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Forum für politische Diskussion auf Langeoog

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Meinungen zur Politik Langeoogs

fixierter Beitrag

Forum für politische Diskussion
von Klaus Kremer aus Langeoog (13.10.2023):

Moin,
wir wollen einen neuen Anlauf machen, ein Forum für politische Diskussionen zu schaffen, um diese von den klassischen Leserbriefen zu trennen. Natürlich erwarten wir auch hier einen fairen Umgang miteinander, sachliche Diskussionen und keine persönlichen Angriffe.
Der Bürgerdialog war zuletzt kaum genutzt worden, da viele die Registrierung und Anmeldung zum Lesen gescheut haben. So wurde es uns mitgeteilt.
Mit freundlichen Inselgrüßen
Klaus Kremer

Diskussionsbeiträge

sortiert nach Thema und Alter, jüngste Einsendungen zuerst

Archiv
Trassenquerung
letzter Eintrag von Heyo Heyen am 17.6.2026 / 1 Posts
Politisch integer
von Heyo Heyen aus Schortens Jever (17.6.2026):

Bürger sind integer wenn diese vorbehaltlos, umsichtig nur das Beste für die Insel Langeoog oder Anderen ostfriesischen Inseln vorstehen um das Geschick der Räte zu unterstützen. Hinzu gezogene
" Neue Insulaner ", verstehen die " Alt Eingessenen
auf den Inseln geborenen Insulanern nicht " -
Integer sind die Inselräte, solange diese mit menschlichem Ermessen agieren.
G E L D   R E G I E R T die Inseln nicht!

Strandhalle
letzter Eintrag von Oliver Vornberger am 7.5.2026 / 5 Posts
Zwangsversteigerung
von Oliver Vornberger aus Osnabrück (7.5.2026):

Offenbar sollte die Strandhalle zwangsversteigert werden:

//www.zvnow.de/zwangsversteigerungen/wohn-geschaftshaus-kavalierspad-5-26465-langeoog.a0efdbf0-2726-4dff-9bf5-4ce23463b903

Strandhalle
von Reinhard Brölsch aus Lemgo (6.5.2026):

Mein Kenntnisstand ist:
1. Es gibt einen Eigentümer (Privatperson)
2. Es gibt einen Besitzer (Pächter)
3. Es gibt keinen Betreiber. Der müsste vom Besitzer entweder eingestellt oder beauftragt werden.
Dies scheitert vermutlich an Personalproblemen und Finanzfragen (Höhe des Nutzungsentgelts bzw. der Vergütung)
Es dürfte auch nach 5 Jahren ungenutzten Verfalls schwierig werden, das Objekt wieder in Betrieb zu nehmen, da wird sich einiges an Unterhaltungsstau angesammelt haben....

Strandhalle
von Oliver Vornberger aus Osnabrück (5.5.2026):

Gibt es Gerüchte oder Theorien, warum die Strandhalle seit 5 Jahren nicht verpachtet ist?

Strandhalle geschlossen
von Harry Hinz aus Osnabrück (9.6.2025):

Nachdem bereits in den Jahren 2020 und 2021 aufgrund der COVID-19-Pandemie große Einbußen bei Personal und Umsatz den Betrieb erschwerten, ist das Restaurant seit der Saison 2022 vollständig geschlossen.[3]

Zukunft der Strandhalle
von Oliver Vornberger aus Osnabrück (14.5.2025):

Wir besuchen regelmäßig die Insel Langeoog. Seit einigen Jahren bleibt die Strandhalle ungenutzt. Wie kann das bei dieser exponierten Lage passieren? Könnte mich jemand aufklären, warum Besitzer und Pächter nicht zueinander finden?

Langeoog
letzter Eintrag von Mikoteit am 6.4.2025 / 4 Posts
Meine Meinung
von Mikoteit aus Langeoog (6.4.2025):


Moin miteinander, das die Bürger*innen Veränderung wünschen war schon deutlich als die Mehrheit bei der vorherigen Wahl sich für Frau Horn entschieden hatten.
Das hat jetzt nicht wirklich funktioniert. Warum hat es denn nicht funktioniert, auch weil es eine Opposition gab, oder? Unsere „Abhängigkeit“ von uns demokratisch gewählten Ratsdamen und Ratsherren und deren Entscheidungen war auch vorher schon nicht immer von der angeblichen Mehrheit gewollt. Und die erwähnte Opposition hat auch nicht mehrheitlich die Bevölkerung der Insel immer hinter sich. Was ich wirklich verblüffend empfinde ist die Aussage das der Faktenschek, doch auch nur von einer kleinen Anzahl von Mitbürgerinnen und Mitbürgern veröffentlicht wird. Wer überprüft das eigentlich? Es wird aber Gebetsmühlen artig behauptet es sein eine überwiegende Mehrheit. Aber selbst wenn, was ist mit den anders denkenden auf der Insel? Lasst uns doch jetzt erstmal abwarten bis unser neuer Bürgermeister sich einen Überblick über die aktuelle Lage verschaffen konnte. Und nicht in Populismus und Lobbyismus verfallen. Denn meiner Meinung nach ist das nichts anderes. Ich wünsche jedenfalls unserem neu gewählten Bürgermeister immer eine Hand breit Wasser unter seinem Kiel und das er seine Offenheit unabhängig der von Ihm unterstützenden Partei behält. Nichts desto trotz muss er mit dem Rat Entscheidungen treffen und ja, der Rat ist aufgefordert, die Gemeinde mit Ihren Eigenbetrieben im sicheren Fahrwasser zu halten. Das aber gilt für den gesamten Rat. Auch für die Opposition. Oder etwa nicht? Und jetzt wirklich zum Ende kommend, ich möchte nicht in den gleichen Topf geworfen werden, deren Partei hier auf unserer so weltoffen Insel bei der Bundestagswahl fast 10 Prozent der Stimmen bekommen hat. Sollte aber die Meinung vorherrscht wir wollen alle das Selbe, dann gute Nacht Langeoog.

3. Antwort auf Gerhard Siebels
von Jobst Gieselmann aus Münster (17.2.2025):

Herr Siebels erwähnt in seinem Schreiben vom 17.02.2025 nicht direkt ausgesprochen hier eine Beteiligung der Bürger nach §§ 62, 64 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG). Näheres regelt die Geschäftsordnung. Danach kann ermöglicht werden, daß Einwohner in öffentlichen Sitzungen Fragen stellen und zum Gegenstand der Beratung angehört werden. Mehr aber auch nicht.

Das Bürgerbegehren und der Bürgerentscheid nach §§ 32, 33 NKomVG, die an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind, bewegen sich jedoch auf einer ganz anderen Ebene. Nur hier haben die Einwohner ein echtes Entscheidungsrecht.

Wenn man sich zur Thematik äußert, muß man beide Verfahren schon strikt auseinanderhalten.

Antwort an Herrn Gieselmann vom 16. 02. 2025
von Gerhard Johannes Siebels aus Langeoog (17.2.2025):

Sehr geehrter Herr Gieselmann als Nachtrag zu meinem vorherigem Schreiben: Damit Sie sich nicht bemühen müssen, vom 21. 04. 2022 bis zum 20. 04. 2023 fanden insgesamt 13 "Sitzungen" statt, von denen 9 mit Bürgerbeteiligung waren.

Die Erhöhung des sog. Gästebeitrags
von Jobst Gieselmann aus Münster (1.12.2024):

"Was Du tust, das tue mit Überlegung und bedenke das Ende."

Dieses übersetzte lateinische Sprichwort sollte auch für die Erhöhung des wegelagerischen sog. Gästebeitrags für die Urlauber gelten.

Wenn dann noch die Fahrkarten für die Schiffahrt teurer werden, die Übernachtungspreise steigen, für die Restaurantverköstigung mehr zu zahlen ist, und einige Dienstleister und Verkäufer die Besucher ziemlich mäßig freundlich behandeln, fangen die Überlegungen an, ob Langeoog als Urlaubsort noch attraktiv erscheint.

Wir leben zum Glück in einer Marktwirtschaft, und die Gästezahlen gehen nach bestätigten Informationen bereits jetzt zurück. Diese Entwicklung kann sich durchaus noch beschleunigen, weil z. B. Dänemark als Urlaubsregion ohne einen sog. Gästebeitrag grüßen läßt.

Und somit bitte den Eingangsspruch nicht vergessen.

Bürgermeisterwahl
letzter Eintrag von Olaf Hube am 6.4.2025 / 1 Posts
Wähler wünschen eindeutig einen Kurswechsel
von Olaf Hube aus Langeoog (6.4.2025):

Die Bürgermeisterwahl auf Langeoog hat unmissverständlich gezeigt: Die Insulaner verlangen einen klaren politischen Kurswechsel. Die Wahl war ein überwältigendes Votum für Veränderung. Gleichzeitig ist eindeutig, dass die Menschen ein "Weiter so" vehement ablehnen.
Die amtierende Mehrheitsgruppe im Rat wurde drastisch abgestraft. Ihr Kandidat erhielt nur 9 % der Stimmen – das bedeutet, über 90 % der Wähler lehnen ihren Weg für Langeoog ab. Dieser Kandidat hat im Wahlkampf immer wieder hervorgehoben, was er mit seiner Gruppe bereits umgesetzt hat und was er noch vorhat. Doch die Wähler haben ihm und der Mehrheitsgruppe, für die er steht, eine unmissverständliche Absage erteilt.
Wie bereits in meinem Faktencheck vom 15.03.2024 auf faktencheck-langeoog dargelegt, vertritt die Mehrheitsgruppe keineswegs die Mehrheit der Insulaner, schon bei der Kommunalwahl 2021 haben nur rund 30 % der Wähler Mitglieder der jetzt aktuellen Mehrheitsgruppe gewählt – ihren Sitz im Rat verdanken mehrere Mitglieder den Stimmen der Meinungsführer der Listen, die nun in der Opposition sitzen. Die beiden Bürgermeisterkandidaten der Opposition haben über 90 % der Stimmen bekommen, ein eindrucksvolles Votum der Bürger für eine andere Politik.
Mit dieser Konstellation sollte jetzt Schluss sein! Die Zusammensetzung des Rates muss überdacht und endlich die Mehrheitsmeinung der Langeooger repräsentieren. Ein Festhalten an den bisherigen Verhältnissen widerspricht dem klaren Wählerwillen.
Die Opposition, die seit Jahren darum kämpft, dass ihre Anliegen ernst genommen werden wurde mit der Bürgermeisterwahl vom Bürger insgesamt gestärkt und damit das eindeutige Mandat für einen Kurswechsel gegeben. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr – es ist Zeit zu handeln!
Mit dem neuen Bürgermeister muss auch eine neue politische Zusammenarbeit im Rat beginnen. Die Stimme der Mehrheit der Bürger darf nicht länger ignoriert werden. Mehr Mitsprache, mehr Transparenz und eine Politik, die sich endlich an den Bedürfnissen der Insulaner orientiert – das ist jetzt unabdingbar.
Die Wähler haben eine klare Botschaft gesendet: Die alte Politik ist gescheitert – jetzt beginnt eine neue Zeit. Kein Zögern, kein Verzögern – es muss jetzt gehandelt werden!

Kurviertel / HDI
letzter Eintrag von Jobst Gieselmann am 16.2.2025 / 26 Posts
2. Antwort auf Gerhard Siebels
von Jobst Gieselmann aus Münster (16.2.2025):

Es ist im Entscheidungsergebnis nicht maßgeblich, welche Meinung Herr Siebels oder erst recht ich als Einzelpersonen zur Zukunft des Kurviertels mit dem KWC und dem HdI vertreten, sondern es kommt darauf an, was Mehrheitsauffassung in der Bürgerschaft ist.

Daher die wiederholte Erinnerung: Die direkteste demokratische Antwort ohne den hier nicht unbedingt repräsentativen Umweg über den Inselrat könnte ein durchgeführtes Bürgerbegehren mit anschließendem Bürgerentscheid geben, deren Details jeder leicht in §§ 32, 33 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) nachlesen kann.

Ratssitzung vom 11. 02. 2025
von Gerhard Johannes Siebels aus Langeoog (16.2.2025):

Sehr geehrter Herr Gieselmann, hier noch etwas zu Ihrer Information von der ganzen Geschichte nur zu den letzten ca. 3 Jahren: //scontent-fra5-1.xx.fbcdn.net/v/t39.30808-6/480139910_950560897198008_6756828034571560312_n.jpg?stp=dst-jpg_p526x296_tt6&_nc_cat=102&ccb=1-7&_nc_sid=833d8c&_nc_ohc=5X_K9yZys-MQ7kNvgFELWsX&_nc_oc=AdhR5aJhqxaoaDPkC6SwmpuLLb33HfbCK-aiH1a3jSIIE2lIcF93YB_HEjVj3Zufn6EA5usek3gUKo0WKHc8Bq4X&_nc_zt=23&_nc_ht=scontent-fra5-1.xx&_nc_gid=Ab79posbjPnIFfQuED48kcN&oh=00_AYA3ErpQTM4S5khKiZKS97yzO0cSWVcxGXoqp-oeoranIg&oe=67B789C2.
Wenn Sie die ganze finanzielle 50 jährige negative Geschichte des Kurviertels lesen möchten, bin ich Ihnen sehr gerne behilflich. In dieser, aber auch nicht in ähnlicher Form braucht Langeoog es nicht mehr. Und, wenn Sie z. B. die letzte Ratssitzung, weil Sie ja so gut informiert sind, verfolgt haben, da steht nicht mit einem Wort in dem Ratsbeschluss drin, das der "Neubau" HdI nicht in mindestens Mitspracherecht des TSL bleiben soll.

Antwort auf Gerhard Siebels
von Jobst Gieselmann aus Münster (16.2.2025):

Herr Siebels äußert, ich solle "doch einfach den Langeoogern ihre Entscheidungen überlassen". Genau das wird von mir durch den direkt-demokratischen Hinweis auf Bürgerbegehren und Bürgerentscheid in der Angelegenheit angeregt (§§ 32, 33 NKomVG).

Das heißt also, daß ich gerade das inhaltlich befürworte, wozu er mich belehren will.

Seine dabei noch verwendeten Formulierungen "Außenstehender", "fehlender Weitblick" und "nicht hinter den Ofen sehen können" sind dabei jedoch eine überhebliche Wortwahl und sachlich ohne Substanz.

Ratssitzung vom 11. 02. 2025
von Gerhard Johannes Siebels aus Langeoog (16.2.2025):

War ich im falschen Life Stream? Denn, nach den Kommentaren zu urteilen, ist es beschlossene Sache, das alles dem künftigen Investor überlassen wird. Dabei steht doch m. E. deutlich geschrieben, wie es nach den Vorstellungen der Ratsmehrheit gehandhabt werden sollte.
Der Beschluss enthält bisher keine Festlegung einer Quote oder eines bestimmten Flächenanteils für den Veranstaltungsbereich, um ein möglichst breites Spektrum an Gestaltungsideen für ein Unternehmenskonzept zu ermöglichen. Es war unserer Meinung nach vor der Beschlussfassung auch Konsens unter den Ratsmitgliedern, dass der Veranstaltungsbereich durch den Unternehmer des Beherbergungsbetriebes betrieben werden sollte. Die Kommune kann sich in Bezug auf ihre eigenen Bedarfe beteiligen, bzw. ihre Interessen müssen berücksichtigt werden.
Die Kommune bleibt Eigentümerin dieses eigenständig betreibbaren Bereiches, um Fehlentwicklungen vermeiden zu können und die Interessen der Inselbevölkerung in diesem Bereich sicherstellen zu können. Es erfolgt kein Verkauf dieses Anteils. Der Bereich des Hotel- bzw. Beherbergungsbetriebes wird verkauft, aber der erwerbende Unternehmer soll auch den Veranstaltungsbereich errichten und bewirtschaften, ihn auf der Höhe der Zeit halten und außerhalb der Nutzungszeiten des TSL und Gemeinde mit Leben füllen, anders als es bisher der Fall war und ist. Das ist ein Auszug aus dem Beschluss und so habe ich es auch gehört und verstanden. Und der TSL alleine ist nicht in der Lage, z. B. einen Veranstaltungsraum alleine das ganze Jahr über zu bespaßen. da er vom Gesetz her, solange ein Privatunternehmer (Gastronom) in der Lage ist, z. B. eine Tagung, auszuführen, es schon nicht machen darf, weil er sonst der Privatwirtschaft Konkurrenz macht und das ist nicht zulässig. Und Katja, wo steht da etwas davon, das der Betreiber ein Tagungshotel bauen muss? Ich lese da jedenfalls in dem Beschluss nichts von. Frau Baller hat es treffend gesagt, als dann zum Xten Mal die Aussage kam, das können die Langeooger alleine, es können auch Langeooger Investoren ein Angebot machen. Herr Gieselmann, ich habe es schon an anderer Stelle geschrieben, überlassen Sie doch einfach den Langeoogern ihre Entscheidungen, auch wenn Sie schon lange zur Insel kommen. Außenstehende haben nicht den Weitblick, da sie nicht hinter den Ofen sehen können, auch wenn sie von zu hause aus die Zeitungen lesen.
Gerhard Siebels

Zum Schicksal des Hauses der Insel (HdI)
von Jobst Gieselmann aus Münster (14.2.2025):

Eine Mehrheit im Inselrat hat sich für eine wohl ziemlich uneindeutige Teil-, Halb- oder Ganz-Veräußerung des mittlerweile traditionsreichen Hauses der Insel (HdI) entschieden. Es stellt sich die Frage, ob bei der Absicht der Abgabe neben dem Kur- und Wellness-Zentrum (KWC) auch dieses Tafelsilbers alle Folgewirkungen strategisch bedacht wurden. Dabei ist u.a. die institutionelle Abhängigkeit von einem neuen Investor etwa bei Saalnutzungen zu denken.

Der zustande gekommene Beschluß ist natürlich legal. Es ist jedoch zu bezweifeln, ob er auch legitim = anerkennungswürdig ist. Das liegt daran, daß diese Grundsatzentscheidung zur Trennung von einem solchen insulären Identifikationsobjekt sowohl im Gemeinderat als auch bei den Inselbewohnern als hochumstritten gewertet werden kann.

Eine Lösung der Misere könnte die Initiierung eines Bürgerbegehrens und anschließend Bürgerentscheids sein, wo alle Langeooger Bürger zu einer Sachentscheidung für ein Ja oder ein Nein zu diesem Vorhaben aufgerufen werden. Dafür ist auf §§ 32, 33 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) zu verweisen.

Hierzu kann oder muß man sagen: Nur Mut zu diesem Mittel der direkten Demokratie.

Niemand ist objektiv
von Klaus Kremer aus Langeoog (14.2.2025):

Ich engagiere mich als Bürger und habe großes Interesse daran, dass Langeoog seine touristische Handlungsfähigkeit behält und diese nicht an einen Investor abtritt. Dazu stehe ich, denn Langeoog kann das besser. Wir sollten selbstbewusster sein und nicht immer suggerieren, dass wir das eine oder andere nicht können. Mein Fokus liegt dabei auf einem touristischen Zentrum, das wir dringend weiter benötigen. Für die Finanzierung sind Wohnungen eine Idee, vielleicht gibt es andere. Der Kardinalfehler ist zur Zeit, dass wir gar nicht gemeinsam über Alternativen zum weitgehenden Verkauf reden, weil offenbar bei manchen ein übergeordnetes Interesse daran besteht. Ich finde, man sollte miteinander diskutieren und gerne streiten und dann gemeinsam bestimmen, was wir brauchen und wie wir es realisieren können. Dazu sind wir immer bereit gewesen, seit der Vorstellung unserer Idee hat es aber keine einzige Kontaktaufnahme geben.
In der Berichterstattung zu Sitzungen wahre ich nach bestem Gewissen meine professionelle Neutralität, andere Besucher von Ratssitzungen werden das bestätigen können. Dass ich Teil der vorgestellten Idee war, ist bekannt und wurde auch schon veröffentlicht.
Ich bin im Zusammenhang "Kurviertel", wie auch bei anderen Themen, ein engagierter Langeooger, der hier nicht direkte wirtschaftliche Interessen verfolgt. Der Diskussionsbeitrag der Mehrheitsgruppe enthält auch keine konkreten Hinweise auf falsche Darstellungen, sondern vermittelt ein subjektives Gefühl. Das ist legitim, niemand ist 100% objektiv, auch ich nicht.

