Leserbriefe

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Leserbriefe 1 bis 5 von 390
 
Holger Wissmann aus Langeoog

murphyoog(at)gmx.de

Sonntag, 23.11.14 19:13

Sehr geehrter Herr Hess
es war eine schlimme Zeit die hier auf Langeoog passiert ist.
Ich kann dies nicht beurteilen, da Jahrgang 1960.
Weiss nur von meiner Großmutter, dass sie den
Kriegsgefangenen unter schwersten Bedingungen Essen
gebracht hat auf die Gefahr von den Nazis erschossen zu werden.
Es waren also nicht alle Langeooger schlecht.
Bedenken sie, dass in diesem Moment wieder unschuldiege
Frauen und Kinder sterben, die auch keine Gedenktafel
bekommen !!!

Gerhard Heß

Gerhard-Moses-Hess(at)web.de

Sonntag, 16.11.14 16:55

Offener Brief zum Volkstrauertag:
Langeoog muss sich endlich seiner NS-Vergangenheit stellen!

Am 23. Oktober sind bei Abrissarbeiten am alten Haus Meedland in der Langeooger Gartenstraße Fundamente des Straflagers gefunden worden, in dem Kriegsgefangene aus vielen Ländern Europas gequält und ca. 138 sowjetische Kriegsgefangene zu Tode geschunden wurden. Trotz Intervention meinerseits sind diese historischen Spuren nicht gesichert worden, bis heute gibt es auf der Insel keinerlei Hinweis auf das Lager, keinerlei offizielles Gedenken!

Noch immer wird die Kriegsgräberstätte auf dem Dünenfriedhof abschätzig als „Russenfriedhof“ bezeichnet, obwohl die hier bestatteten 113 namentlich bekannten Lagerinsassen augenscheinlich aus vielen Ländern der ehemaligen Sowjetunion (u.a. aus der Ukraine) stammen; noch immer wird offiziell beschönigt, die Kriegsgefangenen seien „hier zur Arbeit herangezogen worden und ums Leben gekommen“!
Die Ehrung der Toten beginnt damit, dass man ihnen ihre Identität zurückgibt und die Wahrheit über ihren Tod sagt!

Und noch immer gibt es keine historische Aufarbeitung – die Gemeinde tut so, als sei sie nur Opfer, nicht Nutznießer des Nationalsozialismus gewesen, obwohl die Insel doch ganz offensichtlich ihre gesamte Infrastruktur (vom Hafen bis zum Straßen- und Siedlungsbau) als Grundlage ihres rasanten Nachkriegsaufstiegs allein der Wehrmacht verdankt und das heißt auch: den Kriegsgefangenen, die hier schuften mussten!

Sage niemand, er habe nichts gewusst: Hinweise gibt es seit dem Erlebnisbericht des Belgiers Fernand Masson „Als Kriegsgefangener zwischen Wester und Ems“ 1985, dem Buch des Pfarrers Helmut Junk: „Todesursache: Allgemeine Körperschwäche“ 2005 und dem Dokumentarfilm „Keine Kameraden“ von Beate Lehr-Metzger 2011.

Was ist überfällig?

- Eine Gedenktafel zur Erinnerung an das „Straflager“ in der Gartenstraße, damit 70 Jahre Verschweigen und Vertuschen endlich ein Ende haben.

- Eine korrekte Ausschilderung und Beschilderung des „Russenfriedhofs“ entsprechend den international gültigen Regeln des „Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge“.

- Die Wiederherstellung des Schaukastens am Friedhofseingang, in dem früher auf den „Russenfriedhof“ und seine Geschichte hingewiesen wurde.

Rolf Friese aus Quickborn, SH

rola38-05(at)t-online.de

Freitag, 14.11.14 21:17

Noch ein Versuch!
Hallo liebe Langeooger und Langeoogerinnen.Bin immer noch auf der Suche nach der Langeoog-Werbeplatte "Roseninsel" gesungen von Lale Andersen.Wer hat diese Platte noch und würde sie mir verkaufen??Einfach mailen,vielen Dank,Rolf Friese

