.

 

Damit alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, die Varianten nachvollziehen zu können und am Ende auch Versprechen und Realität gemessen werden können, wäre es hilfreich, wenn die in der Ratssitzung an die Wand geworfenen Präsentationen, die ja eine Art Vorlage für die Sitzung waren, auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden. Ein hilfreiches Stück Transparenz. Es braucht zudem eine Möglichkeit, die Bürger/innen in den kommenden Wochen noch intensiver an dem Prozess und dem erlangten Wissen zu beteiligen. Denn am Ende kommen die Langeoogerin und der Langeooger für die Zeche auf.

Was will Langeoog?

Ich bin etwas erschrocken über die letzten Leserbriefe. Seit Jahren verfolgen wir, wie es mit dem Haus der Insel und dem Kurmittelhaus weiter gehet. Wir haben damals bei unseren Vermietern und vielen Freunden auf Langeoog mitbekommen, wie groß die Erleichterung auf der Insel war, als das große Hotel vor zwei Jahren doch nicht kommen sollte.

Jetzt gibt es eine neue Idee mit echtem Charme und da sucht man nun öffentlich das Haar in der Suppe. Besser wäre, sich zusammen zu setzen und die Köpfe zu zermatern, wie man das hin bekommen könnte.

Bitte redet miteinander, statt öffentlich übereinander zum Wohl von unserer Lieblingsinsel. Ich kann die neue Idee nicht beurteilen, aber sie ist es doch wohl Wert, sie in Ruhe zu prüfen.

Eines ist mir aufgefallen: Die Zahlen aus dem Rathaus scheinen etwas geschönt: Vor zwei Jahren sagte unser Vermieter, dass der Investor 7 Mio. geboten hätte, jetzt schreibt Langeoog News, dass im Rathaus zehn Mio. gerechnet wird. Und wenn ich das richtig verstanden habe, muss man davon noch das alte Rathaus sanieren, das im neuen Vorschlag schon drin ist.

Bitte, bitte, überlegt Euch gut, was ihr da macht....

Zielvorgabe und Betriebskostenbetrachtung fehlen

Der Öffentlichkeit wurden in der vergangenen Ratssitzung mehrere Varianten zur weiteren Entwicklung des Kurviertel vorgeschlagen, jeweils mit einigen Zahlen unterlegt. Diese skizzenhaften Vorschläge müssten sicherlich noch einmal in übersichtlicher Form zusammengefasst und gegenübergestellt werden, damit sie vergleichbar und nachprüfbar werden. Die Frage der Zuschussmöglichkeiten durch Land und Bund könnte zwischen den Beteiligten sicher einvernehmlich geklärt werden. Auch die Frage, ob die Inselgemeinde selbst als Investor für Wohnungen auftreten kann ist aus meiner Sicht zweitrangig. (Laut § 136 NKomVG darf eine Kommune sich zur Erfüllung ihrer Angelegenheiten wirtschaftlich betätigen, aber nur wenn der öffentliche Zweck das Unternehmen rechtfertigt und der öffentliche Zweck nicht besser und wirtschaftlicher durch einen privaten Dritten erfüllt wird oder erfüllt werden kann.) Wenn der Verkaufspreis einer privat hergestellten Ferienwohnung mit 9.000 €/m² gerechnet würde, und die Errichtungskosten mit 4.000 €/m², könnte der Überschuss von 5.000 €/m² als Orientierung für den von der Gemeinde geforderten Kaufpreis angesetzt werden. Die Gemeinde müsste also nicht selber bauen, was ein Privater ohnehin immer besser und günstiger schaffen könnte. Hier liegt meiner Meinung nach nicht der Knackpunkt in der Sache.

 

Entscheidend für die Frage, was zu welchem Erlös verkauft werden muss, ist doch das angestrebte Ziel! Wie will Langeoog sich als Gemeinde für die Zukunft aufstellen? Das ist derzeit ungeklärt. Wohin soll sich in diesem Rahmen das touristische Angebot entwickeln und welche touristischen Aufgaben soll der Tourismus-Service am Ende zu welchen Kosten noch leisten? Spätestens nach dem Scheitern des KWC-Umbaus, der Bürgermeisterwahl 2019 und der Neueinstellung eines touristischen Leiters hätte diese Frage ganz oben auf der Tagesordnung des Rates stehen müssen. Es hat jedoch seither nicht ein dafür zuständiger Tourismusausschuss stattgefunden und es ist auch keine anderweitig beschlossene Neuorientierung oder Bestätigung des bisherigen touristischen Kurses erfolgt. Der hatte immerhin zum einstimmigen Beschluss für das Interessenbekundungsverfahren 2017/2018 geführt, das bekanntlich vom Rat auf der Zielgeraden entgegen seiner eigenen vorhergehenden Entscheidungen beendet wurde.