Berichterstattung von Klaus Kremer zur Entwicklung Kurviertel Langeoog nicht objektiv
von Uwe Garrels aus Langeoog (14.2.2025):

Berichterstattung von Klaus Kremer zur Entwicklung Kurviertel Langeoog nicht objektiv

Aus der Erinnerung der Unterzeichner waren der Verlauf und die Entscheidungsfindung in der Ratssitzung am Dienstag, 11.02.2025 sehr anders als in der Langeoog News dargestellt. Der Beschluss zur Eröffnung des Teilnahmewettbewerbs ist mit klarer Mehrheit von 7 : 3 Stimmen gefasst worden. Dem Beschluss liegt eine lange Erarbeitungszeit durch die Kommune in Zusammenarbeit mit Project M unter Einbeziehung der Bevölkerung zugrunde. Die Ergebnisse werden in die Anforderungen an das Projekt einfließen. Die Sache der Veröffentlichung des Verfahrens war entscheidungsreif.

Der Beschluss enthält bisher keine Festlegung einer Quote oder eines bestimmten Flächenanteils für den Veranstaltungsbereich, um ein möglichst breites Spektrum an Gestaltungsideen für ein Unternehmenskonzept zu ermöglichen. Es war unserer Meinung nach vor der Beschlussfassung auch Konsens unter den Ratsmitgliedern, dass der Veranstaltungsbereich durch den Unternehmer des Beherbergungsbetriebes betrieben werden sollte. Die Kommune kann sich in Bezug auf ihre eigenen Bedarfe beteiligen, bzw. ihre Interessen müssen berücksichtigt werden.

Die Kommune bleibt Eigentümerin dieses eigenständig betreibbaren Bereiches, um Fehlentwicklungen vermeiden zu können und die Interessen der Inselbevölkerung in diesem Bereich sicherstellen zu können. Es erfolgt kein Verkauf dieses Anteils. Der Bereich des Hotel- bzw. Beherbergungsbetriebes wird verkauft, aber der erwerbende Unternehmer soll auch den Veranstaltungsbereich errichten und bewirtschaften, ihn auf der Höhe der Zeit halten und außerhalb der Nutzungszeiten des TSL und Gemeinde mit Leben füllen, anders als es bisher der Fall war und ist.

Es ist am Dienstag zusätzlich die Möglichkeit eröffnet worden mit einem entsprechenden Angebot auch eine Erbpachtlösung für den Teil des Bereiches altes KWC/altes HDI zu eröffnen, mit der die Gemeinde auch weiterhin Eigentümerin des nicht für Veranstaltungen genutzten Grundstücksteils bleiben könnte. Dieser Beschluss am letzten Dienstag hat der Kommune und kreativen Unternehmern zu beiderseitigem Nutzen viele Möglichkeiten für eine moderne Entwicklung dieses Teils des Kurviertels für Langeooger und ihre Gäste eröffnet. Der Beschluss hat nicht die Ergebnisse der Betriebsausschusssitzung gekippt, sondern aus unserer Sicht lediglich erweitert.

Klaus Kremer ist mit Olaf Hube und einigen anderen Unterstützer einer Lösung, die ein eigenes Haus der Insel für den TSL ohne direkten Zusammenhang mit einem Hotel/Beherbergungsbetrieb für richtig hält. Durch den Verkauf des alten KWC-Grundstücks an einen Investor, der dort, um einen möglichst hohen Verkaufserlös zu erzielen, möglichst teure Zweit-/Ferienwohnungen bauen und verkaufen soll, soll die Gemeinde die Finanzmittel generieren, mit denen ein neues oder ein neurenoviertes HDI durch die Gemeinde/TSL selbst errichtet und betrieben werden kann. Der Gemeinderat hat sich in seiner Mehrheit diesem Vorschlag allerdings nicht angeschlossen.
Insoweit bleibt die Frage, ob eine objektive Darstellung von anderen Lösungsansätzen unter diesen Umständen möglich ist.

Gerrit Agena
Uwe Garrels
Daniela Peters
Till Peters
Michael Recktenwald
Rüdiger Schmidt

Third time lucky?
von Katja Agena aus Langeoog (14.2.2025):

Third time lucky?

So, also sie machen es wieder, weil es zweimal schon nicht geklappt hat. Na ja, Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Der Bürgermeister, der das neue IBV ggfs gegen seine eigene Überzeugung umsetzen muß, ist noch nicht gewählt und der Rat, der das befürwortet ist vielleicht bis es zu einer Umsetzung dazu kommt nicht mehr im Amt. Aber die Bürger von Langeoog müssen es ausbaden, falls es tatsächlich zu einem Verkauf kommt. Ist ein bisschen wie der Brexit - die, die ihn in der Mehrheit wollten sind nicht die, die mit ihm noch lange leben müssen. Ja, ich weis, Äpfel und Birnen….

Die Bevölkerung von Langeoog hatte sich in den gescheiterten Verfahren für eine Teilung und nicht einen Totalverkauf ausgesprochen. Nun wird zum dritten Mal (Steuer)geld in ein Verfahren investiert, welches die Wünsche der (steuernzahlenden) Bevölkerung nicht berücksichtigt. Ja, die Insulaner haben die Nase voll …. Davon nicht gehört zu werden! Davon dass irgendwer, aus welchem Grund auch immer, unbedingt mit dem Kopf durch die Wand will. Aber so eine Wand hält noch ein bisschen was aus… : )

Was ich nicht verstehe ist, dass es doch Alternativvorschläge zum Verkauf gibt, die in keiner Form offen vorgestellt werden, und schon gar nicht diskutiert und geprüft zu werden scheinen. Nur wenn man alle Informationen hat, kann man eine fundierte Entscheidung treffen.

Es heißt es muss verkauft werden, wir können das nicht! Was ist das denn für ein Misstrauen in die eigenen Leute. Im Moment kommen viele junge Langeooger zurück auf die Insel, weil sie hier eine Chance auf ein gutes Leben für sich und ihre Familien sehen, und der „Ältestenrat“ befindet diese Jungen Menschen nicht befähigt die Zukunft IHRER Insel zu gestalten. Das wundert mich schon ein bisschen.

Man braucht Leute um "das Haus" zu bespielen – das stimmt, und ein Investor braucht die nicht???? Wo würde er/sie die Leute herbekommen. Klar, das ist dann nicht mehr unser Problem, nur ist es das ja doch, denn wir alle sind in der einen oder anderen Form vom Personalmangel betroffen, siehe die Schifffahrt, die Gemeinde, die Strandkörbe, die Straßenreinigung … die Gastronomen, die Vermieter,…. dann werden Leistungen gekürzt und plötzlich steht wieder ein wichtiges Haus auf Langeoog leer – siehe Strandhalle (dazu hatte ich meinen Meinung auf diesem Portal ja schonmal deutlich gemacht) Als Unternehmer investiert man wenn es nicht gut läuft, man verkauft nicht.

Tagungshotel, super für die Ärztetagungen zum Beispiel! – Genau, dort gibt es alles aus einer Hand, ist auf dem neuesten Stand etc. Genau, und die Langeooger Vermieter und Gastronomen haben ein gutes Geschäft an den Investor verloren, der möchte dass sich sein Investment natürlich auch lohnt und profitiert davon – Langeoog und die Langeooger nicht.

Warum drängt eigentlich die Zeit? Gerade jetzt, da die Situation sich durch den erfüllten Entschuldungsvertrag geändert hat sollte man doch vielleicht etwas besonnener an die Sache rangehen, die Vorzeichen haben sich geändert und Borkum zeigt, dass es möglich ist Dinge selbst zu machen, bzw. das notwendige Geld selbst zusammenzubekommen. Die Zeit drängt ist in meinen Augen ein bisschen wie „dafür haben wir kein Geld“ – ein Totschlagargument, das unbegründete Unsicherheit und falschen Aktionismus hervorruft.

Warum kann TSL und die Schifffahrt nicht von der Kommune wirtschaftlich geführt werden – heißt das, dass es sinnvoll wäre beides zu privatisieren? Hat bei der Deutschen Bahn ja auch hervorragend geklappt! Fragt mal bei den Wangeroogern wie toll das ist von der DB abhängig zu sein.

Ein Punkt noch zu dem Klimaschutzkonzept - gibt es in dem Booklet dafür evtl. auch Vorgaben für den Bau – für die Vorschläge? Ich würde in dem Zusammenhang gerne auf ein Interview der Langeooger Wissenschaftlerin Ribanna Dittrich PhD verweisen, in dem sie sehr klar formuliert wie das mit der Erderwärmung ist, wenn wir nicht in die Puschen kommen. Nein das kann man nicht wegreden, aber wenn wir NICHT investieren brauchen wir uns um unsere Zukunft auch keine Gedanken mehr zu machen – schon gar nicht um unsere Kinder und Enkel auf Langeoog… (linktr.ee/ribanna) eine deutsche Übersetzung ist in Arbeit und kann bei Interesse geschickt werden.

Wann ist der Start der ersten Runde der Ausschreibung? Wird das Booklet dann veröffentlicht?

Ich beziehe mich übrigens auf den gestrigen Artikel auf Langeoognews.

Fataler Fehler zum IBV ? Schnell Fakten schaffen - oder Willen der Insulaner abwarten?
von Olaf Hube aus Langeoog (26.1.2025):

Nicht jetzt: Ein weiteres Interessenbekundungsverfahren im Kurviertel – Muss das sein?
Wir sollten lieber die Zukunft Langeoogs selbst gestalten!

Kurz vor der wichtigen Bürgermeisterwahl soll noch schnell ein weiteres Interessenbekundungsverfahren (IBV) für das Kurviertel durchgeführt werden. Aus meiner Sicht ist das ein großer Fehler, der den Respekt vor der Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger vermissen lässt. Die Wahl bietet die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen politischen Ansätzen zu entscheiden – und das sollte berücksichtigt werden.

Das Kurviertel ist eines der wichtigsten Themen für den zukünftigen Bürgermeister und wird ihn voraussichtlich die gesamte Amtszeit über begleiten. Seit vielen Jahren ist es ein zentraler Streitpunkt in der Politik und bei uns Insulanern. Warum also nicht die Bürgermeisterwahl abwarten? Sie könnte bereits eine Richtung vorgeben und dem Rat dabei helfen, Entscheidungen im Sinne der Wähler zu treffen.

In den vergangenen Jahren wurden wir Langeooger in die Prozesse kaum einbezogen. Die versprochene „Info-Broschüre“ für Investoren ist bis heute nicht öffentlich. Ohne fundierte Informationen ist es schwer, Stellung zu beziehen. Transparenz sieht anders aus.

Ein IBV mag sinnvoll sein, wenn für ein Grundstück oder eine Immobilie keine eigenen Ideen vorhanden sind. Doch das Kurviertel ist das Herzstück unseres Tourismus. Hier sollten eigene, zur Insel passende Konzepte entwickelt werden, anstatt darauf zu hoffen, dass ein Investor unsere nicht klar formulierten Wünsche erfüllt.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Strategie nicht funktioniert. Zwei IBVs sind krachend gescheitert. Sie brachten unpassende Konzepte – riesige Hotelanlagen mit mehreren hundert Betten – die die einzigartige Struktur unserer Insel zerstört hätten. Die kleinen inhabergeführten Betriebe, die den Charme Langeoogs ausmachen und die Grundlage für die enge Bindung zu unseren Gästen bilden, würden darunter leiden. Ein weiteres IBV wird voraussichtlich wieder nicht die gewünschten Ergebnisse bringen, sondern nur Zeit und Geld verschwenden.

Statt auf Investoren zu setzen, sollten wir selbst aktiv werden. Das Kurviertel ist keine Last, sondern eine einmalige Chance, die touristische Zukunft eigenständig zu gestalten.

Ein konkreter Vorschlag wäre, das alte KWC zu verkaufen oder zu entwickeln, Fördermittel zu beantragen und auf dem HDI-Gelände ein modernes touristisches Zentrum zu schaffen. Beispiele wie Borkum, das über 30 Millionen Euro für touristische Projekte erhält, zeigen, was mit klaren Visionen möglich ist. Der Entschuldungsvertrag, der bisher häufig als Grund für den Verkauf des KWC und HDI herangezogen wurde, ist Geschichte. Das gibt uns die Freiheit, ohne externen Druck selbst zu entscheiden, wie wir unsere Insel weiterentwickeln wollen. Natürlich bleibt Handlungsbedarf, aber diesen „Druck“ müssen wir uns nur noch selbst machen.

Jetzt ist der Moment, dass Langeoog Eigeninitiative zeigt und Verantwortung übernimmt. Die nachfolgenden Generationen werden uns dankbar sein, wenn wir heute die Grundlage für eine selbstbestimmte und nachhaltige Zukunft legen.
Weitere Fakten zum HDI und zu dem IBV`s gibt es übrigens auf dem Faktencheck Langeoog
Olaf Hube

Totschlagargument "Kein Geld" darf kreatives Agieren nicht verhindern!
von Kajta Agena aus Langeoog (15.6.2024):

So, Montag ist der 2. Anlauf zur Bürgerinformation bezüglich des IBV für das HDI!! Ich kann leider nach der Terminverschiebung nicht dabei sein, möchte aber nochmal kurz etwas dazu loswerden.

In den Beiträgen der politischen Diskussion wird mitunter viel über mangelndes Geld gesprochen – nun, ich plaudere mal ein bisschen aus unserem Nähkästchen –

Wir haben tatsächlich vor einigen Jahren auch ein Haus (innerhalb der Familie) verkauft um die Finanzierung für das andere zu optimieren. Ein Totalverkauf wäre für uns nicht in Frage gekommen. Wir hatten ein Ziel vor Augen und haben einen Weg gesucht dieses Ziel zu erreichen... vielleicht muss man die Zielsetzung verändern um kreative Ansätze zu verfolgen. Nicht der Verkauf „um jeden Preis“ das „abwälzen von Verantwortung“, sollte das Ziel sein, sondern der „Erhalt, die Fortführung einer Institution in Eigenverantwortung“, wenn auch in abgeänderter, zeitgemäßer Form. Es gibt immer einen Weg!

Ich finde da gibt es Parallelen zum Verkauf des HDI, wenn man gedanklich noch das KWC dazu nimmt......, wobei ich die Wichtigkeit unseres Ladens nicht mit dem des HDI gleichstellen möchte ; ) – mir geht es um die Möglichkeiten die man hat, und die man nutzen kann um zukunftsorientiert zu agieren, anstatt endgültige, irreversible Entscheidungen zu treffen.

Mir fehlt einfach die Diskussion um Alternativen, von denen es einige gibt. Die ersten Ideen wurden weiterentwickelt und sollten doch zumindest geprüft oder auch öffentlich vorgestellt werden bevor diese, wie ich finde finale und schwerwiegende Entscheidung getroffen wird.

Der Rat und die Verwaltung sind von uns Bürgern gewählt um unsere Interessen zu vertreten und zur Zeit habe ich nicht das Gefühl, dass diese in Betracht gezogen werden. Das Totschlagargument „es ist kein Geld da“ ist katastrophal – und sicher nicht kreativ sondern fatalistisch gedacht – es gibt immer einen Lösung, wenn ich nur bereit bin nach rechts und links zu schauen und offen und bereit bin innovativ zu denken! Es scheint mehr Bedenketräger zu geben, als Lösungsorientierte Denker.

Die beiden letzten IBV haben nichts gebracht, vielleicht auch weil das Ergebnis nicht dem entsprach was man sich vielleicht gewünscht hat, aber wenn z.B. das Geld welches in die potentiell 3 IBV investiert wurde, in den Erhalt des HDI gesteckt worden wäre, wären wir vielleicht auch nicht so bereit es abzuschreiben. Und noch etwas, wir Langeooger können viel erreichen, wenn man uns nur lässt. Viele kleine Entscheidungen sind dabei uns mürbe zu machen, aber das dürfen wir nicht zulassen!!! Nicht für uns, nicht für die Insel und schon gar nicht für die nächste Generation!

Also, Aufgeben ist keine Option, seid Montag dabei und äußert eure, wie auch immer geartete Meinung, seid kritisch, konstruktiv, was auch immer, aber seid da!!!

Die Enteignung der Bewohner Langeoogs
von Jobst Gieselmann aus Münster (15.6.2024):

Am 17.06.2024 steht die Propagandaveranstaltung vom sog. Project M und Co. an, um das HDI und KWC (alt) mutmaßlich möglichst an Privatinvestoren zu veräußern.

Jeder Befürworter einer derartigen Maßnahme muß sich darüber im Klaren sein, daß es sich hier faktisch um eine Enteignung der Inselbewohner handelt. Es wird in Form des Veräußerungserlöses zwar natürlich eine Entschädigung gezahlt. Dabei handelt es sich jedoch um eine einmalige Leistung, die nicht wiederholbar ist. Ist das Eigentum einmal weg, bleibt es für immer weg.

Anschließend liegt die Verfügungsgewalt beim neuen Eigentümer, der gewinnorientiert handeln will und muß. Er kann sich vertraglich niemals auf sämtliche Regelungen einlassen, die zu Zeiten des Gemeindeeigentums an den Liegenschaften Standard gewesen sind. Die Verzwergung des kommunalen Einflusses ist damit nicht zu verhindern.

Darüber sollte sich jeder Apologet einer marktwirtschaftlichen Regelung bei der "Umschichtung" des Gemeindevermögens bewußt sein.

