Leserbriefe

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Wasserinsel

Ein kleiner Scherz am Rande.
Alle Haushalte auf Langeoog die Wasserhähne aufdrehen,
zwei Wochen lang durchlaufen lassen.
Spült Geld an Kanalgebühren in die Gemeindekasse und
Wassergeld an den OOWV !!
Vielleicht senkt dass so den Wasserspiegel.

Holger Wissmann

Holger Wissmann, Langeoog, 1.2.2018


Streupflicht

Zum Thema Streupflicht möchte ich mitteilen, dass ich keine Aufforderung meiner Gemeinde benötige, um meine Familie, Nachbarn und auch die Post davor zu schützen, sich vor meinem Haus auf die Nase zu legen. Ich finde, darüber muss man gar nicht reden, sondern es ist (für mich) eine Selbstverständlichkeit und hat etwas mit Wertschätzung füreinander zu tun. Ich möchte nicht, dass z.B. meine Postbotin, die bei Wind und Wetter für ein kleines Gehalt unterwegs ist, um mir meine Post zu bringen, einen unnötigen Unfall erleidet. Und wenn ich dann merke, dass die Gemeinde nicht gestreut hat und mich das stört, dann könnte man ggfls bei der Gemeinde anrufen und nachfragen. Vielleicht klärt sich in diesem Gespräch schon einiges.
Ich persönliche habe es lieber die Menschen in meiner Umgebung reden direkt mit mir, als das sie pauschal über mich schimpfen. In Gesprächen kann man sich wunderbar austauschen und auch manchmal andere Sichtweisen kennenlernen, die vielleicht auch zu einem besseren Verständnis füreinander führen und so könnte man evtl. auch historisch gewachsene „Schimpf-Traditionen“ durchbrechen.

Nicole Gorny, Rechtsupweg, 1.2.2018


Streupficht

Liebe Langeooger und andere Eigentümer auf Langeoog
Wir werden durch Rundschreiben der Inselgemeinde
immer wieder aufgefordert unserer Streupflicht und
Schneeräümen nachzukommen sonst könne man mit einem
Bußgeld rechnen.
Ich habe in letzter Zeit immer wieder gemerkt dass
die Inselgemeinde dieses selber nicht tut und dabei
zu Unfällen kommt.
Vielleicht sollten sie mal mit gutem Beispiel voran
gehen !!!!

Holger Wissmann

Holger Wissmann, Langeoog, 19.1.2018


Toller Ansatz

Moin, Herr Kremer. Toller Ansatz!!! Das finde ich sehr gut, was Sie da angeregt haben. Es dürfte sicherlich auch im Sinne vieler umweltbewußter Menschen sein Im Falle eines Verbotes der Böllerei wird sich das sicherlich positiv auf Image von Langeoog auswirken. Hoffrntlich finden Sie noch einige Mitstreiter, denn leider kann man nicht auf den freiwilligen Verzicht hoffen. Lassen Sie sich das bitte nicht weismachen. Es geht nur über ein Verbot und Argumente für ein Verbot gibt es ja viele.
Viel Erfolg für Ihre Aktion.
Viele Grüße
Heinrich Schratt

Heinrich Schratt, Bissendorf, 4.1.2018


Böllerverbot leicht gemacht.