 

Der Zielvorgabe muss die gewissenhafte Ermittlung der dafür notwendigen Liegenschafts- und Raumbedarfe und vor allem der voraussichtlichen Betriebskosten folgen. Wesentlicher Teil der Entschuldungsvereinbarung mit dem Land ist die Vermeidung eines erneuten Schuldenaufbaus nach der Neuinvestition. Das steht im Übrigen im ureigenen Interesse der Gemeinde. Zwar wurden alle großen Infrastrukturprojekte der Inselgemeinde der letzten Jahre und Jahrzehnte durch erhebliche Fördermittel begleitet. Aber die Fördermittel haben allesamt nicht zu einem wirtschaftlichen Betrieb geführt, im Gegenteil: HDI, Bad und KWC waren im laufenden Betrieb immer höchst unrentabel. Allein zwischen 1988 und 2014 hat die Gemeinde insgesamt 17 Millionen Euro an Verlustübernahmen als Ausgleich für die jährlichen Verluste des Eigenbetriebes Kurverwaltung zahlen müssen. Die jährlichen Verlustausgleiche waren die Ursache für die unterbliebenen Erhaltungsinvestitionen. Deshalb hat die Kommune wesentliche Erträge der Mieten der Dienstwohnungen in den Haushalt einfließen lassen, statt sie zu reinvestieren.

 

Die Unwirtschaftlichkeit im laufenden Betrieb war und der Grund dafür, das Haus der Insel in Zusammenhang mit der Errichtung eines Tagungshotels zu sehen. Der Investor errichtet ein neues Haus der Insel und ein Tagungshotel, der zukünftige Betrieb wird in die Hände des Betreibers gelegt, damit er mit seinem Tagungshotelbetrieb eine Wirtschaftlichkeit der Betriebskosten herstellen kann. Nur dann wird die Kommune im Bereich HDI entlastet. Der Winterbetrieb ist auch nur dann möglich, wenn eine entsprechende Winterbetriebsinfrastruktur aufgebaut wird. Dazu bedarf es aller Voraussicht nach eines ganzjährig ausgerichteten Hotelbetriebes. Ferienwohnungen können das nicht leisten, sie können auch kein Haus der Insel betreiben.

 

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Notwendigkeit, die Einnahmen der Kommune langfristig zu stärken. Dazu gehören möglichst viele starke Gewerbesteuerzahler. Das leistet ein Hotelbetrieb in deutlich höherem Maße als Ferienwohnungen dies können. Der ganzjährige Hotelbetrieb mit Tagungen stärkt im Weiteren den örtlichen Einzelhandel und schafft damit nicht nur eigene Arbeitsplätze, sondern sichert sie auch in Handel und Gastronomie.

Damit kann der Hauptschwäche des Inseltourismus begegnet werden, der extremen Saisonalität. Im Winter wird es nie zugehen wie im Sommer, aber die touristischen Liegenschaften, die Schiffe und alle kommunalen und privaten Investitionen müssen 12 Monate lang bezahlt werden. Gute und qualifizierte Mitarbeiter, die wir dringend benötigen, wollen auch 12 Monate beschäftigt und bezahlt werden, sonst kommen sie nicht oder verlassen die Insel rasch wieder, weil sie überall in Deutschland gesucht sind.

 

Auch wenn die Zeit immer knapper wird, darf die Entscheidung über die Liegenschaften des Tourismus-Service Konflikten nicht aus dem Wege gehen und muss die wesentlichen Aspekte auch mit den Bürgern gründlich und vor allem ehrlich abwägen. Sie darf nicht unerfüllbaren Wunschträumen folgen, sondern muss zielorientiert, rechenbar und damit nachhaltig ausgerichtet getroffen werden. Vor allem muss der Rat endlich eine Entscheidung fällen, ansonsten wird der Verfall aller Liegenschaften das Restprogramm der Inselgemeinde Langeoog sein.