HDI Herr im eigenem Haus???
von Olaf Hube aus LANGEOOG (15.6.2024):

Private Ergänzungen zu den am Freitag verschickten Informationen zum IBV
Wer wird da am Ruder sitzen?
Bleibt der zentrale touristische und insulare Taktgeber - das HDI - in unserer Hand oder übernimmt es ein großer Investor
Super – bei dem Ziel sind wir uns alle einig – da hat Projekt M gute Arbeit geleistet – leider haben sie ihr zu Ende gearbeitetes Konzept nicht selbst vorgestellt – das ist sehr bedauerlich und schwer zu verstehen – möglicherweise gab es erkennbare Abweichungen zu den bis dahin vorgestellten Ergebnissen bzw. andere Schlussfolgerungen.
Ja, die Verwaltung hat schon viel Geld ausgegeben, um sowohl Konzepte wie auch Lösungen von externen Fachleuten entwickeln zu lassen. Insbesondere erinnere ich da an das bis heute nicht angefasste Konzept von Brune und Brune – ein Konzept, was hohe Anerkennung damals bekommen hat und sich in vielen Dingen bewahrheitet hat – wäre es damals umgesetzt worden….
Nicht das fehlende Konzept, sondern Misswirtschaft im TSL hat den Tourismusservice zuletzt wieder tief in die roten Zahlen getrieben. Es wurde eben nicht das erarbeitete Konzept umgesetzt – es wurde gewurstelt und grobe Fehler in der Steuerung begangen, die dazu führten, dass der TSL heute so schlecht dasteht. Das beste Beispiel ist aktuell der Neubau des KWC – wahnsinnig teuer geworden und immer noch nicht fertig – da kann das KWC nichts für, es sind die Menschen daran schuld, die falsche Entscheidungen getroffen haben, niemand anders.
Ja, wir warten auf das Konzept, das die Verwaltung seit Jahren erarbeiten soll – man hat sich geeinigt, das man auf das Ergebnis von Projekt M wartet und dann ein Konzept vorstellt – bis heute gibt es keinen Vorschlag, wir warten immer noch. Alternative Vorschläge, die schnell umsetzbar gewesen wären, wurden nicht akzeptiert und bis heute nicht in Erwägung gezogen – wieder einmal wartet man…
Es geht eben auch um eine Liegenschaft – das HDI ist ein zentrales, wenn nicht sogar das entscheidende Objekt rund um unseren Tourismus und den Insulanern – das setzt man nun erneut aufs Spiel, indem man es zum möglichen Verkauf anbietet – es wird erwogen, das gesamte Areal (KWC, HDI, Freiflächen) zu verkaufen. Das eine Nutzung im Sinne des TSL erfolgt, kann nicht klar geregelt werden, es werden Schlupflöcher bleiben und natürlich hat ein großer Investor andere Interessen als die Gemeinde Langeoog – die Steuerung des lebendigen Lebens mit Gästen und mit Insulanern sollte uns, dem TSL überlassen werden, nicht einem Investor. Und je größer der ist (und es muss ein großer sein), desto beherrschender wird er sein – wollen wir den Investor entscheiden lassen, was im Haus der Insel passiert, dass viel mehr sein muss, als nur ein Veranstaltungshaus.
Die Steuerung des HDI muss in Langeooger Hand bleiben und es muss zukünftig profitabler geführt werden. Zur Finanzierung trägt auch der „Kurbeitrag“ bei, denn der deckt auch eine Vielfalt ab, die nicht auf reinen Profit aus ist.
Aus meiner Sicht ist es eine grundsätzliche Überlegung, ob wir den Ausverkauf von Langeoog vorantreiben und immer mehr abgeben oder ob wir unser Schicksal und die Gestaltung des Tourismus versuchen in eigener Hand zu behalten – das HDI spielt da als großes Steuerungselement eine entscheidende Rolle – der touristische Schwerpunkt sollte rund um unser HDI sein und von uns bestimmt werden – wir sind Langeoog und wir sollten Herr in unserem Hause bleiben.
Langeoog ist dadurch stark geworden und geblieben, indem wir unseren Weg gehen und alles selber geregelt haben – wir haben immer eine Lösung für uns Langeooger gefunden.
Also lasst uns unser HDI behalten.

Wer soll das eigentlich bezahlen?
von Reinhard Brölsch aus Lemgo (3.6.2024):

Diese Diskussion dreht sich einmal mehr nur um die Grundsatzfrage: "HDI Ja oder Nein"
Unstreitig ist offensichtlich nur, dass das alte KWC (das hieß übrigens auch mal "Kurmittelhaus") überflüssig ist - und das sähe ich sogar ohne den verunglückten Neubau so.
Ich glaube aber nicht, dass ein zukünftiger Investor allein mit der Nutzung deses Standortes Angebote unterbreiten wird, die dem kommunalen Finnazibedarf entsprechen.
Allen, die hier die uneingeschränkte Weiterführung des HDI in seiner jetzigen Form fordern, sei auch einmal die Frage gestellt, ob sie bereit sind für die Kosten aufzukommen! Solange das nämlich eine öffentliche Einrichtung unter kommunaler Verwaltung bleibt, ist auch die Finanzierung eine öffentliche Aufgabe - und die werden im wesentlichen die Steuerzahler zu stemmen haben. Egal ob sie jetzt direkt Steuern an die Kommune abführen oder indirekt Gästebeiträg entrichten!
Aus meiner Sicht ist die Existenz eines zentralen Anlaufpunktes (inkl. eines Veranstaltungsraumes, der dann aber nicht gleich für 600 Gäste und die technische Möglichkeit, eine Wagner-Oper auf dei Bühne zu bringen, ausgelegt sein muss) sowohl für die touristische Nutzung als auch zur Wahrnehmung gesellschaftlicher Kontakte unbedingt notwendig!
Aber der muss nicht notwendigerweise in kommunaler Hand sein.
Die Alternative "angebunden an einen wie immer gearteten Wirtschaftskomplex" stellt sich ebensowenig - zu groß ist die Gefahr, dass die rein kommerzielle Nutzung alles andere ausschließt.
Ein Neubau muss aber nicht notwendigerweise von der Kommune und deren Haushalt gestemmt werden.
Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen Kommunen vor ähnlichen Problemen standen und stehen.
Und Lösungen gefunden haben: Praktisch jedes Dorf im Sauerland verfügt über eine großzügig angelegte Halle, die von den dort ansässigen Vereinen (Schützenvereinen, Sportvereinen...) sowohl erbaut wurden als auch betrieben wird.
Es gibt zahlreiche Beispiele, (speziell in den neuen Bundesländern), in denen kommunale Aufgaben (z. B. Schulneubatuen) eben nicht von der Kommune als Bauherr und Eigentümer erstellt wurden, sondern ein Leasing sowohl die Baufianzierung als auch (gegen entsprechende Pacht) die laufende Unterhaltung übernimmt.
Derartige kreative Ansätze fehlen mir in dieser Diskussion - dabei hatte ich gerade den findigen Inselbewohnern eigentlich mehr Phantasie zugetraut...
Schade!

Bürgerbegehren und Bürgerentscheid
von Jobst Gieselmann aus Münster (2.6.2024):

Auch als "nur" häufiger Besucher der Insel besteht bei mir ein Interesse am künftigen "Schicksal" des KWC und des HDI.
Es ist mir bewußt, daß die Mitglieder des Inselrates sich für die jetzt vorgeschlagene Thematik wegen einer möglichen Entscheidungsverlagerung direkt auf die Bürger nicht unbedingt begeistern können. Es geht hier um ein Bürgerbegehren und einen Bürgerentscheid nach §§ 32 und 33 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG). Es fällt auf, daß im Rahmen der strittigen und quälend langen Verkaufsdiskussion bezüglich der Liegenschaften diese Möglichkeit der direkten Demokratie bisher offensichtlich nicht thematisiert wurde.

Grundstücksverkäufe sind grundsätzlich als Inhalt eines Bürgerbegehrens zulässig (§ 32 II 1). Es müssen hier mindestens 10 Prozent der Einwohner unterzeichnet haben (§ 32 V), und es ist eine Begründung erforderlich (§ 32 III 2). Nach Feststellung der Zulässigkeit des Begehrens (§ 32 VIII) wird ein Bürgerentscheid durchgeführt (§ 33 I 1), und ein verbindlicher Entscheid steht einem Beschluß der Gemeindevertretung gleich (§ 33 VI 1).

Die Angelegenheit muß in absehbarer Zeit einer Entscheidung zugeführt werden. So oder so. Meine Überzeugung für den Gemeindeverbleib der Liegenschaften ist eindeutig. Bloß auf mich kommt es nicht an. Aber alle Abstimmungsberechtigten sind im Fall des Abstimmungsfalles hier zum Engagement aufgerufen.

HDI
von Petra Macorig aus Langeoog (1.6.2024):

Ich kann mich nur anschließen das HDI war schon immer seit ich 1978 auf die Insel kam,für Insulaner und Gäste ein Treffpunkt, Tanz in den Mai! etc.Kinderkarussel,es wurde richtig viel in Gemeinschaft auf die Beine gestellt! Man muss doch jetzt einfach mal zusammen halten! Überbelegt doch mal nur zusammen sind WIR Stark! Zusammen schaffen wir es,das HDI in Insulaner Hand zu behalten! In dem Sinne, lassen wir es angehen Petra und Pasqualino Macorig

HDI jetzt Gedanken äußern
von Hube, Olaf aus LANGEOOG (31.5.2024):

Liebe Insulaner
Es steht die Entscheidung an, wie es im Interessenbekundungsverfahren (IBV) mit dem Kurviertel und damit auch mit dem HdI weiter geht.
Ob HDI und/ oder KWC verkauft werden sollen, was dann dort entstehen soll und zu welchen Bedingungen. Also eben auch was mit dem HDI gesehen soll.
Wir alle brauchen eure Meinungen – egal ob dafür oder dagegen – bringt eure Argumente, erzählt sie, damit sich alle ein Bild davon machen können!
Schreibt sie als Leserbrief in die politische Diskussion von Langeoog News oder schickt sie mir, damit ich sie anonym in den Faktencheck stellen kann – ich sichere jedem 100% Verschwiegenheit zu – ich würde die Antworten sammeln und zusammenfassen.
Aber äußert euch!
Ich bin überzeugt davon, dass wir das HDI unbedingt behalten sollten – warum?
Das HDI könnte folgende Aufgaben übernehmen:
Kulturelles Zentrum
Insularer Treffpunkt
Großveranstaltungen
Leitbild des Tourismus prägen
Non-Profit Veranstaltungen
Touristisches Zentrum
Überdachter Marktplatz
Ausweichquartier/Notfalllösung
zentraler Informationspunkt
Zentrale des TSL
Das und weitere Aufgaben kann das HDI erfüllen – ich halte es für unabdingbar, das wir diese Aufgaben in unseren eigenen Händen haben und nicht durch Dritte, Fremde erfüllen lassen –
Das HDI kann man sehr erfolgreich führen – ein Verkauf würde uns nur Nachteile bringen, es gibt keinen nachhaltigen Grund das HDI zu verkaufen.
Das ist meine Meinung – wie ist eure? – ergänzt, bestätigt, widersprecht – lasst uns die Gedanken öffentlich austauschen – es geht um unser HDI, um unsere Insel um, unsere Zukunft.
Olaf Hube

Ich möchte ein gutes Ergebnis für Langeoog erreichen
von Uwe Garrels aus Langeoog (31.5.2024):



Moin Frau Kraus,
wo Sie Recht haben, sollen Sie auch Recht bekommen. Am 11.07.2023 hat der Gemeinderat, wie Sie geschrieben haben, mit 7:4 Stimmen beschlossen die vorbereitenden Arbeiten zur Einleitung eines Interessenbekundungsverfahrens auf den Weg zu bringen. Dieser Beschluss ist weiterhin gültig.

Die Diskussion um das Verfahren läuft aber seitdem weiter. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, aber die Bemühungen um eine Annäherung der Standpunkte gingen auch weiter, weil alle eine Lösung für diese beiden Liegenschaften im Rahmen der Gesamtentwicklung des Kurviertels brauchen und suchen.

In der von mir angesprochenen nichtöffentlichen Sitzung am 17.10.2023 ging es um die Detailabstimmung des Textes für das Ausschreibungsverfahren. Eine sehr konstruktive Sitzung aus der Sicht der meisten Beteiligten wie ich in Erinnerung habe. Der Text zum Verfahren („Booklet“ genannt) wurde intensiv diskutiert und dem Text wurde einmütig zugestimmt. Aus dieser einmütigen Zustimmung habe ich (möglichweise falsch) abgeleitet, dass es eine grundsätzliche Zustimmung aller Ratsmitglieder zu einem Verfahren zur Entwicklung der Liegenschaften Altes KWC und HDI gibt. Es gibt unterschiedliche Auffassungen über das wie und das ist ganz normal in der Politik.

Da besonders Sie für Transparenz in der Politik sind, wundert mich Ihr Einwand, ich hätte aus nichtöffentlicher Sitzung berichtet. Ich habe nur das Ergebnis der Diskussion berichtet, es gibt keine Einzeläußerungen, keine Namensnennungen. Auch dieses Ergebnis ist weiterhin gültig. Aber wie Sie selbst wissen, ist auch dies nur ein Teil einer Entwicklung, die inzwischen weitergegangen ist, denn das Verfahren selbst setzt bestimmte Normen, die dem Rat damals noch nicht bekannt waren und die zwingend zu berücksichtigen sind. Dafür ist ein Jurist Teil des Verfahrens.

Ich habe im Übrigen nichts anderes getan, als einen Diskussionsbeitrag zu leisten, der eine andere Sicht auf die Fragestellung gibt als in diesem Forum unter diesem Thema bisher geäußert. Das ist Teil demokratischer Auseinandersetzung. Dass auch meine Meinung interessengeleitet ist, ist richtig, aber jeder Beitrag von allen hier Schreibenden ist aus einem bestimmten Interesse geleitet. Politik muss die verschiedenen Interessen abwägen und dann entscheiden. Das ist das Leben (in der Politik).

Uwe Garrels

Was wollen Sie erreichen Herr Garrels?
von Bärbel Kraus, Gruppensprecherin der Gruppe JKSM aus Langeoog (31.5.2024):

Moin Herr Garrels, Insulaner, Ratsherr und Altbürgermeister der Inselgemeinde Langeoog!
Wir, die Ratsgruppe JKSM, sind irritiert, daß Sie offensichtlich interessensgeleitete Erinnerungen - die nicht der Wahrheit entsprechen - hier an dieser Stelle verbreiten.
Wenn Sie zu Anfang Ihres Posts 2x davon schreiben, dass ein einmütiger Beschluss des Gemeinderates vorliegt, ein Interessenbekundungsverfahren zur Entwicklung von KWC alt und HDI ( Haus der Insel ) einzuleiten, dann stimmt das ganz einfach nicht.
Für alle Interessierten ist dies im Bürgerinformationssystem der Inselgemeinde Langeoog unter "Sitzungstermine & Niederschriften" nachzulesen. In der Niederschrift über die 31. ordentliche öffentliche Sitzung des Rates vom 11. Juli 2023 findet man zu den Tagesordnungspunkten 13 und 14 zunächst die eingereichten Vorschläge unserer Gruppe und auch die Abstimmungen über die Beschlussvorschläge mit dem Ergebnis: Der Rat beschließt mit 7 Ja-Stimmen und 4 Nein-Stimmen usw......dieser Beschluss ist nach wie vor bis zum heutigen Tage gültig.
Die Ratssitzung vom 17.10.2023, auf die Sie sich beziehen war eine ordentliche n i c h t öffentliche Sitzung des Rates, und die Inhalte sind u.E. stets geheim zu halten.
Lieber Ratskollege und Altbürgermeister Garrels, eigentlich sollte Ihnen dies mehr als bekannt sein, umso mehr verwundert es uns, daß Sie öffentlich aus nicht öffentlichen Sitzungen berichten und dann auch noch - wie schon erwähnt - nur interessensgeleitet.
Sehr schade, daß Sie kurz vor der Bürgerinformationsveranstaltung am Montag, den 3.6.24 mit solchen Aussagen um die Ecke kommen.
Auf den übrigen Text geht unsere Gruppe an dieser Stelle nicht ein, dafür gibt es öffentliche Ausschuss- und Ratssitzungen, die auch noch gestreamt werden, sodaß jede/r Interessent:in sich umfangreich informieren kann.

Bärbel Kraus
Gruppensprecherin der Gruppe JKSM
für die Ratskollegen Janssen, Spies, Mühlinghaus und Kraus

Es geht um die Gesamtentwicklung des Kurviertels als touristisches Zentrum auf Langeoog
von Uwe Garrels aus Langeoog (30.5.2024):

Es geht um die Gesamtentwicklung des Kurviertels als touristisches Zentrum auf Langeoog

In ihren Schreiben haben Katja Agena und folgend Klaus Kremer und andere einen Verkauf des HDI im Rahmen des vom Gemeinderat am 17.10.2023 einmütig beschlossenen erneuten Interessenbekundungsverfahrens zur Entwicklung der Liegenschaften Altes KWC und Veranstaltungshaus (HDI) kritisiert und als gegen das Interesse von Langeoog gehend dargestellt.

In diesem vom Gemeinderat einmütig auf den Weg gebrachten Verfahren geht es zwar um diese beiden Liegenschaften, aber es geht hier auch um die touristische Entwicklung des Kurviertels insgesamt. Da sind zusätzlich die Bereiche Spöölstuv, Erlebnisbad, Tennishalle und Tischtennishalle, alle mit großem finanziellen Investitionsbedarf.
Der Veranstaltungsbereich des jetzigen alten HDI spielt für den Teilbereich „Verbinden und (Er)leben“ eine wichtige Rolle, ist aber nicht der alleinige Spielort auf Langeoog dafür. Das Thema „Verbinden und (Er)leben“ findet an vielen Orten über die gesamte Insel verteilt statt. Im HDI findet insgesamt nicht die größte Menge der Begegnungen zwischen Gästen und Einheimischen statt.
Langeoog ist ein Ort zum draußen sein. Keiner unserer Gäste wird sich für Langeoog als Urlaubsort entscheiden, weil es ein Haus der Insel gibt. Sie entscheiden sich für einen wunderbaren Ort im Wattenmeer und besuchen das Veranstaltungshaus wegen eines für sie spannenden und interessanten Angebots, das wir sicher brauchen, aber sie treffen ihre Urlaubsentscheidung nicht, weil es dieses Haus gibt. Auch die Langeooger verbringen keinen wesentlichen Teil ihres Lebens im Haus der Insel, es sei denn sie sind dort beschäftigt. Das Haus der Insel ist ein Begegnungsort unter vielen auf Langeoog.

Dennoch ist diese Liegenschaft von großer Bedeutung, weil sich dort zentrale Veranstaltungsräume befinden. Das Gebäude ist seit langem insgesamt in einem sehr schlechten Zustand. Der kann heute nur noch mit enormem finanziellem Aufwand hergerichtet werden. In seiner Grundstruktur entspricht das Haus der Insel nicht mehr den Anforderungen an moderne, flexible Räumlichkeiten und Dienstleistungsangebote. Hier wurde seit vielen Jahren immer nur das Notwendigste veranlasst, weil die kommunalen touristischen Einrichtungen insgesamt und allesamt (!) Zuschussbetriebe sind. Das trifft auch auf das alte KWC zu, das heute viel zu groß ist und aufgrund seiner speziellen Baugenehmigung als Therapiegebäude nicht einfach mal für etwas anderes verwendet werden kann.

Die Gemeinde ist seit dem Bau des HDI dort Eigentümerin. Sie bzw. ihr Eigenbetrieb Tourismus-Service war nie in der Lage, dieses Haus nach der durch Zuschüsse geförderten Errichtungsinvestition richtig zu reinvestieren und auf einen aktuellen Stand zu bringen, auch wenn Klaus Kremer dies als gut möglich bezeichnet. Die Gesamtkosten der touristischen Infrastruktur im Kurviertel sind das Problem, der enorme Investitionsbedarf insgesamt von mehreren 10 Millionen Euro mit vielen Einzelbaustellen, die sich aufgetürmt haben, weil der laufende Betrieb insgesamt nicht finanziert werden konnte. Das war kein Problem eines einzelnen Rates, eines einzelnen Bürgermeisters, sondern einer Entwicklung, die insgesamt zu blauäugig mit Investitionen umgegangen ist. Das ist hier kein Vorwurf an frühere Verantwortungsträger, es ist einfach eine seit langem bestehende Tatsache. Nur deshalb gibt es einen dritten Versuch hier eine dauerhaft tragfähige Lösung zu finden. 17 Millionen Euro hat die Gemeinde in vergangenen Jahrzehnten als Verlustausgleich in den Tourismusbetrieb stecken müssen. Diese Situation ist nicht bewusst hervorgerufen worden, sondern liegt an zu hohen dauerhaften Betriebskosten für zu große Gebäude für die Inselkommune. Dadurch hat sie ihre eigene Gebäudesubstanz nicht erhalten können und ist selbst in Schieflage gekommen. Das ist keine Kleinigkeit und bedroht die Eigenständigkeit Langeoogs als Inselkommune. Dieser Verantwortung müssen sich Verwaltung und Gemeinderat heute stellen. Die Gemeinde und damit die Bürger mussten und müssen die Verluste ihres Kurbetriebes ausgleichen, wenn er seine Kosten nicht selbst erwirtschaftet.