Moin Herr Schratt,
dieses Böllerverbot - ja oder nein- war schon mal Gegenstand einer Ratssitzung vom 28. 07. 2016. Leider wurde da mit einer Mehrheit von 5 zu 2, bei 2 Enthaltungen dagegen gestimmt. Jetzt haben wir allerdings nach der Wahl letztes Jahr eine andere Ratszusammenstellung. Ich selber bin kein Ratsmitglied, könnte es also sicher schriftlich eingeben, bzw. in einer Sitzung während der Bürgerfragestunde vorbringen. Da man sich in so einem kleinen Dorf allerdings kennt, habe ich schon vor einiger Zeit ein Ratsmitglied gefragt, ob der es jetzt nicht mal versuchen werde? Es ist also kein Stillstand, es dauert nur. Also wird wieder ein Antrag gestellt und dann schauen wir mal. Es ist auch man nicht so einfach mit einem Beschluss getan, das hat Spiekeroog jetzt erlebt, die einem einzelnen Einwohner, der gegen diesen Beschluss vom Spiekerooger Gemeinderat geklagt hatte und vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg recht bekam, so das sie dem eine Einzelgenehmigung, allerdings nur für ihn und auch nur auf seinem Grundstück, geben mussten. Sie sehen also, es nicht so einfach. Trotzdem gibt es sicherlich einen Weg, der für alle gut wäre. Mein Vorschlag wäre, Silvester und einmal im Sommer ein Feuerwerk ohne Böller von der Kurverwaltung am Strand durchzuführen und alles andere untersagen. Es geht woanders auch, somit sollte es in so einem sensiblem Gebiet, wie es nun mal ein Weltnaturerbe ist, auch möglich sein. Und für mich gelten diese Argumente auch nicht, was früher war. Früher hat man mit Steinschleudern geschossen, das hörte man überhaupt nicht. In diesem Sinne, lassen wir uns überraschen und warten wir es ab, wie es weiter geht?

Gerhard Siebels, Langeoog, 4.1.2018


Böllerverbot leichtgemacht

Moin, Herr Siebels. Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu und muss Ihnen dabei gestehen, ich habe meinen letzten Böller vor ca. 30 Jahren gekauft und gezündet. Ich sehe mir ein schönes professionelles Feuerwerk zu besonderen Anlässen gern an, aber ich halte nichts von hemmungloser Ballerei.
Aber das Problem auf Langeoog könnte doch ganz leicht gelöst werden! Stellen Sie oder noch einige andere Langeooger doch zur nächsten Gemeinderatssitzung einfach mal den Antrag, die Ballerei zu Silvester zu verbieten. Alle vernünftig denkenden und handelnden Langeooger müssten Sie und Ihren Antrag doch unterstützen. Wie Sie schreiben, gibt es doch eigentlich (außer dem finanziellen) keinen nachvollziehbaren Grund zum Ballern.
Ein Böllerverbot würde auch sehr gut zum positiven Umwelt-Image der Insel passen.
Ich bin mal auf die Raktionen gespannt. Falls Sie Ihren Antrag stellen, lässt sich ja die Reaktin des Gemeinderates in den amtlichen Mitteilungen nachlesen. Ich bin ja mal gespannt, vor allen Dingen auf die Reaktion vom Bürgermeister, der ja bei der Diskussion über die Benutzung der Fußgängerzone für die Gäste so toll in die Bresche gesprungen ist. Vielleicht hat er ja die Befürchtung, dass wegen des Ballerverbotes eine Handvoll Gäste die Insel zum Jahreswechsel nicht besuchen. Aber für die kommen sicherlich einige andere verantwortungsbewusste Gäste.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Gelingen und ich werde mal nachhaken, was denn evtl. dabei rauskommt.

Heinrich Schratt, Bissendorf, 4.1.2018


Kommentar

Moin,
in der gestrigen Betriebsausschusssitzung habe ich den Vorschlag gemacht auf Böller zu verzichten und das Thema soll im Nachhaltigkeitsausschuss diskutiert werden.
Klaus Kremer