 

Uwe Garrels

 

Uwe Garrels,Langeoog , 30.11.2020

Richtigstellung / Ergänzung zur Berichterstattung 6 Varianten für Langeoog

Richtigstellung / Ergänzung zur Berichterstattung 6 Varianten für Langeoog

 

Die Darstellung von Langeoognews beschreibt Inhalte und stellt wichtige Zusammenhänge in einer Form dar, die aus Sicht der Verwaltung ergänzt werden müssen. Es liegt im Interesse der Gemeinde, dass die Zahlen nicht ohne Erklärung und weitere Zusammenhänge veröffentlicht werden. Ohne Erklärung besteht die Gefahr von Missverständnissen. Daher möchte die Verwaltung an dieser Stelle mit einigen Erläuterungen den Missverständnissen vorbeugen. Nicht korrekt ist, dass den BürgerInnen Langeoogs 6 Varianten zur Zukunft des Kurviertels für eine Meinungsabfrage geboten werden können. Auf Nachfrage eines Bürgers antwortete die Bürgermeisterin "ich bin froh, wenn es zwei realistische Varianten geben wird".

 

Vorgestellt wurde die Variante Umzug des Rathauses in das KWC, eine Umzug der Ärzte in das KWC und der Bau von Eigentumswohungen auf den Dächern von KWC und HdI. Die Verwaltung der Inselgemeinde Langeoog war leider nicht in die Berechnungen und in die inhaltliche Gestaltung der Präsentation, die von 7 Ratsmitgliedern favorisiert wird, eingebunden. Daher weisen die Berechnungen der Verwaltung andere Größenordungen auf. Es ist rechtlich nach vorliegenden Auskünften nach wie vor nicht möglich, dass der Tourismus Service Langeoog die von Herrn Janssen benannten Flächen bebaut und selber gewinnbringend verkauft. Die ausgewiesene Kalkulation ist somit nicht realisierbar. Die Verwaltung beruft sich bei Ihrer Berechnung u. a.auf vorliegende Gutachten (die auch dem Rat vorliegen) von Architekten, die bereits vor 4 Jahren eine Summe von 5,8 Millionen Euro verbindlich ausgewiesen haben. Diese Summe wird sich aktuell auf rund 7,2 Millionen Euro erhöhen, da die gesamte Vernetzung mit Glasfaser etc.damals nicht eingerechnet worden ist.

 

Ebenfalls nicht erwähnt wird, dass die Verwaltung auf Ihren Kenntnisstand bezüglich Fördergelder hingewiesen hat. Grundsätzlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn der Rat sich die ausgewiesene fachliche Expertise der zuständigen Mitarbeiter im Rathaus zunutze gemacht hätte, um anschliessend gemeinsam mit der Verwaltung der Öffentlichkeit verifizierbare Berechnungen anzubieten. Dies gilt auch für die eventuelle Inanspruchnahme von Fördergeldern. Nun entsteht leider der Eindruck von zwei konkurrierenden Instanzen.

 

Die Darstellung des möglichen Quartierskonzeptes muss an dieser Stelle ebenfalls ergänzt werden. Fakt ist, dass die Fördergelder für ein energetisches Quartierskonzept bewilligt sind, aufgrund des gestoppten Interessenbekundungsverfahren aber kein Konzept erstellt wurde. Die beauftragte Ingenieursfirma wartet auf Entscheidungen, auf welcher Basis das Konzept erstellt werden soll. Auch die Aussage bezüglich der Kalkulation der Verwaltung mit einer Rendite von 20% ist im Zusammenhang inhaltlich nicht richtig dargestellt. Diese und andere Erläuterungen erfolgen in einer Bürgerinformation, da es den Rahmen dieses Schreibens sprengen würde.

 

Es ist inhaltlich nicht richtig, dass Prof. Kögler zu dem nächsten Informationstermin zu den geplanten Seetrassen kommt. Die tatsächliche Aussage war, dass Professor Kögler im Oktober vor Ort war (auf Einladung des Bündnis 90 / Die Grünen). Um solche Missverständnisse zukünftig zu vermeiden, bitte ich den Rat erneut, über einen Livestream von Ratssitzungen nachzudenken.

 

Inselgemeinde Langeoog

Heike Horn

 

 

 

 

 

Heike Horn,Langeoog , 29.11.2020

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Hoffnung stirbt zuletzt

 

denn ich kann die Berechnungen des Herrn Janssen, so wie sie geschildert wurden, leider nicht vollumfänglich nachvollziehen. Den Umau des KWC beziffert er mit ca. 5 Mio Euro, dies könne kostendeckend durch den Verkauf von 1000 qm Wohnfläche auf den Dachflächen für Euro 9.000 pro qm erfolgen; also mutmaße ich mal, dass er für die Herstellung des Wohnraumes ca. Kosten in Höhe von 4 Mio eingerechnet hat oder?