Das Haus der Insel und die Besitzfrage sind ein kleines Ding dagegen. Das gesamte touristische Paket der Kommune Langeoog muss wieder auf die Gleise gestellt und ins Rollen gebracht werden. Daher ist die Aktualisierung der touristischen Standortbestimmung beauftragt worden. Projekt M hat das Verfahren im Auftrag der Kommune geführt und mit Rat und Verwaltung und den interessierten Langeoogern die touristischen Bedarfe der Langeooger ermittelt. Der Rat hat darüber befunden, die Ergebnisse sind allen vorgestellt worden. Daraus ist dieses erneute Interessenbekundungsverfahren entstanden.

Es befindet sich in der Anfangsphase und es ist sehr wichtig hier zu erkunden, ob sich ein oder mehrere Unternehmer finden, die zu den vom Rat formulierten Anforderungen aus der touristischen Standortbestimmung heraus kreative Ideen entwickeln und wirtschaftliche Angebote erarbeiten. Die Liegenschaften KWC und HDI bereits jetzt wieder zu teilen in einen Teil, den die Gemeinde doch behalten will, obwohl sie es fünfzig Jahre lang nicht geschafft hat, das Gebäude wirtschaftlich zu betreiben, wäre ein großer Bremsklotz für das Verfahren.

Der Rat will das Verfahren bewusst ergebnisoffen gestalten, damit es gute, unternehmerisch erfolgversprechende Ideen geben kann und Langeoog den Neuanfang an diesem aus meiner persönlich Sicht heute äußerlich hässlichsten Ort im Ortszentrum schaffen kann.

In vielen Argumenten kommt zum Ausdruck, dass auch nichtprofitable Veranstaltungen möglich sein sollen, dass es nicht nur ums Geld geht, sondern um Kommunikation, das gesponserte Veranstaltungen stattfinden sollen. Dem kann ich nur zustimmen. Aber das ist kein Argument dafür, das ein heruntergekommenes Gebäude, dessen tatsächliche Kosten nicht erwirtschaftet werden, weiterbetrieben werden muss.

Noch einmal: Nur ein gutes Veranstaltungsgebäude mit den gleichzeitig am Ort angebotenen begleitenden Dienstleistungen wird die Anforderungen an Sicherheit, Qualität, an moderne Dienstleistungen auf der Höhe der Zeit erfüllen können. Der Tourismus-Service kann sich seine Bedarfe in einer gemeinsamen Betreibergesellschaft oder auf viele andere Weise sichern. Grundbuchliche Sicherungen für die Gemeinde bleiben auch bei allen eventuell möglichen Betreiberwechseln bestehen. Die Neuerrichtung wird im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes errichtet, der nur die genau beschriebene Nutzung der Liegenschaft zulässt.

Das Veranstaltungen die Kosten der Veranstaltung erwirtschaften müssen, ist ökonomisch richtig und wichtig, weil sonst Verfall die Folge ist. Wenn Unternehmen Veranstaltungen grundsätzlich unter den tatsächlichen Kosten anbieten, sterben sie. Das kann doch nicht die ernsthafte Forderung sein. Wenn die Gemeinde oder der Tourismus-Service Veranstaltungen subventioniert für den Veranstalter anbieten will, steht ihm das immer frei. Die Kosten trägt dann der Gast bzw. der Bürger. Immer, auch wenn die Gemeinde Eigentümer wäre, müsste der Steuerzahler oder der Gast diese Leistung bezahlen oder das Gebäude verfiele erneut…

Aber die Investitionskosten, die im Übrigen nur in den gästebeitragswirksamen Teilen an den Gast weitergegeben werden dürfen, müsste die Kommune sofort aufbringen, wenn sie Eigentümer der Veranstaltungsräume bleibt. Der Tourismus-Service kann die erforderliche Investition deshalb nicht leisten, weil noch viele andere Investitionen im Kurviertel erforderlich sind, im Bad, im alten Tenniscenter, das auch Raum für Veranstaltungen bieten wird, im Spöölhus, dass zukünftig die Ausstellungen Lego und Museum aufnehmen soll und auch Raum für Veranstaltungen bietet. Die Kommunalaufsicht verlangt eine realistische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung dieser Investitionen, sonst werden sie nicht genehmigt. Das ist zwingend zu beachten und das ist auch richtig.

Kleinere Veranstaltungen finden an vielen Orten auf Langeoog statt und bieten kreativen und Anfängern auch außerhalb der „großen Arena“ die Chance auf sich aufmerksam zu machen. Gemeinde und Tourismus-Service können und sollen solche Veranstaltungen subventionieren, soweit das für Kommune und Tourismus gut ist, aber ein Künstler muss kreative Wege finden, sich unter den Bedingungen der Zeit seinen Weg zu suchen, denn auch er strebt an von seiner Arbeit zu leben, sie gewinnbringend zu betreiben. Brotlose Kunst ist keine Kunst.

Die Angst vor einem Neuanfang ist das größte Hemmnis für Veränderungen, die man nur gestalten kann, wenn man die Angst überwindet und gute Drehbücher schreibt. Für das Verfahren für ein neues Veranstaltungshaus ist wichtig, dass es so offen und klar gestaltet wird wie möglich.

Das Eigentum des Saales ist nicht wichtig, eine überzeugende und gut funktionierende Gesamtidee für diesen Bereich im Kurviertel zum „Verbinden und (er)leben“ für Einheimische und Gäste ist wichtig.

Uwe Garrels, Insulaner

HDI
von Zimmermann aus Langeoog (28.5.2024):

HDI

Familie Schreiber hat es uns doch mit ihrem Nei Bauhoff vorgemacht . Sie haben ein schönes Veranstaltungshaus gebaut . Warum kann man nicht ein Areal bei der Tennishalle machen, wo damals das Trampolin stand. Dort könnte man zwei solcher Gebäude bauen . Einmal für Veranstaltungen und eins für Ausstellungen usw. Wahrscheinlich ist das günstiger als das HDI wieder in Schuss zu bekommen. Und was ich verwunderlich finde, wir reden immer nur vom HDI aber was ist mit der Tennishalle oder der Tischtennishalle . Beides eine Katastrophe , aber es dreht sich immer nur alles ums HDI. Wenn man alles dorthin konzentrieren könnte und dann auch noch in schön , wären wir doch für unsere Gäste und uns ein Stückchen weiter. Warum immer ewig gestrig bleiben ? Wir sollten mal etwas neu machen und nicht seit Jahrzehnten Flickwerk betreiben.

HdI behalten, aber ...
von Mayk Opiolla aus Langeoog (28.5.2024):

Auch ich bin der Meinung, dass das HdI in der Hand der Insel bleiben muss. Natürlich verspräche es kurzfristig Erleichterungen in finanzieller und personeller Hinsicht, das HdI zu verkaufen und fortan nicht mehr selbst bespielen zu müssen, m.E. muss man hier aber längerfristig und vorausschauend denken und auch nicht-monetäre Aspekte in Erwägung ziehen. Externe Investoren werden zwangsläufig künftige Veranstaltungen danach auswählen (müssen), wie gewinnbringend sie voraussichtlich sein werden. Es wird also beispielsweise keine Chance mehr für lokale Nachwuchskünstler:innen geben, auf der HdI-Bühne erste Schritte in die Öffentlichkeit zu wagen, ebensowenig würde es für gemeinnützige Veranstaltungen Platz geben oder für jedwede Form von Veranstaltung, die "nur" auf einen sozialen oder Bildungs-Mehrwert ausgelegt ist, nicht aber auf Profit. Natürlich würden externe Investor:innen eventuell über die Mittel und Möglichkeiten verfügen, dafür mehr "große Namen" auf die Insel zu holen und hätten möglicherweise auch mehr Ressourcen, um alles professionell zu managen, aber kann Langeoog nicht schon mit genügend anderen Highlights punkten? Langeoog muss nicht zwingend auch noch "Event-Insel" werden. Neuen Talenten von der Insel (oder aus der Region) Auftrittsmöglichkeiten zu schaffen, einen Platz zu haben, um das insulare Miteinander zu fördern und auch Veranstaltungen mit wenig oder keinem Eintritt für finanziell schwächere Menschen zu bieten — all das sollte man nicht leichtfertig aufgeben. Fakt ist allerdings auch, dass das HdI kein architektonisches Highlight (mehr) ist und dass zumindest im Inneren investiert werden muss, um das Gebäude optisch halbwegs auf die Höhe der Zeit zu bringen. Dies wäre m.E. allerdings eine äußerst sinnvolle Investition in die kulturelle und soziale Vielfalt der Insel.


von Ulrike Bieneck aus 26465 Langeoog (28.5.2024):

Den Argumenten meiner Vorredner kann ich nur zustimmen.
Ergänzen möchte ich noch, dass das HDI als Dorfgemeinschaftshaus gebaut wurde. Später wurde es in Haus der Insel umbenannt, um Insulanern und Gästen gleichermaßen einen Platz zu geben, sich zu treffen und auszutauschen, z.B. bei Auftritten des Shantychors, Katja Agena, der Likedeeler, sowie Veranstaltungen wie Adventsmarkt, Insulaner unner sück und vieles mehr.
Ein Großinvestor hat völlig andere Interessen, er handelt ausschließlich gewinnorientiert.
Wichtig ist jetzt, dass wir unsere Meinung deutlich sagen. Nichts zu sagen spielt fremden Investoren in die Hände.

HdI
von Elke Kremer aus Langeoog (27.5.2024):

Ich schließe mich meinen Vorschreibern an und bin auch gegen den Verkauf des Hdis. Wir brauchen ein Veranstaltungshaus in eigener Regie. Wenn wir es aus der Hand geben, werden viele Veranstaltungen oder Konzerte oder Begegnungen nicht mehr möglich sein. Wir haben auch eine Verantwortung, an unsere nachfolgenden Generationen zu denken.

HDI - Zu den Beiträgen von Katja Agena und Klaus Kremer
von Sabine Klette aus Langeoog (26.5.2024):

Mit dem Verkauf des HDIs würden wir wieder ein Stück eigene Entscheidungsfreiheit und Handlungsspielraum aus der Hand geben. Natürlich ist es einfach, ein in die Jahre gekommenes Objekt an andere abzugeben. Man bekommt ein paar Euro, man muss nicht mehr investieren, und man muss nicht mehr selbst entscheiden – simpel gedacht, scheint das ja eine einfache Lösung darzustellen. Aber Halt! Gegenargumente und mögliche Lösungsschritte wurden von Herrn Dr. Kremer bereits ausführlich genannt. Die brauche ich hier nicht wiederholen, schließe mich aber seiner Meinung ausdrücklich an.

Dass “die Anderen“ ihr Geld nicht gemeinnützig einsetzen, weil sie die Insel so gerne haben, sondern in der Verantwortung zu ihren (Mit-) Investoren und für ihr eigenes Konto gewinnorientiert denken und handeln, ist doch selbstverständlich. Und selbst wenn es anders wäre: Wenn man den einen finden würde, der doch komplett uneigennützig handelt: Was kommt nach ihm? Noch so ein „Lottogewinn“?

Alle Küstenorte rüsten auf: Carolinensiel, Neuharlingersiel, Greetsiel, … Alle investieren in die Zukunft und in den Tourismus. Auf Langeoog hat man das Gefühl, es wird alles zurückgebaut. Wenn jetzt auch noch das HDI verschwindet oder in fremde Hand gegeben wird, lassen sich viele Veranstaltungen nicht mehr finanzieren. Glauben wir Insulaner denn, dass wir unsere teuer erworbenen Räumlichkeiten, für ihre Finanzierung zu ortsüblichen Preisen vermieten können, ein Fremdinvestor dieses aber nicht macht?

Vergleichen wir Preise für Ferienwohnungen am Festland mit denen auf Langeoog, die aufgrund der höheren Grunderwerbs- und Baukosten höher sind. Im Vergleich mit den Mietpreisen für Veranstaltungsräume am Festland können wir dann erahnen, was für Mieten im HDI anstehen werden. Ist das dann wirklich noch finanzierbar für unsere Langeooger Kulturveranstaltungen? Beliebte Langeooger Kleinveranstaltungen können das nicht.

Langeooger haben viele ehrenamtliche Aufgaben übernommen, auch um so ihren Beitrag zum Inselleben und für den Tourismus beizusteuern. Auch das „Bettengeld“ wurde von den Langeoogern akzeptiert.

Die Struktur auf Langeoog ist über viele Jahre langsam gewachsen – in allen Bereichen. Wir müssen jetzt verhindern, dass man an Stellen kappt, die einen wirtschaftlichen Rückgang auch auf anderen Ebenen mit sich ziehen.

Warum ein Verkauf des HDI keine gute Idee wäre...
von Klaus Kremer aus Langeoog (26.5.2024):

Erneut soll jetzt ein Interessenbekundungsverfahren (IBV) gestartet werden zur Zukunft des Kurviertels. Zwei sind bereits gescheitert, da die geplanten Vorhaben nicht verträglich mit Langeoog waren und ein Verkauf eines eigenen touristischen Zentrums mit Saal nicht akzeptiert wurde. Daher stimme ich Katja voll und ganz zu und habe mal weitere Argumente zusammengetragen.

Das neue IBV sollte den Gründen für das Scheitern der bisherigen Rechnung tragen, damit nicht am Ende das Ergebnis ähnlich und ein weiteres Scheitern vorprogrammiert ist. Die Bürger:innen und Bürger sollten daher bei der Veranstaltung am 3. Juni Stellung beziehen.

Wir sind der Meinung, ein Verkauf des alten KWC ist sinnvoll, aber ein Verkauf des Haus der Insel keine gute Idee. Dafür gibt es sehr viele gute Gründe und wir schon seit einem Jahr liegt ein Vorschlag vor, wie es ohne Verkauf des HdI gehen kann (s. Konzept für KWC und HDI):

  • Tourismus
    • Langeoog braucht einen eigenen Saal, um den Tourismus richtungsweisend zu gestalten und Veranstaltungen für alle Interessengruppen bieten zu können. Langeoog braucht einen Ort, wo das "WIR" stattfinden kann.
    • Langeoog braucht einen eigenen Saal, um auch Veranstaltungen ohne oder mit geringen Einnahmen bieten zu können, die wichtig sind für das touristische Gesamtbild:
      Beispiele: Seenotretter, Willkommen, Kinderangebote, Benefizkonzerte
      Will man dafür den Saal immer teuer mieten? Wie lange wird man dann solche Veranstaltungen dann noch bieten können oder wollen? Ein Saalbetreiber mit rein wirtschaftlichen Interesse kann das nicht auf Dauer bieten.
    • Es kann doch nicht sein, dass wir eine der drei Säulen unseres Tourismus in die Verantwortung eines Investors geben.
      ProjectM hat "Miteinander und Unterhaltung" als wichtige Säule erkannt und einen touristischen Treffpunkt empfohlen. Der muss als Kern natürlich in der Hand des TSL bleiben.
      Es wäre blauäugig und fatal, das in die Hand eines Investors mit eigenen Interessen zu geben, von dem man nicht weiß, wie er tickt oder wie er in 5 oder 10 Jahren oder später tickt.
      Es gibt auf Langeoog schon große Hoteliers, die nicht integriert sind. Sie verfolgen eigene Interessen und das ist ganz normal.
      Ein großes Interesse an der Kombination Hotel und Saal für die Insel gab es dabei nie - Tagungshotels sind ein eigenes und schwieriges Geschäft. Auch deswegen kommen die Ärzte besonders gerne zu uns, weil es eben anders ist.
    • Ein Investor kann das besser!? - Das Argument könnte vielleicht stimmen, das ist aber nicht gesichert. Wenn er es nicht gut macht, ist die Einflussmöglichkeit gering. Es muss aber unser Anspruch sein, dass wir diese Kernkompetenz bedienen können. Wenn wir es nicht gut machen, können wir gegensteuern.
    • Die Nutzung durch Verträge zu sichern, wäre naiv. Was sind solche Verträgen wert nach dem dritten Inhaber und vieten Betrieberwechsel. Will man einzelne Veranstaltungen dann immer eingklagen? Der Besitzer findet Mittel und Wege seine Interessen durchzusetzen.
    • Was ist mit Schiffahrtsmuseum, LEGO, Lese-Lounge? Wo soll der touristischen Treffpunkt entstehen, wo soll die Langeooger Kultur stattfinden?
    • Wir wissen nicht, ob der Klimawandel (durch mehr Regenzeiten) oder neue Entwicklungen im Tourismus einen eigenen Sall in Zukunft noch wichtiger machen.
    • Die personelle Situation ist zur Zeit angespannt, sie darf aber nicht der Grund sein, jetzt endgültige Tatsachen zu schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
      Denn die personelle Situation wird sich mittelfristig auch wieder grundlegend ändern.
      Was ist, wenn der Rat in zwei Jahren eine ganz andere Richtung als die aktuelle als richtig erkennt, wenn viele aktuell bestimmende Akteure nicht mehr da sind. Was ist, wenn der Tourismus sich wandelt.
  • Finanzen
    Oft wird der Verkauf als wichtiges Element zur Erfüllung des Entschuldungsvertrages dargestellt. Das stimmt nicht. Es wird vom Landkreis nicht gefordert, das HDI zu verkaufen und mit dem alten KWC kann eine nicht benötigte Liegenschaft verkauft. werden. Auch zur Erzielung eines ausgeglichenen Haushalts trägt der Verkauf nicht bei.
    Angenommen, das Haus der Insel macht jährlich 200.000 Euro Defizit. Dann sind diese als touristishe Aufwendungen zu 95% durch den Gästebeitrag gedeckt.
    • Verkauf des HDI
      Die 200.000 Euro Defizit würden über die Gästebeitragskalkulation zu einer Senkung des Gästebeitrags um etwa 3% führen, der öff. Anteil würde von 380.000 auf 370.000 Euro sinken.
      Gleichzeitig würden zusätzliche Ausgaben zur Anmietung des Saales für touristische Veranstaltungen entstehen. Gästebeitrag und öff. Anteil würden dadurch leicht steigen.
      Der Wegfall des HDI- Defizits würde den Gästebeitrag um 3% mindern damit würde der öffentliche Anteil, den wir zwingend zahlen müssen um rund 10.000 fallen - wollen wir den großen Saal nutzen, würden die Mieten für einen Saal den Beitrag wieder erhöhen.
    • Investition ins eigene HDI
      Das Defizit würde durch energetische Sanierung sinken. Außerdem könnte ein attraktiveres HDI vom TSL besser bespielt werden.
      Die Investitionskosten gehen als Abschreibungen für touristische Aufwendungen in die Gästebeitragskalkulation ein. 95% der Investitionskosten werden vom Gast getragen.
    • Fördermittel
      Durch einen Verkauf des KWC stehen Mittel zur Verfügung, die als Grundlage zur Beantragung von Fördermitteln für die Sanierung dienen können.
    • Ohne Investitionen
      Ohne Investitionen sinkt in den nächsten Jahren der Gästebeitrag stetig, weil immer mehr Güter des TSL abgeschrieben sind und nicht mehr als touristische Aufwendungen dienen können. Dem TSL würden neben dem öff. Anteil weitere Liquidität entzogen.
    • Vergleich Karstadt
      Der Vergleich mag auf den ersten Blick hinken, aber der Niedergang von Karstadt begann mit dem "genialen Schachzug", die Kaufhaus-Gebäude an einen Investor zu verkaufen und dann darin das Geschäft weiter zu führen. Man war nicht mehr Herr im eignen Hause und komplett abhängig mit dem heute bekannten Ergebnis.
    • Erbpacht
      Erbpacht ist keine Lösung, während des Erbpachtvertrages hat die Insel keine Einflussmöglichkeit, nach Ablauf müsste sie das Investorengebäude ablösen und umbauen, wenn sie nicht verlängern will. Zudem wäre der finanzielle Erlös zu gering für die Auflösung des aktuellen Investitionsstaus.
  • Endgültigkeit
    Nach einem Verkauf gibt es kein zurück mehr, zukünftige Generationen müssen mit der Abhängigkeit und der stark eingeschränkten Handlungsfähigkeit auf Dauer leben. Macht der Investor seine Sache schlecht, könnte man lediglich ein eigenes touristisches Zentrum neu bauen und bespielen, dann aber im Wettbewerb mit einem Investor. Sofort einen eigenen Saal zu behalten, wäre ein Alleinstellungsmerkmal und eine Möglichkeit, diesen gemeinsam mit den Langeooger Betrieben zu betreiben.
    Bei allen größeren Veranstaltungen, wären wir nicht mehr Gastgeber - gerade die Insulaner betreffenden Veranstaltungen wären aus Kostengründen nicht mehr durchzuführen...