Hendrik Tongers

info(at)langeoog-tongers.de

Montag, 10.11.14 15:26

Sehr geehrter Herr Hohmann,
beim besten Willen, aber dass eine derartig hohe Preiserhöhung durch den Fremdenverkehrsausschuss und VA im Eilverfahren ohne „Absegnung“ des Gesamtrates im April/Mai 2013 vollzogen wurde, dann anderthalb Jahre auf Halde gelegt wurde um sie Oktober/ 2014 mit der Firma webtop.media mit der Änderungskündigung in das Feuer zu schicken, das übersteigt mein Verständnis von bürgernaher Politik komplett. Dieses mehr als eigenartige Vertragskonstrukt zwischen der Kurverwaltung und ihnen als uneigennützigen Systembetreiber, das wird sicher nicht das Licht der Öffentlichkeit finden. Aber ich habe trotzdem eine Bitte an sie. Der Leistungsvertrag mit Umlenkrolle auf webtop.media, der verteilt fast alle Pflichten auf einen Einzigen. Den sogenannten Leistungsträger, also alle Langeooger Vermieter. Grundlage aller Anforderungen und Pflichten sind dagegen fast nur die Klassifikationsmerkmale einer einzigen Kleinstguppe. Der DEHOGA.
Und das Herr Hohmann bitte ich sie , als Vorsitzender des Heimatvereins Langeoog, dass sie den Verantwortlichen für diesen einseitigen Vertrag folgendes übermitteln: Diese Insel wurde nach dem II. Weltkrieg von unseren Eltern und Großeltern aufgebaut, nicht von Hedgefonds und auch nicht von einer Handvoll Hoteliers . Hier fanden tausende von schlecht ernährten Kindern Erholung und Ruhe in den sozialen Hilfswerken der Kinderkuren , egal ob Flüchtlingskinder oder Kinder aus dem Ruhrgebiet oder sonst woher. Hier kommen seit Jahrzehnten bürgerlich oder gutbürgerliche Familien her, die mehrheitlich ihre Erholung finden bei Langeooger Vermietern unter denen alles vertreten ist von einem Appartement bis zu 30 Ferienwohnungen. Warum wird diese übergroße Vermieter-Mehrheit vertraglich in das Spezialitätenkorsett der DEOGA gepresst? Und vielleicht raten sie ihren Auftraggebern doch wieder den Weg zurück zu finden hin zu gesetzeskonformen Vertragsbestandteilen. In § 18 „Kontingente“ soll der Langeooger Vermieter unterschreiben, dass man ihm jederzeit das grundgesetzlich garantierte Recht auf die Unverletzlichkeit des Hauses oder der Wohnung nehmen kann und bei ihm eindringen kann wann man will. Unter 3 heißt es in § 18:“ Gemeindebedienstete sind berechtigt,… bzw. Unterkünfte zu besichtigen, zu prüfen und zwar auf den gesamten Besitz des Langeooger Vermieters.“ Dagegen sind selbst richterliche Durchsuchungsbeschlüsse enger gefasst. Die Gestalter dieses eigenartigen Vertrages sollten zur Abwechslung mal den Artikel 13 des Grundgesetzes lesen:
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
(2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.



Stefan Hohmann aus Dortmund

hohmann(at)webtop.de

Donnerstag, 06.11.14 11:35

Moin Herr Tongers,
ich möchte Ihnen hiermit einige Informationen zur Verfügung stellen:
Die Preiserhöhung wurde tatsächlich im Mai 2013 vom Verwaltungsausschuss der Inselgemeinde Langeoog beschlossen. Sie können sich diese Information gern bei der Gemeinde bestätigen lassen.
Dem ist eine Präsentation durch uns, der wetop media online-systems GmbH, im April 2013 vorausgegangen. Unsere Präsentation wurde vor dem Fremdenverkehrsausschuss und auch öffentlich gehalten. Aus unserer Präsentation geht hervor, dass die von Ihnen angesprochene "Pachtgebühr" knapp über 80% der Preiserhöhung für die Kurverwaltung Langeoog beträgt.
Im Detail: Aus der Preiserhöhung erhält die Kurverwaltung monatlich 1,- EUR pro Interneteintrag und monatlich 4,- EUR pro Wohneinheit. Die webtop media online-systems GmbH erhält aus der Preiserhöhung monatlich 1,- EUR pro Wohneinheit. Die letzte Preiserhöhung der webtop media war vor ca. 13 Jahren im Januar 2002.
Ich weiß nicht wie es gehandhabt wird, stelle mir aber vor dass die Protokolle unseres Vortrages bei der Gemeinde auf Anfrage einsehbar sind, da es eine öffentliche Sitzung war.
Die webtop media betreut nach wie vor das Internet-Gastgeberverzeichnis für die Kurverwaltung Langeoog und nicht in eigener Regie. Daran hat sich auch nach der Änderungskündigung nichts geändert.

 

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