 

Bei der Sanierung des HDI wiederholt sich diese Form der Darstellung, hier werden ca. 6 Mio Euro Kosten zur Sanierung angesetzt, bei einem VK Preis in Höhe von 25 Mio Euro, nur das diesmal die geschätzten Baukosten von ca. 15 Mio Euro erwähnt werden.

 

Wie dann die Volte geschlagen wird, zu dem sich ergebenden Überschuss von 7 Mio Euro finde ich beachtlich. Denn zwischen VK Preis und geschätzten Baukosten ergibt sich ein ca. Gewinn für den TSL in Höhe von 10 Mio Euro, hiergegen werden die 6 Mio Euro zur Sanierung aufgerechnet, also müßten m.E. 4 Mio Euro Gewinn für uns verbleiben. Sind hier irgendwie die 75% Förderung, die Walsrode erhalten hat, eingerechnet? 75% auf was, damit der angegebene Überschuss von 7 Mio Euro erklärt werden kann??

 

Ja, Walsrode hat eine beachtliche Förderung in Höhe von fast 3,6 Mio Euro des Bundes für die energetische Sanierung und den Umbau der Stadthalle durch den Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigt bekommen. Diese Mittel sind aus dem Bundesprogramm " Sanierung kommunaler Einrichtungen in Bereich Sport, Jugend und Kultur". Ende 2015 hatte Walsrode schon einmal Fördermittel beantragt, war aber in der Vergaberunde damals nicht dabei.

Es scheint also nicht so einfach zu sein, schnell an diese Fördermittel zu kommen. Umso mehr wundere ich mich, dass sie bei der Vorstellung schon irgendwie - aber auch für mich nicht so ganz nachvollziehbar - eingerechnet worden sind.

Allerdings bleibt die Frage, warum bei uns in der Vergangenheit, z.B. auch in 2015 nicht unter dem Altbürgermeister solche Anträge gestellt wurden.....

 

Was mich begeistert ist, dass Herr Janssen den Bundesdeligiertentag von uns Grünen zum Anlass genommen hat, über ein energetisches

Quartierskonzept nachzudenken. Hierbei wird die Erstellung eines integrierten Konzepts auf Quartiersebene gefördert.

Genauso bin ich darüber begeistert, dass zielorientierte Gespräche direkt mit dem entsprechenden Ministerium im Landtag geführt wurden und dort Interesse an dem Langeooger Projekt geweckt werden konnte. Ich gehe mal davon aus, dass dieses selbstverständlich auch unserer Verwaltung mitgeteilt wurde und freue mich als Bürger sehr darüber, dass diese Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung zu unser aller Wohl funktioniert.

 

Gar nicht begeistert hat mich die Tatsache, dass der vorgestellte Ausbau der Dachflächen durch den TSL rechtlich überhaupt nicht abgesichert und somit evtl. überhaupt nicht möglich ist. Wie kann man dann den Insulanern mit der Angabe eines VK Preises in Höhe von Euro 9000,-- pro qm der von Investoren genommen wird, buchstäblich Sand in die Augen streuen und auch riskieren, dass das ganze Konzept nicht mehr stimmig ist und irgendwo versandet. Da die große Mehrheit der Ratsleute jedoch hinter dem Konzept steht, hege ich die Hoffnung, dass sie besser informiert sind, als ich.

 

Nur am Rande möchte ich nur noch darauf hinweisen, dass m.E. Fr. Horn abschließend den Bürgern mitteilte, dass von den vorgestellten 6 Varianten höchstens 2 in der Meinungsanfrage zur Entscheidung vorgestellt werden und dass ich persönlich die Frage einer Bürgerin, Ratssitzungen zu streamen voll berechtigt fand. Ich hoffe, dass diese Form gelebter Transparenz in nicht allzu ferner Zukunft bei uns etabliert wird.

Festlegen, geht gar nicht

 

„Festlegen, geht gar nicht“ ist der Slogan eines großen Anbieters in der Telekommunikationsbranche. Was für Handtarife super ist, geht aber gar nicht bei den Entscheidungen rund um den Komplex Entschuldung, Kur- und Wellnesscenter, Kurviertel.

 

Was steht noch zwischen Denken und Handeln, einzig und allein das Entscheiden.