Böller 2017

Moin Herr Schratt,
da könnte man nun die Liste der Ausgaben ja unendlich? verlängern, es kämen als nächstes die Ausgaben in Höhe von ca. 18 Milliarden für Geschenke hinzu, dann die ganzen Weihnachtsessen in den Restaurants usw., was auch ja nicht alles unbedingt notwendig ist. Wichtig erscheint mir aber- und nicht nur mir, sondern inzwischen auch vielen anderen- diese Böllerei erzeugt lt. Statistik genau so viel Feinstaub, wie alles Autos zusammen in ca. 2 Monaten in Deutschland. Es ist auch Tatsache, das die Tierwelt dadurch enorm gestört wird. Nun kann man bei der Tierwelt natürlich auch Gegenargumente anbringen. Z.B. Autolärm etc.. An diesen Lärm und viele andere haben sich viele Tiere gewöhnt, weil es täglich ist. Aber diese geballte Knallerei, die einmal im Jahr statt findet, das schreckt die Tierwelt mitten in der Zeit auf, wo sie sehr sparsam mit ihren Reserven haushalten müssen, da es auch nicht wirklich was zum Fressen gibt. Somit bedeutet jede massive Störung unnötiger Energieverlust, was im Zweifelsfall tödlich sein kann. Und in einem weltweit einzigartigem Gebiet muß es deshalb auch doppelt nicht sein. Sehen Sie, es wurde in den letzten Tagen auf Facebook sehr kontrovers darüber diskutiert. Es wurde auch immer mal wieder von dem einen der anderen Gast geschrieben "meine Insel" "unsere Insel", nein, es ist nicht Eigentum der Gäste, sondern Eigentum der hier lebenden Menschen und die Gäste sagen immer, sie lieben die Ruhe, die Natur und was machen die Gäste, innerhalb weniger Minuten verdrecken sie nicht nur die Luft massiv, sondern auch noch die Straßen und andere Flächen und den wenigstens fällt es ein, ihren Dreck, wozu sie eigentlich verpflichtet sind, zu beseitigen. Man sollte sich als Gast, egal, wo es ist, als Gast benehmen und nicht nach dem Motto, wir (der Gast) sind die Herrscher, denn wir bezahlen euch. Zum Schluss möchte ich selbstverständlich sehr gerne erwähnen, der weitaus größere Teil der Gäste benimmt sich natürlich auch als GÄSTE!

Gerhard Siebels, Langeoog, 4.1.2018


Falsche rechnung

Moin, Herr Wissmann.
Zum Jahreswechsel 2017/18 verballerten die Deutschen nach einer Schätzung Böller im Wert von ca. 180.000.000 €. Wenn dieses Geld z.B. für Hungernde auf der Welt lebende Menschen gespendet würde, wäre das einerseits ein guter Anlass auf das Böllern zu verzichten. Andererseits geben die Deutschen nach einer Schätzung ca. 700.000.000 € aber auch für Weihnachtsbäume aus. Sollte man deshalb auf den Weihnachtsbaum verzichten und das Geld den hungernden Menschen geben? Sicherlich wäre auch das recht löblich.
Aber bedenken Sie, dass dieses Geld ja wieder in unsere Wirtschaft zurückfließt und dadurch das Ganze in unserem Land am Laufen hält.
Übrigens: Das nächste Böllerjahr ist nicht erst 2019 sondern schon 2018!
In diesem Sinne ein schönes neues Jahr 2018.

Heinrich Schratt, Bissendorf, 3.1.2018


Böllerkonzert 2017

Hurra das neue Jahr ist da !
Es wurde in der Silvesternacht mal
wieder genung Pulver in die Luft geballert !
Sicherlich schön anzusehen, die Tier und Umwelt
bedankt sich. Geld hätte man auch für zb. hungernte
auf der Welt lebende Menschen ausgeben können.
Spiekeroog hat ein Verbot erlassen über die Knallereim, vielleicht sollte Langeoog mal
darüber nachdenken.

bis zum nächsten Böllerkonzert 2019
alles Gute !

