Schlagball - Die Regeln

Seit einiger Zeit erfährt auf Langeoog das alte Traditionsspiel „Schlagball“ ein „Comeback“. Im Herbst 2009 ging die Leidenschaft für Georg Stenzel und Peter Stommel, zwei Kurgäste aus Wuppertal, so weit, dass sie während ihres Urlaubs jeden Tag ein Schlagballtraining für jedermann am Strand angeboten haben. Höhepunkt der Saison ist das alljährliche Inselduell Langeoog gegen Spiekeroog.

Schlagball ist ein Mannschafts-Kampfspiel mit 80-Gramm-Schlagbällen, bei dem sich zwei Parteien von je zwölf Spielern gegenüberstehen.

Gekämpft wird um das Schlagrecht. Die Schlagpartei besetzt das Schlagmal, verteidigt das Schlagrecht und versucht durch Schläge ihre Läufe zum Laufmal hin- und herzubringen. Weitschläge (über das Lauffeld hinaus bis in den Schrägraum) und Läufe ergeben den Punktgewinn für die Schlagpartei.

Die fangende Partei besetzt Lauffeld und Schrägraum und versucht das Schlagrecht zu erringen. Sie versucht, wie beim modernen Völkerball, die Bälle zu fangen oder anzuhalten und durch Zuspiel die laufenden Schläger einzukreisen und abzuwerfen, aus dem Lauffeld heraus zu treiben oder die Gegner „auszuhungern“, indem sie den Ball in das Schlagmal wirft, ohne dass sich dort ein schlagberechtigter Schläger befindet.

Die Fänge ergeben den Punktgewinn für die Fangpartei. Durch erfolgreiches Feldspiel erhält die Fangpartei das Schlagrecht und wird jetzt zur Schlagpartei (Malwechsel).

Ein toter Ball gehört immer den Schlägern: Tot ist der Ball, wenn er „außer Spiel“ ist. Das heißt, wenn er nach einem gültigen Schlag von einem Fänger ins Schlagmal gespielt wird, bei wiederholtem oder absichtlichem Laufen der Fänger mit dem Ball oder bei absichtlicher Spielverzögerung durch die Fangpartei.

Spielstart ist der erste gültige Schlag der Schlagpartei. Das heißt, der Ball fällt in das Lauffeld oder den Schrägraum, oder wird von einem Fänger berührt. Nach ungültigen Schlägen ist der Ball „außer Spiel“ und bleibt bei den Schlägern. Auch ein absichtlich von oben nach unten geschlagener Ball ist ungültig.

Wann erfolgt ein Schlagrechtswechsel: Gelingt es der Fangpartei den Ball ins Schlagmal zu bringen, in dem sich kein schlagberechtigter Spieler mehr befindet, so ist die Schlagpartei „ausgehungert“ und es erfolgt ein Schlagrechtwechsel.