 

Es ist genügend Zeit verstrichen und zurückgerudert worden, es ist Zeit das Denken in eine Entscheidung münden zu lassen. Die Verantwortung dafür liegt allein bei jedem einzelnen Ratsmitglied. Und der Kreis Wittmund macht mit seinen Schreiben dem Rat und der Veraltung gegenüber deutlich, wer sich nicht bewegt, wird bewegt.

 

Es ist gut, die Menschen, die auf Langeoog leben, an dem Prozess zu beteiligen. Sie können aber die Entscheidung den Ratsmitgliedern nicht abnehmen und die auch Verantwortung nicht übernehmen.

 

Der Bürger, die Bürgerin darf in der kommenden öffentlichen Ratssitzung erwarten, jedes Ratsmitglied

- hat ein eine Vorstellung, wie und wodurch sich Langeoog touristisch stabil weiterentwickeln soll und kann

- kennt die Vor- und Nachteile jeder Variante im Detail

- hat für sich herausgefunden, welches Modell sein/ihr Favorit ist und kann öffentlich erklären warum

- hat selbst einen Plan davon, welche Sanierungs- und Struktur-Maßnahmen mit welcher Priorität umgesetzt werden sollen und können und hat diese mit €-Größenordnungen hinterlegt.

 

Worüber wir uns auf Langeoog im Klaren sein müssen, letztendlich gibt es nur Geld für eine passende Gegenleistung. Und Geld gibt nur der, der sich mit seiner Investition selbst Geld verspricht – und zwar mehr, als er einsetzt. Ein Käufer, der 100 Hotelbetten realisieren darf oder kann, wird weniger zahlen, als ein Käufer der 300 Hotelbetten, ein Tagungszentrum und ein gastronomisches Angebot realisiert.

 

Mit zwei abgebrochenen Interessenbekundungsverfahren hat der Rat bereits Interessenten verprellt und bei einem jetzigen Verkauf den zu erzielenden Preis gesenkt. Die Corona-Krise führt auch nicht zu höheren Werten. Das letzte Interessenbekundungsverfahren wurde mit dem Streuen der ausgesprochenen Vermutung, eine „Heuschrecke“ könnte im Interessenbekundungsverfahren den Zuschlag erhalten, vom Rat gestoppt.

 

In zwei der letzten Ratssitzungen wurde von einem Ratsmitglied eingebracht, ob nicht die im Gemeindeeigentum befindliche Langeooger Kläranlage an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) veräußert werden könnte. Die Hoffnung: Geld sparen. Ohne hier etwas zur Sinnhaftigkeit des Vorschlages zu sagen, sei bemerkt, dass wir im Jahr 2020 leben und dass heute nicht mehr ausgeschlossen werden kann, dass der OOWV 2021 von einer amerikanischen Heuschrecke oder einem chinesischen Konsortium gekauft wird. Es gibt keine Sicherheit, dass alles so bleibt, wie es war und ist und gewünscht wird. Ggf. verändern sich im Laufe der Zeit Besitzverhältnisse. Gute ausgehandelte und sicher formulierte Verträge verlieren aber nicht ihren Wert.

 

Was will und muß Langeoog für sich realisieren und was kostet das, beantwortet letztendlich die Frage, wie groß oder wie klein man denken kann und muß.

 

Und wer sagt, es braucht ein „eigenes Bürgerhaus“ und nicht „nur“ Nutzungsrechte für eine anderes Gebäude, welches nicht der Gemeinde gehört, der gibt Geld dafür aus, was er an anderer Stelle nicht mehr ausgeben kann. Eine Frage der Priorität und der Möglichkeiten.

 

Damit sich der Bürger und die Bürgerin für eines der Modelle erwärmen können, braucht es Fakten. Was muss getilgt werden, was muss in die Infrastruktur investiert werden, was sind darüber hinaus Wünsche …und was kostet das. Demgegenüber ist zu stellen, welches Geld kann durch welche Variante realisiert werden.

 

Wenn das klar ist, können die Bürgerin und der Bürger überlegen, was sie oder er für die richtige Entscheidung halten. Allen, die die Langeoogerinnen und die Langeooger dabei unterstützen, herzlichen Dank.

 

Hundertmal gesehen

Gefühlte hundertmal sah ich die Amsel, hundertmal die Hagebutte, hundertmal den Strand, die Dünen und den Wasserturm. Aber doch immer wieder anders.