Holger Wissmann


Holger Wissmann, Langeoog, 2.1.2018


Gedanken zum Jahreswechsel

Einiges, was wir auf Langeoog kennen und schätzen gelernt haben, wird es in dieser Art leider nicht mehr geben.
Der Bioladen von Gerrit Agena - geschlossen.
Der Barkstore mit seiner hervorragenden Auswahl an Bekleidung - geschlossen.
He Tant, wie wir es kennen - geschlossen.
Der gelbe Pavillon neben dem Inselhotel - geschlossen.
Der Dorfkrug - geschlossen. Wird aber unter neuer Leitung weitergeführt.
Was kommt als nächstes?
Die Umstrukturierungen auf der Insel begannen schon weit vor der Umgestaltung des Sonnenhofes in ein Appartmenthaus. Noch heute pilgern viele Gäste dort hin.
Als nächstes großes Objekt auf der Insel liegt der Neubau des neuen Hotels an. Die Insel ist durch viele Baumaßnahmen im Umbruch. Das ist einerseits gut für die daran Beteiligten, heißt aber auch für langjährige Besucher der Insel Abschied zu nehmen von Vertrautem und Liebgewonnenem.
Aber die Welt wird sich weiterdrehen und Stillstand heißt Rückschritt. Alle müssen sich den Veränderungen stellen.
Ich wünsche allen Bewohnern von Langeoog, allen Gästen und Freunden der Insel, auch denen, die leider noch nie das Glück hatten, Langeoog besuchen zu dürfen oder können einen geruhsamen Jahreswechsel und ein schönes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2018.
Heinrich Schratt aus Bissendorf

Heinrich Schratt, Bissendorf, 27.12.2017


"SMARTCRAPPER"

Lieber Herr Brölsch,
im Jahre 765 wurde Wiebelskirchen -Stadtteil Neunkirchens- zum ersten Mal erwähnt. Dieser Ortsteil, wo einst Herr Erich Honecker geboren wurde, war mit einer (katholischen, weil vorreformatorischen) Kirche bestückt. Diese wurde im Laufe der Jahrhunderte zu klein, so dass man im Nachbarflecken eine neue Kirche baute und dem entstehenden und langsam wachsenden Ort den Namen NEUEKIRCHE gab, was im Laufe der nachfolgenden Zeit (nach der ihrer Ersterwähnung im Jahre 1281) und evt. bedingt durch den saarländischen Dialekt -Neinkeije- zu Neunkirchen wurde. Bleibt die Frage, wer von uns beiden der "Klugscheißer" ist. Versuchen wir es salomonisch, Sie zur einen Hälfte und ich zur anderen, einverstanden? Frohe Weihnachten und ein feines, kluges NEUES JAHR. Herzlich, Ihr André Noltus = Andrew McIsland
www.andrenoltus.de

\"Andrew McIsland\", \"newchurch\", 21.12.2017


Orthographie....

...und wenn Sie, lieber André Noltus, schon bei den Spitzfindigkeiten sind, warum übersetzen Sie dann nicht weiter Ihren Heimatort richtig mit "Ninechurches" ????

SCNR

PS: Ich mag Ihre beiden Schreibstile....

Reinhard Brölsch, Lemgo, 19.12.2017


"Mit dem zweiten schaut man manchmal auch daneben"

Mit dem rechten sah ich "PP",
mit dem linken "LL".
Ich habe mich, obwohl eher linkslastig, dieses Mal für rechts entschieden. In der Folgezeit bleibe ich
doch bei links. Nichts für ungut, Herr Opiolla, Sie schreiben trotzdem unterhaltend schön.

andré, neunkirchen, 15.12.2017


FAN

Ich habe einmal gesagt, nie mehr als einen Leserbrief pro 1/2 Jahr zu schreiben, aber wie können wir sonst unsere große Einstimmung mit dem Schreibstil des Herrn Oppiola kundtun? Schön!
André und Nora Noltus-Grawann

\"jaan\", newchurch, 12.12.2017


Sehnsucht

Wir haben Sehnsucht nach Salzluft, Scholle, Schellfisch, Sven, dem wir zu seiner Beförderung zum Bootsmann herzlich gratulieren, Seewind und Sand zwischen den Zähnen, kurzum nach Langeoog. Wir wünschen allen Insulanern, Langeoogern und Gästen
herrliche Wintertage, wunderschöne Weihnachten, einen feierlichen Übergang in das neue Jahr sowie die Erfüllung vieler Wünsche für diese 365 Tage der neuen Zeit -2018. "jan" un sien fru

\"jan\", newchurch, 7.12.2017


Hoffnung

Hallo Herr Wohmann,

Wir teilen sicherlich das gleiche Schicksal.
Sie könnten in der Lava verglühen und ich im
Meer ertrinken.
Wollen wir hoffen das dies beides nicht Eintritt !
Muss dazu sagen ich habe noch einen Vorteil,
kann mich auf ein Boot setzen !
Dass mit ihrer Verletzung tut mir leid.