Fazit: Der Verkauf würde der Insel nur Nachteile bringen, ausgenommen einen Vorteil: Durch den Verkauf stünden Mittel zur Verfügung, über die weiterhin "Defizite" (öff. Anteil) ausgeglichen werden können.
Der TSL würde von der Substanz leben, die langsam abgebaut wird, neue Verkäufe sind später unumgänglich. Die bisher selbst gestaltete Attraktivität der Insel würde verloren gehen - wir wären nicht mehr Herr im eigenen Haus - andere bestimmen dann den Weg, den Langeoog gehen soll - nicht mehr wir!

Der Verkauf wäre also ein Schuss ins eigene Knie oder besser ins Knie der nachfolgenden Generation, der man die Gestaltungsmöglichkeiten im Tourismus deutlich schmälert.

Die Modernisierung in eigener Regie würde neue Impulse setzen und die Handlungsfähigkeit des TSL und damit die wirtschaftliche Grundlage aller Betriebe der Insel erhalten.

Das Tafelsilber jetzt zu verkaufen ist wie ein Strohfeuer, verschafft nur vorübergehend eine scheinbare Lösung, mittel- und langfristig sind die möglichen Folgen für alle Langeooger fatal.

Es ist noch nicht zu spät!
von Katja Agena aus Langeoog (24.5.2024):

Am 3. Juni werden im Rahmen einer Bürgerinformation im HDI die Konditionen für die Ausschreibung des 3. Interessenbekundungsverfahrens für Investoren bezüglich der Zukunft des HDI vorgestellt. Das ist die einzige und letzte Möglichkeit für Insulaner ihre Meinung vor dem Start einzubringen. Anders als bei den vorherigen IBV wurde diese hier nicht, wie angekündigt, im Vorfeld eingeholt. Am 6. Juni entscheidet wahrscheinlich schon der Rat.

Auch wenn aus mir auch das Musikerherz spricht, so ist es doch auch nur natürlich dass man eher reagiert bzw. agiert wenn man direkt betroffen ist. Viele Menschen auf Langeoog fühlen sich nicht direkt betroffen, und daraus resultiert ein verständliches Maß an Gleichgültigkeit. Bevor ich von der chronischen Krankheit Fibromyalgie betroffen war hat sie mich auch nicht interessiert, das hat sich nach der Diagnose schlagartig geändert. Ändert nur leider auch nichts mehr. Und genauso kann es passieren wenn es um unser HDI geht, erst wenn es nicht mehr in Langeooger Hand ist, werden wir alle merken was das bedeutet – aber dann ist es zu spät. Es wäre schön wenn wir es nicht so weit kommen ließen.

Project M hat im letzten Jahr in einem aufwendigen und auch kostspieligen Verfahren 3 Pfeiler für den Tourismus auf Langeoog ausgearbeitet. Bei der abschließenden Präsentation war Project M nicht zugegen. Die 3 Pfeiler sind:
1. Sport und Fitness
2. Natur und Nachhaltigkeit
3. Miteinander und Unterhaltung, d.h. Langeoog braucht einen Treffpunkt für Gäste und Insulaner
Kultur ist also auch ein Teil des erarbeiteten Konzepts, um unter anderem auch wettbewerbsfähig zu bleiben. Ich finde nicht, dass der logische Schluss ist, das HDI zu verkaufen....- oder?

Ich behaupte mal, dass bei einem Investor der Profit im Vordergrund steht, bzw. ob das Investitionsprojekt ins aktuelle Portfolio passt, was sich im Laufe der Zeit durchaus mal ändern kann.
In dem Zusammenhang finde ich, dass die Strandhalle ein wunderbares Beispiel ist – eine Location, die für Langeooger und Gäste einen großen Stellenwert hat und in der Lage (fast) einzigartig ist.
An dieser Stelle hat es Voranfragen für den Bau von Ferienwohnungen gegeben – aus der Sicht des Investors durchaus verständlich bei der Lage, aber ist das für Langeoog und auch für die Wahrnehmung von Langeoog bei unseren Gästen verträglich
Wäre sie in Langeooger Hand würde das sicher nicht passieren. Diese Gefahr sehe ich für das HDI auch.

Auf anderen Inseln gibt es vergleichbare Situationen und Wangerooge hat den Verkauf des Kursaals etc. erfolgreich durch ein Bürgerbegehren abgewendet. Aber soweit muss es auf Langeoog ja nicht kommen.

Es gibt immer Alternativen zum Verkauf (und da gibt es auch ziemlich konkrete Vorschläge, die leider noch nicht in Betracht gezogen - , geschweige denn zur Diskussion gestellt wurden) – verkaufen kann man nur einmal!!!! Dann ist es weg und es wird nie wieder möglich sein, diesen wichtigen Teil der Langeooger Gemeinschaft zurückzubekommen, das muss uns klar sein.
Kein Investor wird wahrscheinlich auf Dauer ein Schifffahrtsmuseum, eine Legoausstellung, einen Leseraum etc. in dieser Form zur Verfügung stellen! Von Konzerten, (Ärzte-) Tagungen, (Rats-) Sitzungen etc. mal ganz abgesehen.

... nur ein paar Gedanken : ) freue mich auf eure!!!

Katja Agena, Insulanerin

Gästezahlen
letzter Eintrag von Mikoteit am 15.1.2025 / 4 Posts
Meine Meinung zu“Wolkenkuckucksheim“ der IpL
von Mikoteit aus Langeoog (15.1.2025):

Moin miteinander,

ich freue mich sehr über die aktuelle Wortwahl der IpL und kann jetzt auch viel besser verstehen, was genau die IpL von Rat und Gemeinde fordert.
Was ich nicht verstehen kann, dass die Zahlen, auf die sich die IpL verlässt und mit der sie arbeitet, dann nicht auch veröffentlicht werden, bzw. ein Raum gefunden wird wo darüber diskutiert werden kann.
Ich bleibe dennoch zuversichtlich, dass das möglich ist.

Willkommen im Wolkenkuckucksheim
von Initiative pro Langeoog aus Langeoog (15.1.2025):

Wir, die Gewerbetreibenden von IPL, möchten einige kritische Punkte zur aktuellen Darstellung des Tourismus auf unserer Insel anmerken. Laut der kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung des Tourismus-Service Langeoog (TSL) scheint die Insel auf einem ungebrochenen Erfolgskurs zu sein. Doch unsere Realität vor Ort sieht leider anders aus.

Die Statistik mag einen positiven Trend im ersten Quartal 2024 zeigen, aber es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies auch mit den Osterferien zusammenfällt. Ein Vergleich zu anderen Quartalen zeigt hingegen rückläufige Zahlen bei den Übernachtungen und einen Rückgang bei den Tagesgästen.

Besonders besorgniserregend sind die schwindenden Angebote für unsere Gäste. Während die Pressemitteilung von einer qualitativ hochwertigen Aufwertung bestehender Events spricht, sehen wir vor Ort marode Sportstätten und ein reduziertes Angebot an Freizeitaktivitäten. Diese Entwicklung steht in starkem Kontrast zur rosigen Darstellung in den veröffentlichten Berichten.

Darüber hinaus gibt es berechtigte Zweifel an der Nachhaltigkeit der verkündeten positiven Entwicklung. Trotz steigender Tagesgäste bleiben die Umsätze und Zahlen der Übernachtungsgäste, auf die wir uns verlassen, zurück. Diese Diskrepanz ist nicht nur eine Herausforderung für uns Gewerbetreibende, sondern stellt auch die langfristige Attraktivität Langeoogs in Frage.

Zusätzlich haben wir mit Einschränkungen beim Erhalt von Fracht aufgrund des zusätzlichen Koffertransports bei der Frachtschifffahrt zu kämpfen. Zudem führten nicht unerhebliche Ausfälle im Personenschiffsverkehr zu weiteren Herausforderungen in diesem Jahr.

Es ist verwunderlich, dass durch die hervorragende Saison die Kosten seitens der Kommune erhöht wurden (Überfahrt, Fracht und Kurbeitrag). Hier hätte dann doch eine geringere Erhöhung stattfinden müssen. „Mal dem Gast und dem Insulaner was zurückgegeben“. Weiter sollte doch dann die Bilanz hervorragend ausfallen.

Eine Einladung seitens der Kommune hat bis heute noch nicht stattgefunden, was wir sehr bedauern. Es ist uns ein Anliegen, gemeinsam mit der Verwaltung Lösungen zu finden, die dazu beitragen, dass Langeoog auch in Zukunft eine gefragte und lebenswerte Urlaubsdestination bleibt. Dazu gehört aus unserer Sicht eine transparente Kommunikation und eine ehrliche Darstellung der tatsächlichen Herausforderungen und Probleme, die wir als Inselgemeinschaft angehen müssen.

Wir hoffen auf einen konstruktiven Dialog und setzen uns für ein nachhaltiges und realitätsnahes Tourismuskonzept ein.

Meine Meinung. Allen ein frohes neues Jahr
von Mikoteit aus Langeoog (1.1.2025):

Moin miteinander
und ich habe mich schon gewundert, dass es in den letzten Wochen und Monaten hier auf der Seite so ruhig und zurückhaltend geworden ist. Da wollte man wohl während der Feiertage, den Druck im Kessel ein wenig zurück fahren. Interessant hierbei ist, das immer wieder etwas in den Raum gestellt wird und behauptet wird, die genannten, vorliegenden Zahlen und Fakten aber zumindest hier oder im Faktencheck, dann nicht direkt auch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ich finde es sehr aufschlussreich, dass die Kolleginnen und Kollegen der einzelnen Betriebsteile immer wieder heran gezogen werden um in der Öffentlichkeit zu zeigen wie wichtig doch jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter ist. Da stellt sich für mich die Frage, sind wirklich alle damit gemeint, oder nur eine ausgewählte Gruppe, die teils populistisch nur das sagt was die jeweilige Gruppe, wie in einer Warteschleife, rauf und runter predigt? Zusammenhalt und Gemeinschaft sieht für mich anders aus. Hier werden knallharte Interessen, von einzelnen vertreten und nur Vordergründig die Gemeinschaft und das soziale Miteinander benannt. Ich wäre Dankbar, wenn im bevorstehenden Wahlkampf, zur neuen Bürgermeisterin, oder zum neuen Bürgermeister, die Gemeinschaft wirklich ihre Meinung vertreten darf und auch gefragt wird. Wenn die zukünftigen Kandidat*innen wirklich das Ziel verfolgen alle mit ins Bott zu holen, dann ist das eine Mammutherausforderung, die meines Wissens nach, noch keinem gelungen ist. Wenn nicht, wäre meiner Meinung nach, eine zurückhaltende und populistisch freie Kommunikation für alle Beteiligten angesagt.

IPL fordert Transparenz bei Gästezahlen und kritisiert Inselpolitik
von IPL aus Langeoog (31.12.2024):

Wir, die Interessengemeinschaft IPL hat nach der letzten Ratssitzung eine schriftliche Anfrage zu den Gästezahlen gestellt.
Trotz der Zusage einer detaillierten und nachvollziehbaren Statistik zu Beginn des Jahres, bleibt die Antwort der
Inselgemeinde unbefriedigend. IPL fordert eine transparente und ehrliche Aufarbeitung der Gästezahlen, um eine sachliche Diskussion
über die insularen Probleme zu ermöglichen.

In der Anfrage wird eine detaillierte Auswertung der Gästezahlen von 2023 gegenüber 2024 gefordert.
IPL hat verlässliche Zahlen ermittelt und fragt sich, wie die großen Differenzen zustande kommen.
Die Antwort der Inselgemeinde, dass die Auswertung erst Anfang des Jahres erfolgen kann und die Zahlen
aus dem System der LangeoogCard stammen, wird als unzureichend angesehen. Die Antwort der Gemeinde
wirft weitere Fragen auf, insbesondere warum der Zugang zu den Zahlen scheinbar bewusst verzögert wird.
Berichten zufolge haben einige Mitarbeiter keinen Zugriff auf die Informationen, was möglicherweise
auf Bedenken zurückzuführen ist, dass die wahren Zahlen den gemeldeten Rückgang von 20 % bestätigen
könnten.

Zudem kritisiert IPL die Inselpolitik scharf. Trotz der Erfüllung des Entschuldugngsvertrags
mit dem Land Niedersachsen und dem Abbau von ca. 10 Mio. Euro Schulden, wird ein
Investitionsdefizit von mindestens 50 Mio. Euro prognostiziert. Der Verkauf von Grundstücken
ohne Konzept wird als Bankrotterklärung bezeichnet. Die marode Infrastruktur, darunter defekte Fährbrücken,
gestiegene Baukosten für das Schwimmbad und veraltete Frachtschiffe, wird ebenfalls angeprangert.

IPL hofft auf eine schonungslose Aufarbeitung der Probleme, um gemeinsam Lösungen zu finden
und die Insel aus der Krise zu führen. Die Verwaltung wird aufgefordert, nicht die Mitarbeiter
für die ermittelten Gästezahlen verantwortlich zu machen, sondern die tatsächlichen Ursachen zu analysieren.

Zweitwohnungssteuer
letzter Eintrag von Klaus-Dieter de Vries am 4.1.2025 / 1 Posts
Zweitwohnungssteuer
von Klaus-Dieter de Vries aus München (4.1.2025):

Als langjähriger Eigentümer einer Ferienwohnung auf Langeoog und gebürtiger Langeooger bin ich von der maßlosen Erhöhung der Zweitwohnungssteuer um 225% im Vergleich zu 2022 betroffen. Eine Erhöhung um 225 % im Vergleich zu 2022 ist aus meiner Sicht völlig unverhältnismäßig und belastet die betroffenen Eigentümer stark. Ich fühle ich mich durch diese Maßnahmen benachteiligt und in meiner Existenz bedroht. Ich appelliere an die Verantwortlichen, diese Entscheidungen zu überdenken und eine gerechtere Lösung zu finden. Sie trägt auch zu einer gewaltigen Wettbewerbsverzerrung bei, weil die nicht auf Langeoog ansässigen Betreiber von Ferienwohnungen über Gebühr belastet und benachteiligt werden. Hinzu kommt, dass die Gemeinde mit der Neugestaltung der Satzung von 2023 von einer durchschnittlichen Vermietungsdauer von 210 Tagen ausgeht, was jenseits jeglicher Realität ist. Die Durchschnittliche Vermietungsdauer liegt lt. Statista bei ca. 170 Tagen.

Mit der Neufassung der Satzung vom 25.06.2024 wurde die Möglichkeit der Vermieter, ihre Zweitwohnungssteuer zu reduzieren, nochmals deutlich erschwert. Beispiel: Um die Zweitwohnungssteuer auf 80% zu senken, muss man Eigenvermietung von 252 bis 272 Tagen nachweisen.

Hinzu kommt: Obwohl die Gemeinde 210 Tage als Durchschnitts-Vermietungsdauer annimmt, geht die Gemeinde von 365 (360) Tagen Vermietung als Berechnungs-Basis für die Zweitwohnungssteuer aus. Diesen Punkt hat mein Rechtsanwalt in seiner Klage gegen den Zweitwohnungssteuer-Bescheid der Gemeinde für 2024 aufgegriffen.

Ich klage seit 2023 gegen die Zweitwohnungssteuer und, wie ich gehört habe, mit mir noch viele andere. Die nicht auf Langeoog lebenden Eigentümer von Ferienwohnungen tragen im erheblichen Maß zum Erfolg von Langeoog als Urlaubsort bei. Sie haben schon in den vergangenen Jahren einen erheblichen Aufwand geleistet, um ihre Ferienwohnung in Schuss zu halten und einigermaßen erfolgreich zu vermieten. Das wird von Jahr zu Jahr schwerer und ist wohl in den wenigsten Fällen wirklich kostendeckend, geschweige denn rentabel gewesen. Nun bleibt vielen wohl nur noch, die Notbremse zu ziehen und über einen Verkauf der Wohnung nachzudenken.

Doch damit nicht genug: Auch die Grundsteuer, die Netz-Entgelte und die CO2-Abgabe werden in diesem Jahr deutlich zulegen. Diese zusätzlichen Belastungen treffen vor allem Mieter und Wohnungsbesitzer, die ohnehin schon hohe finanzielle Verpflichtungen tragen müssen.

Winterfahrplan 2024/25
letzter Eintrag von Initiative Pro Langeoog am 2.11.2024 / 1 Posts
INSELGEMEINDE WEIST KRITIK AN FAHRPLAN ZURÜCK
von Initiative Pro Langeoog aus Langeoog (2.11.2024):

Zum Bericht: „INSELGEMEINDE WEIST KRITIK AN FAHRPLAN ZURÜCK“

1. Beteiligung der Fahrgäste:
Es mag sein, dass intensive Beratungen stattgefunden haben, aber die Interessen der Fahrgäste (Pendler, Kurgäste, Vermieter, Arbeitgeber und Insulaner), wurden dabei offenbar nicht ausreichend berücksichtigt. Eine frühzeitige und umfassende Einbindung der betroffenen Personen hätte zu einer höheren Akzeptanz der Entscheidungen führen können.

2. Notwendigkeit von Frühfähren:
Auch wenn es in den letzten 20 Jahren keine Frühfähre am Samstag und Sonntag gab, hat sich die Situation geändert. Heute gibt es eine deutlich höhere Nachfrage nach frühen Verbindungen, insbesondere für das Personal, das am Wochenende arbeitet. Die Einführung einer Frühfähre wäre eine notwendige Anpassung an die aktuellen Forderungen.

3. Zugverbindungen aus Süddeutschland:
Die Entscheidung, das letzte Schiff um 16:45 Uhr abfahren zu lassen, berücksichtigt nicht die Anreisezeiten von Gästen und Kurgästen aus weiter
entfernten Regionen, insbesondere aus Süddeutschland. Viele Reisende können den Anschlussbuss in Esens nicht rechtzeitig erreichen und sind gezwungen, extrem früh loszufahren, was die Attraktivität der Reise erheblich mindert.