Die Fotos von der Insel, die die Langeoognews-Reporter veröffentlichen, lassen mich jeden Tag, obwohl ich weit weg bin, ein Stück der Insel genießen. Sie zeigen mir "so sah es einen Tag vorher aus" und so hätte ich es gesehen, wenn ich da gewesen wäre. Sie lassen mich an der Vielfalt der Insel teilnehmen.

Trotz der schönen Bilder gespenstisch und unwirklich - ohne Menschen. So kenne ich Langeoog seit 30 Jahren nicht. So soll es auch nicht bleiben. Langeoog ohne Gäste - ein Zustand der nicht zu ertragen ist.

Wir alle haben es in der Hand, diesen Zustand zu ändern. Vielleicht besinnen wir uns bei einem Neuanfang dann einmal zurück auf die Werte, die uns wichtig waren. Ruhe und Besonnenheit an einem wunderschönen Ort. Wir müssen wieder lernen, jeden Tag zu genießen anstatt hektisch den Dingen hinterher zu laufen. Wir müssen wieder lernen, uns eine Stunde auf die Bank zu setzen und dem Spiel der Wolken und des Windes zu lauschen, ohne das Gefühl zu haben, wir haben etwas Wichtiges verpasst.

Lassen sie uns im Urlaub einmal für einen Tag das Smartphon 24 Stunden abschalten. Man muss nicht ständig erreichbar sein und man muss nicht mit Werbung und Informationen vollgeballert werden, die wir gar nicht mehr geistig verarbeiten können.

Lassen sie uns einmal die Woche auf den gewohnten Kaffee to go verzichten und setzen uns für den Kaffeegenuss hin und genießen so, wie wir es füher machten.

Lassen sie uns die Gäste der Insel nicht nur als Individuen sehen, die uns unser Auskommen ermöglichen und sichern.

Lassen sie uns die Menschen, die es uns auf der Insel schön machen, nicht als die Individuen sehen, denen wir mit unserem Geld alles abverlangen können.

 

Lassen sie uns dann wieder jeden Tag neu genießen, denn das nächste Virus steht schon in den Startlöchern. Es ist nicht die Frage, ob ein neues Virus kommt sondern nur wann es kommt.

 

Harry Hinz,Osnabrück , 18.11.2020

Update mit Antwort

Update:

Moin,

da ich so oft nach der Antwort von Frau Horn gefragt wurde, dachte ich mir, ich mache die Antwort öffentlich . Es gab noch zwei Weitere Rückmeldungen, aber die sind als offizielles Statement leider nicht zu betrachten. Ich hoffe, das viele, die am Schicksal Haus der Insel interessiert sind, Am 26,11.20 um 18.30 Uhr zur öffentlichen Ratssitzung kommen. Auch sagen wir danke, für die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem Bürgerwunsch.

Lieben Dank

Vanessa Schmidt und all die anderen Unterzeichner/innen

Sehr geehrte Frau Schmidt in Vertretung der UnterzeichnerInnen,

besten Dank für Ihre Initiative für mehr Öffentlichkeit in Entscheidungsprozessen. Aus Sicht meiner Person und den leitenden VerwaltungsmitarbeiterInnen können wir sehr gerne alle Sitzungen und Termine unter Beteiligung der Öffentlichkeit durchführen. Eine Ausnahme stellen allerdings Sitzungen, Ausschüsse etc. dar, deren Inhalt Personalien sind. Aus Datenschutz werden diese Sitzungen (vornehmlich Verwaltungssausschuss) unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. Gerade aber Entscheidungen mit einer so hohen Tragweite, wie die anstehenden Entscheidungen für die Entwicklung des Kurzentrums, müssen für die BürgerInnen der Inselgemeinde Langeoog nachvollziehbar sein. Dies wurde in der Tat auch noch einmal bei der letzten Bürgerversammlung zum Thema Zukunft Kurzentrum deutlich - auch, dass sicher nur eine angemessene Öffentlichkeit zu einer nachvollziehbaren Entscheidungsfindung führt.

Mit besten Inselgrüßen

INSELGEMEINDE LANGEOOG

mit den Eigenbetrieben Tourismus-Service und Schiffahrt

Die Bürgermeisterin

Heike Horn

Transparenz....

...möchte mich an dieser Stelle nur der Bitte von Vanessa Schmidt et. al. anschließen!

Bürgerwunsch

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren des Rates, sehr geehrte Verwaltung,

 

in der ersten Bürgerversammlung in Zusammenhang mit der Konzeptfindung und Verwertung des Haus der Insel wurde bekannt, dass Rat und Verwaltung in vielen

nicht-öffentlichen Sitzungen versucht haben, einen Weg aus dem Dilemma zu finden.