Sicherlich ein Jäger auf Wildjagt.
Bei uns auf Langeoog ist die alljährliche Treibjagt
sicherer.

Es grüßt sie Holger Wissmann

Holger Wissmann, Langeoog, 24.11.2017


noch 60 Jahre

Hallo Holger Wissmann,
habe Ihren Rat befolgt und mein Haus in 70 m Höhe nahe der Eifel gebaut.Sie schwimmen auf Meereswogen während ich mit dem Arsch auf einem Vulkan sitze.
Übrigens kann es sein dass mir Ihr Grossvater 1968 auf der Jagd zwei Kugeln in den Leib geschossen hat?
-- Oberschenkel und Fuss links .

Harved Wöhrmann, Bad Breisig, 21.11.2017


Ein paar Fakten

In Deutschland haben Tüten nur einen geringen Anteil am insgesamt verbrauchten Plastik. Von insgesamt 9,65 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr werden 68 000 Tonnen zu Tüten verarbeitet.
Und tatsächlich dreht sich die ganze Debatte zumindest in Europa größtenteils um Symbolik. Gehe es um Umweltbelastungen durch Kunststoffartikel, dann sei der Beitrag von Plastiktüten "aufgrund der geringen Gesamtmenge verhältnismäßig unbedeutend", schreibt das Umweltbundesamt in einer Studie. Gerade einmal 0,7 Prozent beträgt der Anteil von Plastiktüten am gesamten deutschen Kunststoffverbrauch.
Und eine Öko-Gewissheit ist auch erschüttert: Der Jute- oder Baumwollbeutel, das Tasche gewordene gute Gewissen, hilft der Umwelt weniger, als von vielen gedacht. So viel Wasser und Energie verschlingt seine Herstellung, dass man ihn schon mehr als 130-mal benutzen muss, bis er in der Gesamtbilanz die Plastiktüte schlägt. Und die Papiertüte, die in Biosupermärkten meistens gleich neben der Stofftasche liegt? Auch nicht viel besser. Dreimal muss sie verwenden, wer gegenüber der Plastikvariante Energie und Rohstoffe sparen will. Der einzige Vorteil der Papiertüte: Gelangt sie in die Umwelt, entsteht kein großer Schaden.

Heinrich Schratt, Bissendorf, 20.11.2017


Kaffee to go

Liebe Frau Tobis.
Ihre Aktion ist auch recht lobenswert, wie alles, was einzelne Menschen auf dem Gebiet tun. Nur ist es so, dass die Industrie und viele Verbraucher keine Lust haben, Müll zu vermeiden. Dieses kann nur durch den Konsumenten erreicht werden. Bequemlichkeit, gestörtes soziales Verhalten, fehlende Zeit und ein negatives und gestörtes Verhältnis zur Umwelt bieten der Industrie eine Zielgruppe, die von ihr gnadenlos ausgenutzt wird.
Denken Sie doch noch einmal einige Jahre zurück. Da gab es die Kampagne "Ex und hopp". Damals wurde dem Kunden von der Industrie schon schmackhaft gemacht, Glasflaschen nicht mehr als Mehrweg zu behandeln, sondern einfach zu entsorgen. Heute wäre das so nicht mehr möglich.
Heute werden diese Kampagnen nicht mehr gestartet, weil es das "Saubermann-Image" der Industrie gefährdet.
Heute werden Nahrungsmittel im Plastikverpackungen, mit Plastikbesteck und in Plastiktrinkbechern angeboten, auch auf Langeoog. Oh, du herrliche bequeme Welt. Auch hier - ex und hopp. Nach Gebrauch ab ins nächste Gebüsch oder in den Container damit, bis es überquillt und sich in der Gegend verteilt.
Ich habe noch nie das Bedürfnis gehabt, unseren tollen amerikanischen Vorbildern nachzueifern und Essen und Trinken im Gehen zu praktizieren. Ich habe mein Lebtag noch keinen Grund gesehen, meinen Kaffee aus einem Becher im Gehen zu konsumieren oder mit Einwegbesteck vorgefertigtes "Essen" in mich reinzuschaufeln. Das ist der Untergang unserer Ess- und Trinkkultur, auf die wir eigentlich stolz sein können.
Selbst, wenn man den Becher, die Verpackung und das Essbesteck mit je 5 Euro Pfand belegen würde, in diesem Fall also 15 Euro, würde es sicherlich weniger umherliegenden Müll geben, aber es gibt immer noch Menschen, denen das als finanziele Schmerzgrenze nicht ausreicht und denen die induividuelle Bequemlichkeit über alles geht.