4. Geringe Auslastung der letzten Fähre:
Die geringe Auslastung des letzten Schiffes um 17:15 Uhr könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Fahrplan nicht optimal auf die Forderungen der Fahrgäste abgestimmt war. Eine bessere Taktung und zusätzliche Verbindungen könnten die Attraktivität und damit auch die Auslastung erhöhen.

5. Optimierung des Nahverkehrs:
Obwohl die Anpassungen einige Verbesserungen im Nahverkehr bringen, ist die Gesamterreichbarkeit der Insel dennoch eingeschränkt, wenn wichtige Verbindungen, wie die Frühfähren, fehlen. Ein umfassenderes Konzept, das sowohl die Bedürfnisse der Insulaner als auch der Touristen berücksichtigt, wäre wünschenswert.

6. Flexible Lösungen für Wochenendreisende:
Besonders für Wochenendreisende und Pendler sind flexible und frühe Verbindungen entscheidend. Die Einführung zusätzlicher Frühverbindungen würde nicht nur die Attraktivität der Insel steigern, sondern auch wirtschaftliche Vorteile durch höhere Besucherzahlen bringen.

Abwahl der Bürgermeisterin
letzter Eintrag von Herbert Siegfried Verden am 22.10.2024 / 4 Posts
Stellungnahme von Herrn Garrels
von Herbert Siegfried Verden aus Langeoog (22.10.2024):

Mit Interesse habe ich die Stellungnahme von Herrn Uwe Garrels zu dem offenen Beitrag einer Gruppe, die für Langeoog einsteht, gelesen. Mit schlauem Auge ist eine gewisse Selbstreflektion in dem Beitrag zu erkennen.

Verstehe ich es richtig, dass Sie verdiente Menschen wie zum Beispiel den Seenotretter Sven Klette, Menschen wie Holger Schwede und Andere in eine rechte Ecke drängen?

Und, Herr Garrels, ist es korrekt, dass Sie Organisationen mit dem Begriff PRO automatisch stigmatisieren, wie zum Beispiel die zahlreichen ProMensch Organisationen, die sich für Geflüchtete einsetzen?



Erstaunliche Namensgebung
von Uwe Garrels aus Langeoog (22.10.2024):

Langeoog News veröffentlicht heute einen Aufruf einer „Initiative PRO Langeoog“, der den Zustand der Insel als kurz vor dem Untergang schildert. Dabei ist der Text des Originalaufrufes von Herrn Kremer gekürzt und inhaltlich durch die Kürzung etwas „entschärft“ worden. Das ist aus meiner Sicht kritisch zu betrachten, wenn er nur als Chronist auftreten möchte. Wenn er das journalistisch betrachtet hätte, müsste er sich kritisch mit dem Text und der Initiative befassen. Das tut er aber leider nicht.

Da ich zu denen gehöre, die, nachdem ich die Abwahl der Bürgermeisterin mit eingeleitet habe, selbst zurücktreten soll und außerdem wahrscheinlich zu den im Aufruf erwähnten „einige ihrer Amtsvorgänger“ gehöre, die diesen Inselzustand mit hervorgerufen haben, möchte ich einmal darauf hinweisen, dass in diesem Text eine Menge Falschinfos, Verdrehungen und Vernebelungen enthalten sind. Die möchte ich in der Kürze jetzt nicht aufführen, aber diese unklare und unbestimmte Argumentation zielt auf Stimmungsmache und ist klares Kennzeichen aller rechten und rechtspopulistischen Bewegungen in Deutschland.

Interessant ist dabei der Name der „Initiative PRO Langeoog“. Es gibt in Deutschland eine PRO-Bewegung, eine davon heißt „PRO Chemnitz“ (//pro-chemnitz.de/aktuell/), die in der Stadt eine Fraktion mit den Freien Sachsen (!) bildet. Zumindest dem Chemnitzer Unterzeichner des Aufrufes dürfte diese Konstellation gut bekannt sein. Ich frage mich also, wer der Initiative genau diesen Namen und die Schreibweise „PRO“ mit den drei großen Buchstaben, wie auch in Chemnitz, gegeben hat. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat zu den pro-Bewegungen auch etwas veröffentlicht //www.kas.de/de/web/extremismus/rechtsextremismus/die-pro-parteien

Vielleicht können die vielen Unterzeichner sich einmal Gedanken machen, ob sie mit dieser Initiative die Zahl der Langeoog-Gäste wieder nach vorn bringen…

Uwe Garrels, dem die Insel auch am Herzen liegt

Abwahl oder "Rücktritt" der Bürgermeisterin Horn?
von Jobst Gieselmann aus Münster (15.10.2024):

Der Inselrat hat iSv § 82 II NKomVG einstimmig ein Abwahlverfahren gegen die Bürgermeisterin Horn beschlossen. Sie kann als Hauptverwaltungsbeamtin nach § 82 III jedoch auch auf die Durchführung des Abwahlverfahren verzichten.

Das ist Frau Horn jedoch nicht zu raten. Die Entlassung auf eigenes rechtliches Verlangen mit Ausscheiden aus dem Amt nach § 82 IV zieht nämlich unklare Versorgungsansprüche nach sich. Es wird dazu die strittige Ansicht vertreten, daß ein Erhalt der beamtenrechtlichen Pensionsansprüche bei der Entlassung auf eigenes Verlangen gesetzlich nicht vorgesehen sei. Es müsse daher hier die gesamte beamtenrechtliche Zeit und nicht nur die Restzeit der laufenden Amtsperiode in der (ungünstigeren) Rentenkasse nachversichert werden.

Das Ausscheiden über eine Abwahl ist somit für Frau Horn derzeit versorgungsrechtlich günstiger, solange es weiterhin keine gerichtliche Entscheidungspraxis zu dieser Frage gibt.

Frau Horn
von J. Hochstetter aus Rietberg (15.10.2024):

Wir haben gerade das Drama in unserer Nachbarstadt miterlebt. Wo der BM abgewählt wurde und nun ein neuer BM gewählt werden muss.
Es herrschte eine ganz schlechte Stimmung unter den Bürgern, die sich noch immer nicht verflüchtigt hat.
Hier sollte Frau Horn, die ja selbst sagt, dass sie die Geschäfte zeitnah, wie sie erforderlich sind, nicht erledigen kann, aus eigenem Interesse auf das Amt verzichten.
So dass eine Abwahl gar nicht erst erforderlich wird.
Zudem zieht eine Abwahl nicht unerhebliche Kosten nach sich.

Winterfahrplan
letzter Eintrag von Michael Recktenwald am 9.6.2024 / 2 Posts
Winterfahrplan
von Michael Recktenwald aus 26465 Langeoog (9.6.2024):

Im Gemeinderat sind vertreten:
2 Mitglieder des DEHOGA
2 Einzelhändler
1 Mitglied in der Handwerkerschaft
1 Mitarbeiter der Gemeinde
1 Fuhrunternehmer/Frachtauslieferer
und fast alle vermieten Wohnungen an Gäste
Soll heißen es sind (fast) alle Gruppen sind vertreten und das ist gut so, an einem geforderten ,runden Tisch‘ würden also Vertreter/innen genau dieser Gruppen sitzen,

Alle vorgebrachten Argumente der Langeooger/innen waren richtig und stimmig und auch Olaf Hubes Argumente im politischen Forum sind richtig.
Aber genau das hat es uns ja so schwierig gemacht eine Entscheidung zu treffen,
denn richtig ist auch: Der jetzt beschlossene Fahrplan kostet die Schifffahrt ca. 145.000,-- € weniger Gewinn. Die Schifffahrt ist ein Eigenbetrieb der Inselgemeinde, also kostet es die Langeoogerinnen und Langeooger 145.000,-- €
Das ist eine so hohe Summe, dass man nicht leichtfertig eine Entscheidung treffen sollte, trotz aller Vorteile die ein Fahrplan mit mehr Verbindungen bringt.
Ist der beschlosene Fahrplan mit mehr als 3 Verbindungen für den Tourismus und die Pendler richtig?
Eindeutig ja! Er wurde ja auch mit deutlicher Mehrheit beschlossen.

Geradezu beleidigend empfinde ich es, dass den Ratsmitgliedern vorgeworfen wird, sich im Vorfeld nicht ausreichend mit dem Plan beschäftigt zu haben, bereits in der Ratssitzung wurde mehrfach erwähnt, dass wir uns im Vorfeld ‚die Köpfe heiß diskutiert haben‘, auch und gerade wegen der vielen Anregungen und Einwände unserer Bürgerinnen und Bürger.
Und zwar, das möchte ich hier ausdrücklich festhalten, Gruppen übergreifend !
Am Ende haben die Ratsdamen und – Herren genau das gemacht, was immer wieder von uns gefordert wird: Öffentlich diskutiert

Was für ein Winterfahrplan
von Olaf Hube aus LANGEOOG (7.6.2024):

Entscheidung Winterfahrplan
Was für eine ungewöhnliche Ratssitzung am Donnerstag, den 06.06.2024 – offensichtlich haben einige Langeooger sich an die/ihre Ratsleute gewandt und die Mitglieder des Rats kamen ins Grübeln. Nach der Bekanntgabe des geplanten Winterfahrplans im Betriebsausschuss vom 28. Mai. meldeten sich doch einige Insulaner und versuchten klarzumachen, was für Auswirkungen dieser Fahrplan auf den Tourismus und auch auf die Langeooger hat - - nämlich sehr deutliche!

Erschreckend ist, dass der Rat sich offensichtlich nicht vorher ausreichend Gedanken gemacht hat, was der Winterfahrplan für Konsequenzen haben wird – lag es daran, dass nicht alle frühzeitig Bescheid wussten, lag es daran, dass man sich keine Gedanken gemacht hat, lag es daran, dass man nur Angst vor hohen Kosten im Kopf hatte oder war es einfach nur Gedankenlosigkeit oder was ganz anderes?

Bei der gestrigen Ratssitzung hatte sich offensichtlich die Opposition sehr damit beschäftigt und ein Änderungswunsch vorgetragen – der dann auch so beschlossen wurden.

Im Mittelpunkt steht die Diskussion, wieviel man an Kosten der Schifffahrt sparen kann und muss – also so wenig Schiffe wie möglich. Allein das ist der völlig falsche Ansatz: die Schifffahrt lebt vom Tourismus der Insel und die Insel lebt von der Schifffahrt – das ist fest miteinander verwoben und es darf auf keinen Fall jeweils allein betrachtet werden, weil es eine klare Abhängigkeit voneinander gibt. Ohne Schifffahrt kein Tourismus ohne Tourismus keine Schifffahrt.

In die Falle einer Umstellung auf möglichst wenige und effektive Fahrten sind schon einige Verkehrsbetriebe getappt – insbesondere in Städten bei Bussen und Bahnen. Nachdem man feststellte, das wird eher schlechter als besser angenommen, korrigierte man die Fahrpläne wieder auf erheblich mehr Fahrten und nach kurzer Zeit stellte sich der Erfolg ein: Mehr Fahrten, mehr Service und mehr Qualität erzeugten mehr Nutzung und mehr Nutzer der Möglichkeiten – tappt Langeoog in die gleiche Falle?

Es ist noch nicht lange her, da gab es auf Langeoog auch im Winter mehr Schiffe, mehr Fahrten und mehr Erfolg. Vergisst man die Qualität für unsere Gäste, vergisst man wie wichtig Lebensqualität für die Inselbewohner ist? – wenn keiner mehr hierherkommen möchte, ist es zu spät.

Gut an der gestrigen Entscheidung war, dass es eine rege Diskussion gab – dass man versucht hat zwischen Kostenreduzierung und Qualität abzuwägen – auffällig war und ist, dass sich nur wenige Ratsmitglieder wirklich mit der Vielschichtigkeit der Langeooger Bedürfnissen auseinandergesetzt haben – es gab mal wieder keinen runden Tisch, kein Nachfragen bei den Akteuren der Insel. Nach wie vor bleibt die An und Abreise für Gäste ein Problem, Pendler werden verschreckt – Frau Krüger erläuterte in der Einwohnerfragestunde klar und eindeutig am Anfang der Sitzung, was der Fahrplan für Probleme verursacht.

Eine gute Erkenntnis gibt es auch – es haben sich Insulaner mit der Sache auseinandergesetzt und mit ihren Ratsleuten gesprochen – einige dieser Ratsleute haben zugehört und angefangen darüber nachzudenken und nach einer für alle Seiten verträglichen Entscheidung gesucht – es wäre schön, wenn das vorher passiert wäre – ich bin mir sicher, der Plan wäre noch besser geworden – den so, wie er beschlossen worden ist, ist er noch nicht gut.

Es macht ein wenig Hoffnung für die Entscheidung über das HDI , das es offensichtlich etwas bringt, sich an seine Ratsleute zu wenden, mit ihnen zu sprechen und zumindest eine eigene, persönliche Entscheidung des Ratsmitgliedes zu treffen und nicht im dynamischen Gruppenzwang abzustimmen – auch die Reaktionen auf eine gefühlte Niederlage bei einer Abstimmung war bemerkenswert – man merkte erkennbar wie trotzig darauf reagiert wurde.

Wenn wir alle (Inselbewohner und Gäste) uns einmischen, gibt es eine gute Chance, die richtigen Entscheidungen oder zumindest Kompromisse zu finden.

Also gilt gerade im Bezug auf das HDI: mischt euch ein – sprecht Ratsleute an, äußert euch, kommt zur Veranstaltung am 17. Juni. So wie es aussah, wären am 3. Juni viele gekommen, um sich zu äußern, Fragen zu stellen und/oder den Verkauf des HDI`s zu verhindern – gut so – also dann am 17.: Bitte nochmal!

Europawahl
letzter Eintrag von Jobst Gieselmann am 8.6.2024 / 3 Posts
Europawahl: Erwiderung auf Hermann-Josef Greiner
von Jobst Gieselmann aus Münster (8.6.2024):

Sehr geehrter Herr Greiner,

Ihrer Argumentation ist zu widersprechen.

Tatsächlich versteht Herr Kremer die Empfehlung, überhaupt wählen zu gehen, gleichzeitig auch als Wahlempfehlung, weil der Wähler sonst damit "indirekt genau die Kräfte [unterstützt], die er am wenigsten haben möchte".

- Herr Kremer weiß aber jedoch überhaupt gar nicht, welche Kräfte der Wähler "am wenigsten haben möchte".

- Entscheidende Tatsache ist hier vielmehr außerdem, daß alle Parteien von Nichtwählern profitieren, weil jede Partei mit weniger absoluten Stimmen ihr angestrebtes Wahlziel erreichen kann, je mehr Nichtwähler es gibt. Im Ergebnis sieht es so aus, daß sich die Stimmen der Nichtwähler abhängig vom Wahlergebnis anteilsmäßig fiktiv auf alle anderen Parteien verteilen.

- Ein Rechenbeispiel für eine einzelne Partei: Diese hat sich zum Ziel gesetzt, bei der Wahl 12 % zu erreichen. Gehen 5 Millionen Menschen zur Wahl, müssen also mindestens 600.000 für diese Partei stimmen, damit das Ziel erreicht wird. Wenn aber lediglich 1 Millionen Menschen zur Wahl gehen, benötigt diese Partei zur Zielerreichung nur noch 120.000 Stimmen.

Ihre Darstellung wie auch die von Herrn Kremer sind also unzutreffend.

Europawahl
von Hermann-Josef Greiner aus Frankfurt (8.6.2024):

Hallo Herr Gieselmann,
ich begrüße den Wahlaufruf in Langeoog News ausdrücklich, er ist sehr neutral und empfiehlt, die Demokratie zu stärken. Es wird zur Wahl aufgerufen und ich stimme zu, dass man durch Nichtwahl die unterstützt, die man am wenigsten haben möchte. Frei wählen zu dürfen, ist ein Privileg, das ich schon über 60 Jahre nutzen darf und das es zu schützen gilt. Es gibt keine Wahlempfehlung. Wen der mündige Wähler als demokratisch einstuft, ist ihm selbst überlassen. Als Bevormundung könnte das nur jemand einstufen, der Parteien wählen möchte, die - ich zitiere - "unsere Demokratie offen oder verdeckt in Frage stellen". Der wird sich davon nicht abhalten lassen.

Europawahl am 9. Juni - Demokratie stärken
von Jobst Gieselmann aus Münster (8.6.2024):

Der penetrante "Wahlaufruf" zur Europawahl vom News-Chef Klaus Kremer wirft Fragen auf.

Er entwickelt den Eindruck, daß die Wähler im Grunde genommen nicht mündig sind, eine souveräne eigene Entscheidung zu treffen. Sie müssen seiner suggestiv erzeugten Begründung nach vielmehr wie kleine unmündige Kinder an die Hand genommen werden, um die "richtigen" Kräfte zu wählen, die er haben wollen soll.

Das ist eine anachronistische "Majestätsauffassung" von unserer Grundrechtsordnung, die dem Demokratieprinzip von Art. 20 I, II Grundgesetz Hohn spricht und der entschieden zu widersprechen ist.

TSL
letzter Eintrag von Faktencheck Langeoog am 16.4.2024 / 1 Posts
Ist dieser öffentliche Anteil für den TSl auch auf Langeoog relevant?
von Faktencheck Langeoog aus Langeoog (16.4.2024):

In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses ist von verschiedenen Seiten eine Entscheidung auf Borkum zum öffentlichen Anteil, den die Kommune an den Tourismusbetrieb zahlen müsse, thematisiert worden.
Wir haben aus Artikeln von "Borkum erleben", Protokollen von Sitzungen und Pressemitteilungen Informationen dazu als Hintergrund zusammen getragen um das Thema verständlich zu machen.
Im Faktencheck unter www.faktencheck-langeoog.de gibt es alle Informationen dazu.
Sprecht Eure Ratsmitglieder an, wie Ihr Euch Langeooger Politik vorstellt und wofür ihr sie gewählt habt...