Leider wurde bei der Bürgerversammlung klar, dass Rat und Verwaltung zu keinem gemeinsamen Weg bereit sind.

Damit die Bürgerinnen und Bürger transparent an dieser Entscheidungsfindung besser beteiligt sind, bitten wir Rat und Verwaltung, diesen Findungsprozess in Zukunft nur noch in öffentlichen Sitzungen zu erörtern. Wir bitten von zukünftigen nicht-öffentlichen Sitzungen abzusehen.

Alle Ratsmitglieder sind in ihrem Wahlkampf mit dem Slogan der Transparenz angetreten und wir möchten Sie mit diesem Schreiben noch mal an diese Aussage erinnern.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen und möchten Ihre Entscheidung zum Thema Haus der Insel mittragen und möchten darum auch über den Weg zu Ihrer letztendlichen Entscheidung und über Ihre Argumente informiert sein, um hinterher auch Ihre Entscheidung mittragen zu können.

Des Weiteren möchten wir noch mal anregen, um so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich zu erreichen, die nächste Bürgerversammlung im Netz zu streamen.

 

Hochachtungsvoll

Vanessa Schmidt , Rüdiger Schmidt, Bärbel Kraus, Katja Heidenreich- Zimmermann, Ulf Zimmermann, Stephanie Meeske, Olaf Meeske, Dorian Meeske, Kirsten Lohrmann, Katja Prester, Inken Peters, Sabine Birgfeld , Daniel Birgfeld , Anja Bias, Claudia Frech, Christoph Baller, Sina Blum, Holger Damwerth, Nicole Damwerth, Christina Seppelt, Annegret Lang, Daniel Lang, Frauke Heyken, Sara Heinbockel, Olaf Hube

@ Herr Barentin

Hallo Herr Barentin,

 

Sie sprechen mir aus der Seele!

Ich habe mich schon kritisch zu dem eigentlichen Winterfahrplan 2020/21 geäußert.

Was mich am meisten stört ist die Aussage „ ...da der Tourismus Corona bedingt eingebrochen ist“...

Anscheinend müssen wir Insulaner froh sein das überhaupt noch eine Fährverbindung (welche ich persönlich als Lebensader der Insel bezeichne) aufrechterhalten bleibt...

Corona hin oder her ein bisschen Fingerspitzengefühl ist hier schon angebracht.

16.15 oder 16.30 wäre schon angemessen.

Neuer Fahrplan

Moin alle zusammen.

Jeder kann sicher verstehen das die Fahrten der Schiffahrt

in dieser Zeit und Jahreszeit eingeschränkt werden müssen, und auch kann. Ich wunder mich nur über eine Abfahrt Bensersiel

16.00 Uhr. Der Zug aus Wilhelmshaven-Sande-Oldenburg kommt um 15.57 Uhr in Esens an, mit Busverbindung dann nach Bensersiel. Hätte man da nicht auch Abfahrt Bensersiel

16.15 Uhr wählen können. Nicht alle haben ein Auto, und wenn man eine längere Anreise hat wird es schon sehr knapp mit der Zeit, da die Nordwestbahn ja auch nicht immer so zuverlässig fährt.

Vielleicht kann man ja noch mal an der Uhr drehen?

Heiko Barenthin

Verwunderung

Wir sind überrascht.....und zwar als Privatpersonen und gleichzeitig auch als Vorstandssprecherinnen der Langeooger Grünen.

Denn wir haben mit Erstaunen in der Bürgerinformation u.a. die Aussage von Ratsherr Janssen gelesen, in der er sich für ein altes Mehrheitskonzept (Umzug Rathaus ins KWC) der damaligen Mehrheitsgruppe bestehend aus SPD/Grüne/Union f.Langeoog ausgesprochen hat.

Mit der Thematik des evtl.Umzuges vom Rathaus ins KWC mit mögl. Dachbebauung für Eigentumswohnungen hatten wir uns von 2014 - 2016 ausführlich und sehr in die Tiefe gehend auseinandergesetzt und auch die Verwaltung natürlich mit eingebunden.

Von dort hörten wir, dass alleine der Umzug der gesamten Technik incl.der IT-installationen und der erforderliche Innenausbau des KWC zur Funktion eines Rathauses mit neuer Heizung/Lüftung/Strom etc.Millionen gekostet hätte.