Heinrich Schratt, Bissendorf, 20.11.2017


Plastik

Ganz unten anfangen? Ganz oben anfangen. In Brüssel wird beschlossen, das z. B. jedes einzelne Bonbon mindestens in Papier gehüllt sein muss. In Brüssel wird beschlossen, das ein bestimmtes Teil eine bestimmte Größennorm haben muss, obwohl es wesentlich kleiner sein könnte. Und wer steckt dahinter? Die Industrie, die diktieren den Politikern, was gemacht werden muss, nicht umgekehrt. Der Endverbraucher hat doch überhaupt nicht mehr die Möglichkeit, viele Dinge ohne Plastikverpackung einzukaufen. Auch, wenn der Kunde die Plastikverpackung im Laden entsorgen kann, da ist das Problem ja nicht vorbei, sondern nur verlagert, da es nun nicht mehr in meiner Mülltüte, sondern in deren landet. Wer sich ein wenig mit Statistiken befasst, hat sicherlich schon mal gehört - gelesen - , das z. Zt. jährlich 7 Millionen - bis 9 Millionen Tonnen Plastik weltweit in den Meeren landen werden und es steigt stetig an. Ich glaube, wenn es bis ins Jahr 2100 so weiter geht, dann kann man auf dem Plastik mit dem Auto von Europa nach Amerika fahren, falls unsere wunderschöne Erde bis dahin nicht durch sämtliche Umweltprobleme, die der Mensch verursacht, den Supergau erlebt hat.

Gerhard Siebels, Langeoog, 20.11.2017


Plastik

Es ist unbestritten dass die Hebel zur Müllvermeidung weiter unten angesetzt werden müssen - aber es kann jeder Einzelne damit anfangen zu vermeiden was ohne große Probleme - und sogar ohne Mühe und Einschränkung des Komforts - machbar ist. Ich erinnere mich mich gut an die plastiktütenfreie Zeit auf Langeoog und war irritiert wie es sich so langsam wieder einschlich. Natürlich hat Kunststoff seine Vorteile und ist an manchen Stellen erste Wahl - aber halt nicht überall. Wenn ich bei meinen Spaziergängen am Strand Plastikmüll aufsammele und die Tüten dafür gleich dazu \'rumliegen bin ich mir durchaus bewußt dass ich damit die Welt nicht rette - aber ein ganz kleinen Teil dazu beitrage. Und viele kleine Teile können ein großes Stück ergeben.

Gudrun Tobies, Hannover, 18.11.2017


Vermüllte Strände

Moin, zwischenzeitlich habe ich mal nach Bildern recherchiert. Wenn man sich einen kleinen Überblick verschaffen will, muss man bei google "vermüllte Strände" eingeben.
Dann fällt einem nichts mehr ein. Nur noch Sprachlosigkeit, wie es soweit kommen konnte. Das ist nur der Müll, der an Land ist. Viel, viel mehr treibt um und unter Wasser. Quadratkilometer große Plastikabfallinseln. Und das sind nicht die Plastiktüten.

Heinrich Schratt, Bissendorf, 18.11.2017


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