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Dünensingen mit "Stargast" und einer Überraschung

Am

St. Petrus meinte es sehr, sehr gut mit Andreas Mennen, als der Langeooger Rentner es endlich einmal wieder zu seinem geliebten "Dünensingen" schaffte. Denn obwohl sich am Himmel teils graue Wolken ballten, blieb es trocken und die Sonne schien immer wieder wärmend in die fröhliche und wie immer gut besuchte Runde im Dünental unterhalb des Wasserturms.

Andreas Mennen ist aber nicht nur irgendein Senior, der Freude am Kult-Singen um Herbert Burmester und Eva Funke hat, denn er war sehr lange selbst dort aktiv. Den schönen gelben Wagen der Truppe hat der gelernte Zimmermann und Maurer mitgebaut; der Liedanzeiger mit dem Steuerrad ist seine Erfindung und dessen Bedienung war früher seine Aufgabe. Eigentlich hat nun Ursel Reinboth oder ein anderes Likeedeeler-Mitglied dieses Amt inne; aufgrund des Ehrengast-Besuchs wurde am Dienstag aber Andreas Mennens Sohn Bernhard die Arbeit am Liedanzeiger überlassen. Insgesamt waren vier Generationen Mennens anwesend: Uropa Andreas, Sohn Bernhard sowie Enkelin Katharina mit Mann Luis und Urenkelin Noa, die in Berlin leben — alle musikalisch oder anderweitig künstlerisch veranlagt. Und bis heute lagern die Dünensingen-Requisiten bei Familie Mennen im Schuppen, wo sie jeden Dienstag feierlich in Empfang genommen werden. Auch kleinere Reparaturen daran werden in der Mennenschen Werkstatt erledigt.

Andreas Mennen baute das Haus im Melkerpad mit seiner inzwischen verstorbenen Frau Johanne Anfang der 60er Jahre und zog dort drei Kinder groß: Sein Sohn lebt nach vielen Jahren auf dem Festland wieder mit im Hause; eine Tochter, Regina, wohnt schräg gegenüber, die zweite Tochter in Bremen. Trotz der starken Wurzeln auf Langeoog und einer ungebrochenen Liebe zur Insel ist die Familie international auf- und sehr weltoffen eingestellt. So wird Urgroßenkelin Noa dank ihres Vaters Luis, der in Brasilien aufwuchs, gleich dreisprachig erzogen: Mit Hochdeutsch, Portugiesisch und Plattdüütsch. Und eine weitere Enkelin von Andreas Mennen lebt in Großbrittanien. Andreas Mennen selbst wurde 1932 in Hagermarsch bei Norden geboren. Er kam in jungen Jahren als Arbeiter auf die Insel, lernte dort seine 5 Jahre jüngere Frau Johanne kennen — und blieb. Schnell machte er sich auch als Kulissenbauer und Holzkünstler einen Namen. Viele Insulanergärten und -wohnungen zieren beispielsweise seine Wassertürme aus Holz. Dazu erwies er sich als Kegeltalent und gewann auch dadurch schnell Freunde auf Langeoog: "Kein Wunder, bei uns in der Familie haben alle sehr große Hände! Da klappt das mit dem Kegeln ganz gut", scherzte der sympathische Witwer beim Redakteursbesuch in seinem Wohnzimmer und hob wie zum Beweis die (tatsächlich schaufelgroßen) Hände in die Luft. Dass er als junger Mann außerdem ziemlich gut aussah und bis heute ein sehr vereinnahmendes, warmherziges Lachen besitzt, zeigen etliche alte Fotos an der Wand.

"Das Dünensingen hat Papa immer geliebt", erzählt sein Sohn Bernhard, "aber nun geht es gesundheitlich leider nicht mehr so". Umso mehr freute sich Mennen Senior dann, dass die ganze Familie zur Unterstützung mitkam. Als "Stargast" wurde Andreas Mennen von der Dünensingen-Crew auch gleich herzlichst empfangen und erhielt auf der Bank bei den Musikern einen Ehrenplatz, von wo aus er fröhlich in die Runde winkte.

Man merkte deutlich, wie sehr sich alle über den Besuch freuten — eine offizielle Vorstellung durch Herbert Burmester gab es natürlich auch noch. Das Publikum begrüßte ihn mit herzlichem Applaus. Und dann wurde wieder fröhlich musiziert mit Akkordeon, Gitarre und Gesang.
Und als wäre das noch nicht genug der Unterhaltung, gab es an diesem Abend auch noch eine kleine Überraschung: Eine junge Frau aus Steyerberg bei Nienburg, Mitglied einer Gruppe der ev.-luth Kirche, trat plötzlich ans Mikrofon. "Wir machen eine Art "Wetten, dass ..."-Außenwette", verriet sie, "dazu brauchen wir mindestens 5 Leute, die mit uns den Refrain von "Atemlos durch die Nacht" von Helene Fischer singen."
Zwar ist die Dünensingen-Klientel eher "Team Lale" als "Team Helene", aber selbstverständlich wurden Mut und Aktion mit entsprechender Sangesfreude belohnt.
Dann gab es noch ein Geburtstagskind, das 9 wurde, und unzählige andere Kinder, die sich zum Lied "Alle Vögel sind schon da" auf die von Ursel Reinboth und Patricia Thorburn verteilten Gummibärchen-Tüten stürzten, die traditionell zu diesem Zeitpunkt als Geschenke verteilt werden.
Angesichts all dieser herzwärmenden Augenblicke kam der Ehrengast aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus.

Dass Andreas Mennen vielleicht doch noch öfter am Dünensingen teilnehmen kann, ist nicht unwahrscheinlich: Sein Vater wurde 103. "Das will er auch schaffen", verriet augenzwinkernd sein Sohn. Und die Runde war sich schnell einig: "Das kriegt er hin!"
 

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