Leserbriefe

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Leserbriefe 1 bis 5 von 446
 
Reinhard Brölsch aus Lemgo

http://www.haus-broelsch.de

Donnerstag, 21.05.15 21:16

Moin Herr Buhtz, ich hab so das Gefühl wir sind in einigen Bereichen durchaus einer Meinung. Was allerdings die Verbraucherpreise auf der Insel angeht - das Transportkostenproblem ist in der Tat omnipräsent. Fakt ist: Unter 10 Cent pro Kilogramm bekommen Sie keine Ware auf die Insel. Das rechtfertigt natürlich keinen Preisaufschlag von einem Euro für 1 Flasche Wein (Gewicht ca. 2 KG), auf der anderen Seite sind auch die Inselhändler gewzungen, z. B. Tabakprodukte oder Printerzeugnisse zum Festlandpreis zu verkaufen, obwohl sie deutlich höhere Beschaffungskosten haben. Im übrigen: Die 3 Flaschen Wein, die ich für einen Langeoog-Urlaub brauche, sind bei mir immer im Handgepäck...

Viel mehr treibt mir das Interessenbekundungsverfahren der Inselgemeinde bezüglich des Kurzentrums den Angstschweiß in den Nacken.

Ich habe mir jetzt mal die detaillierten Unte4rlagen der Inselgemeinde zu Gemüte geführt.

Und kann nur jedem, der ein bißchen Anteil am Schicksal der Insel nehmen möchte, empfehlen, dieses auch zu tun.

Ich werde hier sicher in der nächsten Zeit noch öfter etwas zu diesem Thema schreiben, deshalb sei mir verziehen, wenn ich hier und jetzt nur den Gesamtkomplex "Spöölhus" hinterfrage.

Zum Verständnis aber zunächst eine generelle Anmerkung: Die Bewertung von Interessenten findet nach drei Kriterien statt:
1. Kaufpreis
2. Architektur
3. Einpassung in das touristische Inselkonzept,
wobei die Wertung der einzelnen Punkte bei den drei Objekten unterschiedlich ist.

Als erstes: die "Ersatzmaßnahme" Freizeit- und Erlebniszentrum. Zu den bisherigen Funktionen des Spöölhus wird hier ausgeführt: "Erwartet wird ein Familienbereich, der wesentlich Kinder bis 12 Jahre anspricht. Diese
Komponente findet sich sowohl im Outdoor- wie im Indoorbereich wieder. Zwischen dem Familien- und Sportbereich soll eine Sichtverbindung bestehen, die aber schalltechnisch entkoppelt ist." Schalltechnisch entkoppelt!!!!!!! Wann lautete das Motto "Kinder soll man sehen, nicht hören"? Selbst in meiner Jugend (und die ist lange her...) war das schon nicht mehr Erziehungsmaxime... Das ist also der Ersatz für das "Laute Haus"??????? Immerhin: Nur 35 % der Wertungspunkte entfallen auf den Kaufpreis, und 50 % auf das Konzept, der Rest ist Architektur. Ist aber auch verständlich, wenn man bedenkt, dass der Investor eigentlich nur einen Pachtvertrag (das Gelände ist nicht käuflich) und ein Entsorgungsproblem (die alte Tennishalle + Nebengebäude) erwirbt.

Als Nächstes: Der "Verkauf" des jetzigen Spöölhus. Die Wertung der drei Kriterien ist hier: 15 % für das Konzept, 15 % für den Architekten und 70 (!!!!) % für den Kaufpreis. Hier wird auch wirklich Substanz gehandelt: 2.000 m² Grundeigentum. Das Gebäude? Keine 30 Jahre alt, nicht sanierungsbedürftig, aber eigentlich zu nichts anderem zu nutzen, als für seinen urspünglichen Verwendungszweck? Weg damit! Zur Not ändern wir den Bebauungsplan (wird ausdrücklich in Aussicht gestellt).

Ach ja, und der davor liegende Spielplatz wird natürlich umgesiedelt!

Es gibt nur zwei Ideen, die ich zu diesem Komplex habe: Der Umbau zu einem sehr luxuriösen und großzügigen Feriendomizil a la Sonnenhof, entweder für die vermögende Familie, oder aber für den exklusiven Pärchenurlaub an der Nordsee. Für Ersteres fehlt mir leider das Geld, für Letzeres die Passion....


Günther Buhtz

http://hansundgretel@web.de

Mittwoch, 20.05.15 07:19

Hallo, Herr Brölsch. Ja, das sie sie leider, die hochgelobte freie Marktwirtschaft. Da wird nichts mehr getan, ohne nicht vorher den maximalen finanziellen positiven Gewinn zu errechnen. So ist es auch bei den Lebensmittelpreisen. Da wird am Festland die Flasche Lorch-Wein für 3,99 € verkauft, auf Spiekerogg für 4,49 € und auf Langeoog bei Isenecker für 4,99 €. Ach ja, das kommt ja durch den Transportzuschlag, nicht etwa, dass man den Urlauber abzocken will. Neiiiin! - oder? Mal sehen, was der Wein dann im Friesengut-Geschäft kostet. Sicherlich 5,49 €. Und im Übrigens: Da hat Frau Marianne Zalmann aus Essen-Werden allerdings eine Frage aufgeworfen, die der ewig klammen Gemeindekasse sehr gelegen kommt: Warum sollte es auf Langeoog eigentlich keine Kurtaxe für Hunde geben? Ja, warum eigentlich nicht? Die Hunde nutzen doch auf Langeoog den Hundestrand, die Wege, etc. genauso wie der normale Kurgast. Was da noch für ein finanzeielles Potential brachliegt......

Reinhard Brölsch aus Lemgo

http://www.haus-broelsch.de

Dienstag, 19.05.15 11:44

Mea culpa, Herr Buhtz....
Ich hatte nur Baltrum und Borkum recherchiert, nebenbei noch ein paar Mittelmeer- und Ostseeverbindungen. Auf allen Linien: Analog zu den Bahn-Tarifen. Teilweise sogar unter Anerkennung von Bahn-Rabatten (Bahncard etc.). Es gab mal einen "Würmeling" Bahnpreisermäßigung von 50 % für kinderreiche Familien. Der wurde auch von der Schiffahrt Langeoog anerkannt... Ich habe nebenbei gerade einen Transfer Dünkirchen-Dover gebucht: 5 Personen inkl. Fahrzeug 77,00 € hin und zurück. Die Selektion des Langeoog-Publikums findet halt doch schon in Bensersiel statt: Alle, die diese Preise nicht bezahlen wollen oder können (insbesondere die mit Hund): Rechts raus und Urlaub im Wattenmeer machen....

Günther Buhtz

hansundgretel(at)web.de

Dienstag, 19.05.15 07:16

Moin, Herr Brölsch. Das ist leider falsch, was Sie schreiben. So kostet nach Spiekeroog und zurück ein Hund gleich welcher Größe das gleiche wie erwachsene Urlauber, nämlich 29,80 €. Nachzulesen in dem Beförderungstarif der Insel.
Viele Grüße
Günther Buhtz

Reinhard Brölsch aus Lemgo

http://haus-broelsch.de

Montag, 18.05.15 17:59

Soweit richtig, Herr Buhtz, mit dem feinen Unterschied, dass es außer der Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog keinen Carrier gibt, der für einen Hund den gleichen Preis berechnet wie für einen erwachsenen Menschen, und das auch noch unabhängig von der Größe und der Transportart! Monopolstellungen haben schon was...

 

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