Politik Langeoog
letzter Eintrag von Lars Albrecht am 13.4.2024 / 3 Posts
Warum?
von Lars Albrecht aus Hannover (13.4.2024):

Ich wundere mich, dass es so wenig Diskussion um die Politik der Insel gibt, findet Langeoog das alles gut? Eigentlich wollte ich mich nicht äußern, bin aber als Stammgast inzwischen über die Veränderungen und Entwicklungen sehr besorgt, wenn ich auf die letzten Jahre blicke.
Verstehe ich das richtig, dass der Kurverwaltung schon unter Bürgermeister Garrels wahrscheinlich Geld vorenthalten wurde und das unter Frau Horn fortgeführt wurde? Über zwei Millionen sollen das sein. Das reiht sich ja ein in die verheerende Bilanz der letzten Jahre. Uns Gästen hat man in den letzten Jahren immer gesagt, dass die Kurverwaltung Verluste macht und deshalb die Qualität der Angebote und Einrichtungen nicht mit denen der Betriebe der Insel mithalten kann. Aber warum?
Ohnehin hat man als Gast langsam das Gefühl, dass die Insel mit Macht vor die Wand gefahren wird und eine Mehrheit im Rat nicht nur zuschaut, sondern das noch unterstützt. Die Schifffahrt war für uns immer etwas besonderes, auf den Fähren begann der Urlaub. Offensichtlich war die auch wirtschaftlich gesund, in den letzten Jahren scheint sie zum Sanierungsfall geworden zu sein. Der Service wurde immer schlechter, die Stimmung an Bord oft gedrückt und dann kam das Brückenpech dazu. Aber ist das wirklich Pech? Warum wird das nicht gelöst, es soll doch eine Versicherung die Verantwortung anerkannt haben.
Und ein Insulaner berichtete, dass jetzt ein weiterer Anlauf unternommen wird, das Haus der Insel zu verkaufen. Warum? Zwei Mal wurde das schon versucht und wir haben immer die Erleichterung gespürt, dass es nicht passierte. Warum verkauft man nicht das alte Kurmittelhaus und macht das Haus der Insel wieder schön?
Wir pflegen in unseren Urlauben zuletzt in den Osterferien einen engen Kontakt zu vielen Insulanern, das ist für uns das besondere an Langeoog. Die Insulaner nehmen dann kein Blatt vor dem Mund und schauen fast ausnahmslos fassungslos aufs Rathaus. Die, die dort arbeiten haben nach meinem Gefühl innerlich gekündigt oder haben schon gewechselt, die Mitarbeiterführung lässt wohl Wünsche offen. Wir merken das auch am Angebot, manche Freunde, die wir früher auf der Insel getroffen haben, kommen inzwischen nicht mehr, aber ich komme schon über 40 Jahre nach Langeoog und glaube weiter fest an die Insulaner und das eine Wende möglich ist.
Aber das fällt immer schwerer nach dieser Dienstwohnungsgeschichte, der Abgabe des Kindergartens, dem Hickhack bei der Übernahme der Praxis von unserem Inselkoller, der Schließung des Flugplatzes und der Brückengeschichte. Wahrscheinlich wird irgendwann sogar die Schiffahrt verkauft. Das darf doch nicht sein. Ob das Unvermögen ist oder die Insel bewusst mit voller Kraft ins Aus gesteuert wird, können wir als Gäste nicht beurteilen. Bleibt die Frage, warum man das tut, warum die Politik nicht eingreift und warum die Insulaner das so hinnehmen. Lange geht das nicht mehr gut und wir wollen doch weiter kommen.

Kommunalwahl 2021 und die jetzige Verteilung
von Faktencheck Langeoog aus Langeoog (15.3.2024):

15-03-2024 / Olaf Hube
Vertritt der Rat noch die Interessen der Langeooger Bürgerinnen und Bürger? In der jüngsten Ratssitzung habe ich darauf hin gewiesen, dass LPR nur 30% der Wählerinnen und Wähler vertritt. Demokratische Prinzipien wurden natürlich bei der Bildung der aktuellen Mehrheitsgruppe eingehalten, das ist nicht zu beanstanden. Der Unmut der auf der Insel lebenden Menschen war aber zuletzt in der Sitzung deutlich zu spüren.
Interessant sind aber Fakten der letzten Kommunalwahl 2021.
Betrachtet man die Einzelstimmen der Kandidatinnen und Kandidaten, kommt die Mehrheitsgruppe LPR auf 609 Stimmen, JKSM auf 908. Nimmt man die 233 Stimmen für Uwe Garrels dazu, bleibt eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, die die Minderheitsgruppe gewählt haben. Noch deutlicher wird das, wenn man die Listenstimmen anteilig aufteilt. JKSM kommt auf dann auf 1.513 Simmen (55,6%), LPR auf 820 (30%) und Uwe Garrels auf 233 (8,6%).
Die SPD blieb mit 156 Stimmen (5,7%) ohne Sitz.
Interessant sind auch die Stimmenzahlen, die sich ergeben, wenn man die Listenstimmen anteilig nach den erzielten Einzelstimmen auf die Mitglieder des Rates verteilt. Denn diese vertreten ja alle Wähler der Listen.
Die meisten Wähler repräsentieren dann Jan Martin Janssen (460), Ines Mühlinghaus (420), Bärbel Kraus (365), Gerda Spies (268) und Uwe Garrels (233). Die fünf Mitglieder von LPR folgen dahinter mit Rüdiger Schmidt (197), Michael Recktenwald (196), Daniela Peters (177), Gerrit Agena (157) und Till Martin Peters (94).
Wie kann es sein, dass die Wählerstimmen sich nicht in der Gruppenbildung widerspiegeln? Der Riss geht quer durch die Listen, Gruppen und Parteien. Die Ratsmitglieder, die nur durch ihre Listenplätze in den Rat eingezogen sind, haben sich von ihren stimmenstarken Meinungsführern getrennt.
Beispiel Union für Langeoog: Jan Martin Janssen bekam 347 Einzelstimmen, Till Martin Peters ist mit seinen 71 Stimmen über die Liste in den Rat gekommen. Beide haben aber jetzt im Rat einen Stimme.
Beispiel Langeoogers: Ines Mühlinghaus bekam mit 245 Stimmen deutlich mehr, als Rüdiger Schmidt (119) und Gerrit Agena (94) zusammen. Das Bild ist ähnlich, Gerrit und Rüdiger können Ines überstimmen, deren Stimmen sie über die Liste in den Rat gebracht haben.
Beispiel CDU: Die damalige Vorsitzende und Nummer 1 der Liste Daniela Peters bekam 129 Stimmen, Gerda Spies 195. Hier genießt die erfahrene Ratsfrau offenbar mehr Vertrauen bei den CDU-Wählern auf Langeoog.
Die Langeooger Politik bestimmen aktuell die, die vor allem durch die Stimmen für die Meinungsführer über ihre Listen in den Rat gekommen sind, die selbst in die Opposition gedrängt wurden. Das ist demokratisch legitim, aber spiegelt nicht den Willen der Wählerschaft wider.
Alle Zahlen findet man auf www.faktencheck-langeoog.de

Inselrat berät über externe Leitung des TSL
von Faktencheck Langeoog aus Langeoog (2.3.2024):

Am 6.März kommt eine sehr wichtige Entscheidung auf den Tisch des Rathauses - eine Ausschreibung, um eine vorübergehende Leitung für unseren TSL zu finden – an sich eine Option die helfen kann – aber:
Welches Ziel hat dieses Vorgehen – im Antrag ist eine Option verankert, die eine Verlängerung und Übernahme der Betriebsleitung vorsieht – die Tür zur endgültigen Abgabe?
Fakt ist:
Seit Ende Juni wissen wir, dass wir einen neuen TSL-Manager brauchen.
Es gab kurz eine Ausschreibung – aber bereits seit August ist diese Ausschreibung nicht mehr vorhanden gewesen –seither gibt es keine offizielle Suche mehr nach dem Leiter des Tourismus – hat das Methode?
Fakt ist:
Dieser Tagesordnungspunkt ist durch keinen Ausschuss gegangen und damit nie öffentlich diskutiert worden – die Ratsleute könnten über alles Bescheid wissen, dürfen aber darüber nicht reden, weil es – wenn es besprochen worden ist – höchstens in einer der vielen nichtöffentlichen Sitzungen besprochen worden ist und über dort behandelte Themen darf man nicht offen reden.
Also gab es keine Diskussion und damit kein Wissen in der Öffentlichkeit.
Fakt ist:
Noch am 08.02.2024 wurde in einer Sitzung die Frage nach solch einer Möglichkeit eindeutig von der Verwaltung mit einem klaren „Nein, darüber habe ich keine Kenntnis“ beantwortet.
Fakt ist:
Bis zum Freitag 01.03.2024 gibt es keine Vorlagen zu dem Thema – die Einladung zur Ratssitzung gibt es seit dem 27.02.2024
Die übliche Vorgehensweise, solche schwerwiegenden Entscheidungen zu treffen ist, dass man solche Dinge in Ausschüssen (also öffentlich) diskutiert, um Meinungen abzuwägen und der Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, mit ihren gewählten Vertretern ins Gespräch zu kommen – ist es Absicht, die Öffentlichkeit auszuschließen? – will man politisch unter sich bleiben und Entscheidungen erzwingen? – will man hinter dem Rücken der Insulaner entscheiden?
Das Vorgehen scheint Methode zu werden – erst die extrem kurzfristige Entscheidung, den Kindergarten abzugeben, dann die sehr kurzfristige Entscheidung, das Monster-Wohnungsbauprojekt anzugehen, dann die Verpachtung der Kleingärten abzugeben und jetzt den TSL abgeben, dann wird wohl das Veranstaltungshaus dran sein – folgt als nächstes die Schifffahrt?
Tückisch ist auch noch der Zusatz „……mit der Option der Übertragung der Betriebsleitung“ wer zieht hier welche Option und unter welchen Bedingungen – ist damit die Abgabe des TSL bereits besiegelt? Aber das ist nur Spekulation – für die Bürger gibt es keine Vorlage – aber genau hier liegt eine riesige Gefahr, dass wir nicht mehr Herr im Hause sind, das wir nicht mehr selbst bestimmen, was wir Langeooger wollen... Wenn alles weg ist sind wir komplett abhängig von externen Investoren und Unternehmen und können nicht mehr über unseren Weg, unsere Ausrichtung bestimmen, wie wir es 150 Jahre als Insulaner für unsere Insel getan haben - wir haben seit Generationen unsere Selbstbestimmtheit aufgebaut, hart dafür gearbeitet und teuer bezahlt, waren immer darum bemüht alles selber in der Hand zu haben und zu regeln - das geben wir wohl gerade alles aus der Hand - welche Folgen das hat darf sich jeder selber ausmalen.
Ein Schelm, der denkt, dass die angesetzte Zeit für die Ratssitzung – nämlich an einem Mittwoch um 16:30 - böses denkt, da können doch alle zuschauen oder?
Auf jeden Fall ist das das Gegenteil von Transparenz, oder?
Wir würden uns ausdrücklich über Rückmeldungen persönlich oder per Mail freuen! www.faktencheck-langeoog.de

Wohnraum
letzter Eintrag von Million am 27.12.2023 / 8 Posts
dringend erforderlicher Wohnungsbau
von Million aus Hannover (27.12.2023):

Hallo Zusammen,
ich hoffe sehr, dass Sie alle die Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familie und Freunde besinnlich genießen konnten.
Aus der Sicht einer Fachkraft, die seinen Lebensmittelpunkt auf die Insel fürs Leben mit seiner Frau unbedingt verändern wollte, gab es nur einen Punkt, der dies Vorhaben scheitern lies - bezahlbarer und Arbeitgeberunabhängiger Wohnraum.
Wir sind uns total einig gewesen, was den Umzug betraf. Was alles im Vorfeld abzuleisten wäre, was der Neustart bedeuten würde, nicht nur das Inselleben betreffend. Nein, natürlich auch als Arbeitnehmer, die Saison und Intensität dessen was die Arbeitszeiten und Arbeitsleistung betroffen
hätte. Wir wären bereit gewesen auf viel Jahresbrutto zu verzichten. Nur, wenn man den Lebensmittelpunkt verändern will, weil man weiß was man will und wo man Leben möchte, dann ist es für uns auch wichtig Arbeitgeberunabhängig zu wohnen.
Wer nicht investiert verliert und egal, ob großzügig oder knapp kalkuliert, ein Restrisiko kann bei keiner Investition zu 100% ausgeschlossen werden. Nur die Chancen insgesamt sind für Langeoog so immens wichtig.
Ich wünsche allen ein gesundes, friedliches und erfolgreiches 2024.

14 Millionen auf einmal
von Olaf Hube aus Langeoog (23.12.2023):

Wohnungsbau unbedingt – aber um jeden Preis? Ist Uwe Garrels Kritik gerechtfertigt?
Nein – Herr Garrels hat im entscheidenden Kern nicht verstanden, worum es mir geht und ungerechtfertigte Kritik geäußert – hier nochmal eine Klarstellung:
– ich halte das Projekt nicht für mutig sondern für übermütig – aber ich unterstütze es jetzt, da es beschlossen ist – aus meiner Sicht geht man kein so hohes Risiko auf Kosten von uns allen und auch nachfolgenden Generationen ein. Das Projekt ist nicht nur für sich knapp kalkuliert, um die Mieten gering zu halten, der Haushalt der Gemeinde ist damit überfordert und wir alle müssen es subventionieren, sogar wenn keine unvorhergesehen Herausforderungen gibt. Falls es schief gehen sollte, erwarte ich von den 7 gewählten Vertretern entsprechende Konsequenzen zum Wohle Langeoogs – bis dahin bin ich voll dabei.
Mit dem Monster-Wohnraum Projekt (14 Millionen) geht man ein hohes Risiko – läuft alles wie geplant, kann es klappen – es darf aber nichts schief gehen, weil es ausgesprochen knapp bemessen ist. Und dass etwas schief gehen kann oder Unvorhergesehenes passiert, ist ja möglich. Auch absehbare Probleme sind ja möglich oder was ist als Beispiel mit den Kosten für das Nachrüsten aller gemeindeeigenen Immobilien für das Umrüsten von Gas zu erneuerbaren Energien?. Und wie gut man das als Bürgermeister rechnen konnte und alle Schieflagen verhindern konnte, sieht man ja am KWC Bau – das hat aus meiner Sicht so überhaupt nicht funktioniert.
Wir belasten den Langeooger Haushalt für mindestens 50 Jahre und es darf nichts Gravierendes passieren, weil wir dann keinen Spielraum mehr habe. Das würde sehr schnell zu unseren Lasten gehen und für alle Langeooger dann neben den schon jetzt von uns bezahlten Subventionen der Wohnungen noch zusätzliche Belastungen bedeuten.
Ja, das Projekt macht mir Angst – wenn das Projekt in Schieflage gerät, wird es für jeden auf der Insel teuer. Und die Gefahr, dass es schief geht, ist eben groß – weil es so knapp kalkuliert ist.
Mein Leserbrief war kein Faktencheck – dafür fehlen die nötigen Daten – ein Faktencheck wird nicht mit unsicheren Fakten gebastelt – die dort genannten Fakten sind gut recherchiert.
Der Vergleich zu Uns Oog hinkt – das war ein starkes von der Gemeinde weitgehend unabhängiges Projekt für alle Langeooger – das neue (Monster-)Projekt wird am freien Wohnungsmarkt wenig Wirkung zeigen – es ist ja praktisch ausschließlich für Gemeinde-Mitarbeiter und nur mit B-Schein – für über 30 (Zahl schwankend) Wohnungen ist bereits von der Gemeinde Bedarf angemeldet – natürlich müssen auch Gemeindemitarbeiter gute Wohnungen haben.
Ja, Kaufleute sind auf Gewinn aus – das ist unser Unternehmerlohn – dafür arbeiten wir sehr hart und mit viel eigenem Risiko – in den neuen Wohnungen wird es wohl kaum Platz für unsere Mitarbeiter geben – sie tauchen nicht am freien Wohnungsmarkt auf.
Wir Kaufleute haben auch Verantwortung und nehmen diese auch wahr – das ist meine Überzeugung und danach handle ich – hier lehne ich jeden Vorwurf ab – ich übernehme Verantwortung und ziehe meine Konsequenzen.
Eine Milieuschutzsatzung ist sicher kein Spaß – so wie von dir benannt – eine Zerstörung von Werten ist nie gut.
Transparenz: – das hätte vieles aufgeklärt – Zahlen aus den verschiedenen Sitzungen und die gute Präsentation aus der Ratssitzung mit allem Pro und Contra – eine umfassende Aufklärung im Vorfeld wäre besser gewesen.– die Zahlen sind äußerst knapp – das zumindest sagt jeder, der die Zahlen kennt auch du hast das eingestehen müssen – wir kennen sie nicht. Es wird hier mit der Leistungsfähigkeit Langeoogs sehr risikoreich umgegangen und dabei werden die Langeooger nicht mitgenommen – das ist es, was ich ankreide und ich glaube zurecht.
Ja, die Förderungen sind super verlockend und auch wirklich groß – die Terminnot beim Wohnungsbau für Gemeinde-Mitarbeiter ist dringend gegeben – er ist ja in den letzten Jahren (auch zu deiner Amtszeit als Bürgermeister) sträflich vernachlässigt worden.
Warum ich nicht auf der Liste der Kandidatenliste gestanden habe, erzähle ich dir gerne im Vertrauen, das gehört immer noch nicht in die Öffentlichkeit.
Der Brief von Uwe Garrels ist leider geprägt von Einseitigkeit und bei manchen Punkten versucht er einfach nur auszuteilen, schlecht zu reden oder zu verurteilen – ich bin mir sicher, ich habe viel für die Insel getan und brauche mich nicht zu verstecken – ich glaube, ich bin ein ehrbarer Kaufmann, der mit guten Werten sein Bild von Langeoog verteidigt und versucht große Fehler – die dann auch mich betreffen, zu verhindern - mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen.
Auf deine persönlichen Beleidigungen und Anspielungen gehe ich nicht weiter ein – ich habe mir nichts vorzuwerfen – vielleicht wäre eine wenig mehr Selbstkritik und Offenheit bei dir angebracht.
Olaf Hube

Kein Wahnsinn, sondern dringend erforderlich
von Uwe Garrels aus Langeoog (23.12.2023):

