Wohnungsbau gewinnt an Tempo

Am 16.04.2018 Von: Klaus Kremer

Die Lösung des Wohnraumproblems auf Langeoog gewinnt deutlich an Tempo. Am Wochenende gab es für Wohnungssuchende weitere Informationsveranstaltung, auf der Dr. Jasna H.-Baumgarten und Ferdinand Borchmann-Welle von der Firma TING-Projekte stärker ins Detail gingen und erste konkretere Zahlbeispiele präsentierten.

Auch Bürgermeister Uwe Garrels freute sich, dass es jetzt bereits ans Eingemachte geht und stellte fest: "Die Langeooger wollen, dass es etwas wird." Es gelte jetzt die Realisierung von bezahlbarem Wohnraum voran zu bringen. Er kündigte an, dass das ganze ehemalige Internats-Gelände für Mietwohnungsbau erschlossen werden solle, nicht nur durch die neue private Wohnungsbaugenossenschaft Uns Oog.

Dr. Jasna H.-Baumgarten zeigte sich überwältigt von der Resonanz auf den ersten Informationsabend. 119 Fragebögen seien ausgefüllt worden und schon jetzt seien 38 Langeooger Mitglied der Wohnbaugenossenschaft. Weitere könnten Mitglied werden, denn zum einen sei es nicht sicher, ob alle bisherigen Eintritte auch eine Wohnung anstreben, zudem gebe es bereits erste Überlegungen, das von der Genossenschaft genutzte Areal zu vergrößern und mehr arbeitgeberunabhängige Wohnungen anzubieten.

Bisher seien etwa 30 Wohnungen geplant, ergänzte Ferdinand Borchmann-Welle und erläuterte in der Folge, wie man die erforderliche Einlage einfach mit Hilfe der KfW und deren Programm 134 günstig finanzieren könne. Außerdem sei es für alle Langeooger möglich, Solidaritätsanteile zu erwerben ohne eine Wohnung zu mieten, um das Projekt zu unterstützen. Diese würden dann verzinst.

Außerdem empfahl er potentiellen Mietern zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen Wohn-Berechtigungs-Schein WBS bestehen. Die Einkommensgrenzen seien auf Langeoog deutlich höher als normal und es werde sogar geprüft, ob diese weiter angehoben werden können. Folge sei eine um etwa drei Euro pro Quadratmeter günstigere Miete und eine deutlich geringere Einlage. Ein Merkblatt hierzu sei in Vorbereitung.

Er stellte Rechenbeispiele für Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen mit und ohne WBS vor und fügte an, dass die Betriebskosten noch eine Schätzung seien. Die Mieter könnten als künftige Eigentümer der Anlage hier durch Eigenleistungen die Kosten senken.

Nach der Auswertung der vielen Fragebögen mit den Bedarfen würden nun die Grundrisse optimiert. Offenbar seien auf Langeoog etwas größere Wohnungen gefragt als zunächst geschätzt. In zwei bis drei Wochen würden dann Exposés verfügbar seien, auf deren Basis konkrete Bewerbungen für bestimmte Wohnungen abgegeben werden könnten.

Vorstand und Aufsichtsrat würden dann ein Aufnahmekomitee bilden, das prüft, ob die Voraussetzungen in den Bewerbungen erfüllt sind. Unter anderem darf kein Eigentum vorhanden und der Hauptwohnsitz muss Langeoog sein. Der Mitgliedsnummer in der Genossenschaft folgend würden dann die Wohnungen vergeben. Ein Bezug sei voraussichtlich schon im Sommer 2020 möglich.

Die Langeoogerinnen und Langeooger im gut gefüllten Saal I im Haus der Insel hatten anschließend zahlreiche schon sehr konkrete Fragen, die ausführlich beantwortet wurden.

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