Auch die angedachte Dachbebauung, die von der Inselgemeinde an einen Investor vergeben werden sollte, hat damals zig Fragen aufgeworfen, da die Wohnungen ohne Grundstücksanteil (der sollte im Besitz der Gemeinde bleiben) verkauft werden sollten.

Vor dem Hintergrund hatten wir die Idee verworfen und ich bin sehr überrascht, jetzt wieder davon zu hören.

Wir Grüne hatten uns dann seinerzeit vehement gegen einen Verkauf unseres "Tafelsilbers" ausgesprochen.

Aber nach dem Stopp des IBV in 2018 hat sich durch die Kosten des Umzugs vom KWC ins FEB eine Kostenexplosion ergeben, die uns unseren Erachtens heute keinerlei Spielräume gegen Verkäufe mehr lässt.

Zu wünschen wäre natürlich, wenn wieder - wie in 2018 - Investoren mit einem Angebot um die Ecke kämen, die eine identische Summe, auch für Kauf auf Erbpacht, bieten würden.

Das ist nach unserer Auffassung unbedingt gegenüber einem Verkauf zu favorisieren; denn man kann nur einmal verkaufen.

 

Wir wünschen uns für die 2 noch anstehenden Bürgerversammlungen konstruktive Dialoge, sodass der Erkenntnisgewinn daraus in der Bürgerbefragung in ein solches Ergebnis einfließt, mit dem unser Rat lösungsorientiert arbeiten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Kraus / Vanessa Schmidt

Kurviertel - Haltung und Entscheidungsfähigkeit sind gefragt

 

Es ist normal, dass Menschen Dinge unterschiedlich wahrnehmen und bewerten. Die Veranstaltung zur „Zukunft des Kurviertels“ war leider nicht das, was sich die Bürgerinnen und Bürger vorgestellt oder erhofft haben. Zumindest hatte ich eine solche Vorstellung der Alternativen erwartet, die auch dem Bürger eine inhaltliche Entscheidung ermöglicht, der nicht jeden Tag im Stoff steckt – auch mit Zahlen, Daten, Fakten. Ein klares Bild davon, was es voraussichtlich bedeutet, wenn man sich für Variante A, B oder C entscheidet, welche Verpflichtungen damit gedeckt werden können, welche Strukturmaßnahmen ergriffen werden können, damit weniger Unterhaltskosten (welche) entstehen werden, damit Langeoog zukunftsfähig wird, präsentierten sich mir nicht.

 

Zudem, wer erwartet hatte:

- ein Rat und eine Verwaltung, die gemeinsam abgestimmte Vorschläge vorstellen

- Ratsmitglieder, die sich zu den Vorschlägen positionieren

wurde enttäuscht. Was das eigentliche Problem ist.

 

Offenbar waren die Vorstellungen des stellvertretenden Bürgermeisters Jan Martin Janssen bei der Vorbereitung nicht in die Alternativen eingeflossen, weshalb Jan Martin Janssen diese dann nach der offiziellen Präsentation mündlich einbrachte. Was hilft’s dem Bürger, wenn diese Variante beim Meinungsbild nicht zur Abstimmung steht? Kein Ratsmitglied stoppe den Kollegen. Irritationen im Raum, die auch von keinem der Ratskollegen aufgehoben wurden. Dies wurde der Bürgermeisterin „überlassen“.

 

Auch hatte ich erwartet, dass sich die Ratsherren und die Ratsdame zu den Vorschlägen positionieren, aus Ihrer Sicht Vorzüge und Risiken benennen, Unterschiede herausarbeiten, Chancen anpreisen – Ihre Haltung erkennen lassen. Das passierte nicht. Wer ein Mandat hat, läuft stets Gefahr, sich mit Positionen und Entscheidungen unbeliebt zu machen, ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten. Das gehört dazu. Eigentlich spiegelte die Veranstaltung dass wieder, was bei den letzten beiden Interessenbekundungsverfahren zum Aus geführt hat.

 

Was gar nicht geht, ist, nicht wirklich entscheiden zu wollen und darauf zu warten, dass jemand anders entscheidet und damit auch die Verantwortung übernimmt. Warum sollten der Bürger und die Bürgerin Ende November zur Abstimmung gehen, wenn der Eindruck entsteht, dass sich die verantwortlichen Ratsmitglieder im Verfahren schlicht weg wegducken.

 

Von jedem Ratsmitglied sind öffentlich erkennbar Meinung, Haltung, Transparenz, und Entscheidungsfähigkeit gefragt - jetzt und darüber hinaus.

 

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