Die Argumentation von Olaf Hube ist leider nicht von Fakten bestimmt, sondern von Angstmache gegen ein sorgfältig geplantes und ebenso sorgfältig kalkuliertes Projekt. Wer einen „Faktencheck“ betreibt sollte sich an Fakten halten, insbesondere in der Angelegenheit des Mietwohnungsbauprojektes für Langeooger.
Olaf Hube versucht mit seinem Faktencheck den Beweis zu führen, dass bei der Inselgemeinde Intransparenz herrscht, dass der Bürger nicht informiert wird, dass dort nicht gerechnet werden kann und dass der Bürger dieser Insel der Leidtragende ist. Da scheint er mir schon fast besessen, so baut er sich die „Fakten“ zurecht.
„Kommunaler Wohnraum = Wohnraumwahnsinn?“ - Was hat diese Assoziation mit Fakten zu tun?
Ein „Monsterprojekt“ – was ist daran Fakt? Es ist eine reine Negativassoziation und kein Fakt. Ein „Monster“projekt gibt es auf Langeoog nicht. Es geht um 45 Wohnungen, in Gebäuden, die sich gut in das Ortsbild einpassen werden, von denen etwa 75 % nach Kriterien des sozialen Wohnungsbaus errichtet werden. Vor 5 Jahren wurde die Wohngenossenschaft Uns Oog gegründet und schließlich sind dort 34 Wohnungen gebaut worden. Nur Dauerwohnen für Menschen mit Lebensmittelpunkt auf Langeoog, davon 21 Wohnungen im sozialen Wohnungsbau. Obwohl die Mieter dort eine hohe eigene Einlage zu leisten haben, weil die Genossenschaft diese Einlage als Eigenkapital benötigt um die Fördermittel der NBank und die übrigen Kredite zu erhalten, sind diese Wohnungen alle schnell vermietet gewesen. Die Wohnungsnot ist ein Fakt, Herr Hube.
Die Not ist groß, denn die Langeooger Kaufleute und der sogenannte „freie“ Markt schaffen kein arbeitgeberunabhängiges Dauerwohnen auf Langeoog. Sie tun es nicht, weil die Gewinne im Bereich der Ferienwohnungen höher sind, ein relativ einfaches Geschäft. Der Markt der Privaten sucht sich immer die besten Geschäfte, die mit den besten und unkompliziertesten Gewinnaussichten.
Aber diese privaten Kaufleute bauchen Mitarbeiter, sie brauchen Menschen, die auf Langeoog arbeiten als Verkäufer, als Handwerker, als Reinigungskraft, als Ordnungskraft, als Lehrer und Erzieher, als Bürokraft. Menschen, die in der Feuerwehr freiwillig für Ferienwohnungsvermieter und Hoteleigentümer bereitstehen, die xmal für Fehlalarm ausrücken. Sie brauchen Menschen, die sie im Alter betreuen, wenn es nicht mehr so schön läuft, die im Schwimmbad, im Gesundheits- und Therapiebereich arbeiten, die Waren transportieren und abholen und die nicht die finanziellen Mittel haben, über die die etablierten Kaufleute oder auch ich selbst verfügen können, sondern darauf angewiesen sind, bezahlbaren und angemessenen Mietwohnraum zu finden, der nicht in ihrem Eigentum ist. Die oft auch keine Chance dazu haben, wenn sie nicht zu den besitzenden Familien gehören. Der Anteil dieser Menschen nimmt beständig zu auf der Insel, das nennt man „Syltisierung“ - ein Ergebnis des freien Kapitalmarktes, der den Besitzenden hilft und die Besitzlosen zum Zahlen hoher Mieten für kleine und ungeeignete Wohnungen zwingt. Auch in der Firma Hube gab es früher Personalunterkünfte, wo jetzt Ferienwohnungen den Kaufmann beglücken.
Der Markt für Arbeitskräfte ist aber leergefegt. Wer qualifiziert ist, kann sich die Stellen aussuchen und tut das auch. Wo die Bedingungen schlechter sind als anderswo, bluten die Betriebe aus. Das trifft auf die teuren Lagen besonders zu, insbesondere wenn die Profiteure der teuren Lagen nicht bereit sind, ihren finanziellen Teil zur Lösung beizutragen, sondern auf dem Recht bestehen, aus Dauerwohnraum Ferienwohnraum zu machen, wie in öffentlicher Sitzung vor kurzem gut zu beobachten war. Da hört der Spaß auf.
Wenn die Zweitwohnungssteuer wegen einer neuen Gesetzeslage steigt, obwohl die Immobilienwerte in den letzten 20 Jahren völlig losgelöst von den realen Gebäudewerten in den Himmel geschossen sind, dann versammelt sich das „Kapital“ um die Juristen, die ihnen Hilfe gegen dieses „Unrecht“ versprechen. Wo ist die Verantwortung des Kapitals für die anderen in unserer Gesellschaft, die Ihnen ein sicheres Leben und eine gute Dienstleistung ermöglichen? Zu diesem Kapital gehören auch Langeooger Kaufleute. Der eine mehr, der andere weniger, und nicht alle sind gleichgültig, einige tragen ihren Teil bei, andere weniger.
Das Wohnungsbauprojekt der Gemeinde hilft im übrigen gerade denen, die sich nicht um Dauerwohnraum für Langeooger kümmern, da es dafür sorgen wird, dass ihre Ansprüche an Dienstleistung weiter erbracht werden können. Fakt ist: Das Projekt ist transparent und für jeden Bürger nachverfolgbar in öffentlichen Sitzungen beantragt, beraten, verwaltungsseitig erarbeitet, ausgeschrieben, bewertet und entschieden worden. Es gab jetzt einen vorgezogenen Entscheidungstermin unter verkürzter Ladefrist, gegen den kein einziges Ratsmitglied Protest angemeldet hat, denn alles war entscheidungsreif. Diesen Termin hätte kein guter Kaufmann verstreichen lassen, es drohte die Verschlechterung der Förderbedingungen und damit ein Anstieg der Kosten. Die Verwaltung hat hier kaufmännisch betrachtet, aber vor allem im Interesse der Wohnungsuchenden und der Funktionsfähigkeit der Kommune Langeoog, genau richtig reagiert.
Alle entscheidungsberechtigten Personen, das sind die gewählten Gemeinderatsmitglieder dieser Insel, sind immer im Bilde gewesen. Damit und durch die Öffentlichkeit der Sitzungen ist die Bevölkerung mitgenommen worden. Genau so sieht es unsere Kommunalverfassung vor. Auch Olaf Hube ist mitgenommen worden, auch wenn er anderer Meinung ist. Das ist und bleibt sein gutes Recht. Er hat allerdings nicht auf der Liste der Kandidaten für den Gemeinderat gestanden, wenn ich diesen Fakt richtig erinnere.
Das Projekt ist genau so groß wie notwendig, um zu finanzierbaren Bedingungen bei bezahlbaren Mieten umgesetzt werden zu können. Dass es knapp kalkuliert ist, ist doch völlig richtig. In der Gemeinde will niemand Profite machen – das ist ein Unterschied zum Kaufmann Hube. Die knappe Kalkulation ist wichtig, um bezahlbare Mieten zu ermöglichen. Was ist dagegen einzuwenden? Würde die Kommune aber großzügig kalkulieren, dann hätte der Faktenchecker Olaf Hube auch dagegen ein Argument gefunden, nämlich, dass die Kommune sich auf Kosten der zukünftigen Mieter am kommunalen Wohnungsbau bereichert. Solch ein Geschäft steht einer Kommune nicht zu, das ist ausschließlich den privaten Kaufleuten vorbehalten, auch wenn der Begriff „bereichern“ dort nicht gern gehört wird.
Es ist ein preisoptimiertes Projekt, es ist ein Festpreis vereinbart, es wird von Profis im Errichtungsprozess begleitet, was kann eine Kommune mehr tun? Ich weiß es nicht. Es bindet die Kommune für 50 Jahre. Stimmt, auch das ist völlig richtig und gesetzeskonform und wird durch die Kommunalaufsicht genauestens geprüft, auch übrigens durch die beteiligten Banken, die besonders gründlich kaufmännisch unterwegs sind. Hoffentlich ist dieses soziale Projekt noch 50 Jahre im Besitz der Kommune, könnte es doch sonst der kaufmännischen Logik der „Gewinnverbesserung“ unterfallen.
Das Wohnprojekt ist hervorragend angelegtes Geld der Kommune. Es blockiert die Handlungsfähigkeit der Kommune nicht, es sorgt für zukünftige Handlungsfähigkeit. Im Verhältnis zu Tausenden von Gästebetten auf der Insel, die auch gebraucht werden, sind die knapp einhundert Betten für Inselbewohner ohne eigenen Hausbesitz alles andere als ein Monsterprojekt und die sieben Ratsmitglieder, die dafür gestimmt haben, handelten meiner Ansicht nach sehr verantwortungsbewusst für Langeoog.
Uwe Garrels

Wohnraumwahnsinn 3
von Olaf Hube aus Langeoog (22.12.2023):

Moin Gerd
schön, dass wir mittlerweile in vielen Punkten einer Meinung sind. Danke für deine Anerkennung.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man „privates“ Risiko eingeht, für das die Familie in allen Konsequenzen geradestehen muss oder ob eine Gruppe von 7 Personen ein besonders hohes Risiko ohne eigene Konsequenzen für 1800 Langeooger Existenzen eingeht – ich glaube, da sollte man schon gut und genau unterscheiden.
Von einer Heuschrecke habe ich zwar nie gesprochen – aber wenn du das meinst – es war nie die Rede von Erbpacht im Gegenteil – man wollte bis runter zur Barkhausenstr das gesamte Gelände verkaufen – deine Behauptung, dass es immer nur um Erbpacht ging, ist schlicht falsch – das kam erst in den letzten ca. ½ Jahr auf – und selbst die Erbpacht macht es nicht wirklich besser.
Auch ohne genaue Einsicht, kann ich erkennen, dass der KWC-Neubau ein Desaster ist – begonnen vor über 4 Jahren, immer noch nicht fertig und Kosten über 5,5 Millionen statt 2 Millionen – dafür brauche ich keine Akten – das erkenn ich so – obwohl ich viele Fakten veröffentlicht habe – siehe faktencheck-langeoog.de
Ursache und Wirkung – naja du unterstellst, dass die Nicht-Befürworter des HDI/KWC Komplett-Verkaufs verhindert haben, das etwas passiert und das stimmt einfach nicht – es hätte ja was passieren können, nur „man“ wollte nicht – man wollte nur den Verkauf von HDI und KWC– sonst nichts – und das ist sicher fatal für unser Langeoog.
Im Grund sind wir uns doch in allerhand Punkten einig – schön zu wissen – vielleicht streiten wir dann mal in Zukunft für eine gemeinsame Sache.
Olaf Hube

Wohnraumwahnsinn von Olaf Hube.
von Gerhard Johannes Siebels aus Langeoog (22.12.2023):

Auf diese Antwort nur ein ganz paar Sätze.
Ich schrieb nicht von privatem oder öffentlichem Risiko, sondern von Risiko allgemein.
Und zu der sogenannten "Heuschreckenfirma". Es war nie von einem Verkauf des Geländes die Rede, es wäre Erbpacht gewesen, das ist ein ganz gravierender Unterschied.
Ich schrieb auch, seit dem Bau des neuen Bahnhofs und der Bahn hat sich wenig positives auf Langeoog, jedenfalls mit größeren Projekten, mehr getan.
Und wenn man bei dem neuen KWC nicht ganz genau Einsicht gehabt hat, ist es besser, darüber zu schweigen.
Und, du musst nicht anderen unterstellen, man könne nicht Ursache und Wirkung richtig zusammen bringen, denn sonst würde ich es gar nicht schreiben.
Mehr wird es hier von mir zu deinem Thema nicht mehr geben

Wohnraumwahnsinn Antwort
von Olaf Hube aus Langeoog (21.12.2023):

Danke für deine Reaktion – leider sind deine Argumente völlig unpassend – meine Eltern und mein Opa – wie viele andere Insulaner – sind das private Risiko eingegangen, von Lebensmittel zu Textilen umzuschwenken und als einer der ersten auf Langeoog Apartments zur Selbstbewirtschaftung anzubieten, das war sehr mutig – wenn es schief gegangen wäre, wären sie Pleite gegangen und hätten damit persönliche Konsequenzen ziehen müssen – mein Opa und mein Vater sind gute Kaufleute gewesen.
Ja, das Thema Wohnungsbau ist seit vielen Jahren ein immer wieder kehrendes „Heißes Eisen“ – ein Wohnungsbau anzugehen ist ein richtiger Weg – darin besteht bei niemanden Zweifel – es geht hier um das Risiko, das etwas schief geht – das ist in mit dem Umfang einfach zu groß für diese Langeooger Gemeinde – es ist jetzt beschlossen und es erhält meine volle Unterstützung, aber wenn es schief geht, erwarte ich Konsequenzen von den Befürwortern – es gibt keine Ausrede mehr, so wie beim KWC.
Die Schiffe sind ein gutes Beispiel, wie man es machen kann – die Schifffahrt war damals ein florierender Betrieb mit enormem Wachstumspotenzial und sehr guten Kaufleuten, die alles sehr genau berechnet haben. Man wusste sehr genau, wie sich die Insel entwickeln wird und welches Potenzial da war und welches Risiko – das Risiko wurde sehr genau abgewogen und es gab Reserven, um Probleme abfangen zu können – da war nicht auf äußerste Kante gerechnet, sondern sehr solide.
Das Kurviertel hätte schon längst entwickelt werden können – sogar müssen. Die Tatenlosigkeit der letzten Jahre lag bestimmt nicht daran, dass unter anderem ich gegen den Plan der Gemeinde war – wir haben sehr viele Alternativen auf dem Tisch gehabt – aber an diesen gab und gibt es kein Interesse, „man“ will es verkaufen und das ist aus meiner Sicht falsch – das heißt ja nicht, dass es nicht andere Möglichkeiten gibt – nur die will „man“ nicht – warum auch immer.
Die Ratsminderheit spiegelt die Mehrheit der Langeooger wider und die Ratsminderheit ist supergut aufgestellt, mit viel Kompetenz, viel Gefühl und einem Herz für Langeoog – nur weil man einen anderen Weg sieht, heißt es ja nicht, das man sich der ganzen Sache verschließt – im Gegenteil – man bietet gut durchdacht Alternativen an – das mangelnde Handeln liegt nicht an den Gegnern einer Idee sondern an denen, die sich auf einen Weg versteifen und nicht willens sind, gemeinsamen einen guten Weg zu suchen und zu gehen – hier das Zauberwort: Kompromiss!
Ja, in der weiter zurück liegenden Vergangenheit haben der Rat und die Verwaltung gute Entscheidungen getroffen, man hat miteinander gearbeitet und nach guten Wegen gesucht und sie gefunden – es war nicht immer leicht, aber oft erfolgreich – gerade in den letzten Jahren hat das nicht mehr geklappt – hier haben Rat und Verwaltung nicht mehr zueinander gefunden – so wie heute – immer eine 7 zu 4 Entscheidung.
Die guten Entscheidungen der letzten Jahre kann ich nicht erkennen – im besten Fall haben wir einen Stillstand, sonst eher Rückschritte.
Das Kurviertel hätten wir schon längst selber entwickeln können – und zwar erfolgreich – lieber Gerd, wer will schon einen großen nur auf Profit ausgelegten Konzern als Bestimmer des Langeooger Tourismus haben – ich nicht – ich finde, das können wir Insulaner viel besser.
Ja, das KWC ist ein gutes Beispiel für die schlechte Arbeit der letzten Jahre und genau das möchte ich verhindern – wer ist denn der Verursacher der Katastrophe "KWC Bau" und er ist ja immer noch nicht fertig.
Also lieber Gerd, Ursache und Wirkung müsste man doch richtig zuordnen. Und wie du schreibst – der Rat braucht es ja nicht persönlich bezahlen – so wie jetzt bei dem Wohnraumwahnsinn – das zahlen alles wir – jeden Fehler werden wir bezahlen und vor Fehlern möchte ich uns bewahren.
Olaf Hube

Wohnraumwahnsinn von Olaf Hube.
von Gerhard Johannes Siebels aus Langeoog (21.12.2023):

Fast kein Betrieb hat so viel auf der hohen Kante, um bei einem Bau alles selber finanzieren zu können. Und, wenn deine Eltern damals nicht das Risiko eingegangen wären, von Lebensmittel auf Textilien zu wechseln, würde das Geschäft heute mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr existieren. Und mit dem "Wohnraumwahnsinn" ist es auch so, wenn die Gemeinde nicht jetzt das Risiko eingeht, wann denn noch? Das Wohnraum Thema existiert schon seit mindestens 50 Jahren. Vor jeder Wahl auf Langeoog war es immer das Top Thema. Und nach den Wahlen? Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Somit finde ich persönlich diese positive Entscheidung sehr gut. Ein gutes Beispiel ist der Bau der beiden großen Schiffe Langeoog III und IV. Beschlossen war nur der Bau der Langeoog III. Der Werftbesitzer hat der Gemeinde ein Super Angebot gemacht und somit bekam Langeoog 2 Schiffe, obwohl man vor gut 40 Jahren noch lange nicht wusste, ob es immer weiter bergauf geht. Und, die Entscheidung war richtig. Sie dir das Kurviertel an, wo u. a. auch du ein großer Gegner der Pläne warst und bist. Jetzt liegt es immer noch marode da. Hätte man es genehmigt, wäre das Kurviertel auf Langeoog für die nächsten 30 bis 50 Jahre saniert gewesen. Mit der Einstellung einiger, auch den Ratsminderheit Mitgliedern wird Langeoog immer weiter ins Hintertreffen kommen. Aber immer nur reden, wir sind für die Zukunft Langeoogs. Allerdings bringt reden nichts, es müssen Taten her. Und diese Entscheidung größeren Ausmaßes ist nach dem Bahnhof und der Bahn in den 90er Jahre endlich wieder eine sehr gute. Was glaubst du, weshalb es auf Langeoog viele Jahrzehnte immer bergauf ging? Weil die Räte inclusive der Verwaltung meistens gute Entscheidungen für die Zukunft der Insel getroffen haben. Aber in den letzten Jahren war das Gegenteil der Fall. Siehe neues Kurviertel, wo ein Konzern es wunderschön neu gebaut hätte. Jetzt stehen die Ruinen immer noch da. Siehe neues KWC, wo auch noch persönliche Aspekte mit im Spiel waren. Jetzt kommt es auch ja man eben nur 4 000 000 Euro teurer, als veranschlagt. Ist doch egal, der Rat braucht es nicht bezahlen.

Wohnraumwahnsinn?
von Olaf Hube aus Langeoog (19.12.2023):

Kommunaler Wohnraum = Wohnraumwahnsinn?
Ganz spontan und völlig unvorhergesehen gibt es morgen eine Ratssitzung mit 2 brandheißen Themen – Auflösung des gemeindeeigenen Kindergartens und dessen Übergabe an den Landkreis – der soll es jetzt besser machen. Ja, Kindergarten auf Langeoog ist nicht einfach – aber es ist unsere Quelle der Entwicklung – hier werden Werte vermittelt, die uns Langeoogern wichtig sind – hier gibt es hohes Engagement der Eltern sowie der Erzieher und eine funktionierende Interaktion zwischen Kindern, Erziehern, Eltern, Schule und dem gesamten Dorf – denn ganz Langeoog steht hinter dem Kindergarten – das setzten wir hier aufs Spiel. Wir haben alle seit Jahrzehnten dafür gekämpft, dass der Kindergarten in unserer Hand bleibt – jetzt soll er zurück gegeben werden, weil wir es nicht mehr schaffen. Das ist ein Fehler – das werden wir aber erst in ein paar Jahren richtig spüren –– für mich ein Armutszeugnis.
Dann der weitere Tagesordnungspunkt – ein Monsterprojekt, das unsere Gemeinde an den Rand des Machbaren drängt – die Gemeinde möchte über 40 Wohnungen bauen für aktuell kalkulierten rund 14. Millionen Euro – dieses Mammut-Projekt bindet uns für rund 50 Jahre. Es ist so knapp berechnet, das kleine Probleme uns in Zwangslagen bringen können. Nicht berücksichtigt sind Auflagen, die erst noch kommen werden – wie z.B. die gesamte Energie-Wende. Was ist, wenn wir nicht alle Wohnungen vermieten, die Finanzierung nicht zu halten ist, unvorhergesehene Belastungen auf die Gemeinde zukommen, Mietausfälle, Nachbesserungen, Veränderung der Personallage. Das Projekt bringt uns an die Grenzen der Leistungsfähigkeiten dieser Gemeinde. Das Projekt scheint viel zu groß und damit auch mit einem viel zu hohen Risiko versehen. Das Projekt setzt – in dieser Form – alles auf eine Karte.
Ein Kaufmann würde das Projekt so nicht durchführen – es beinhaltet ein viel zu großes Risiko – aber mit fremdem Geld ist das natürlich eine leichtere Sache – es geht hier ja nur um das Geld der Gemeinde – also unser aller Geld – wir werden alle für jeden Fehler teuer bezahlen. Dieses Projekt dann auch noch durchzuführen, ohne die Bevölkerung mitzunehmen, zeugt davon, dass man Angst hat, das Stimmen laut werden, die das Risiko als zu hoch ansehen. Die Aufklärung zu diesem risikoreichen Projekt war da – allerdings recht zurückhaltend und mit sehr wenig Öffentlichkeit. So ein Projekt wäre es doch wert gewesen, es öffentlich vorzustellen, auch um dafür zu werben und Verständnis zu erzeugen.
Wir sind angeblich nicht in der Lage einen Kindergarten aufrecht zu erhalten oder ein Veranstaltungshaus erfolgreich zu führen – aber ein Projekt mit dem Volumen von 14 Millionen... Es werden dann rund 120 Wohnungen durch die Gemeinde betreut – das schaffen wir?
Nochmal: ein ordentlicher Kaufmann würde ein solch hohes Risiko nicht eingehen – natürlich brauchen wir Wohnungen – aber muss es gleich ein so großes Projekt sein, das so viel Gefahren in sich birgt – aus meiner Sicht ist es einfach viel zu groß.
Olaf Hube

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4...auch an Feiertagen
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