Von Ameisen, Queller und Wattwürmern

Am 14.07.2018 Von: Herbert Grohmann

Einmal im Jahr lädt Gäste- und Wattführerin Fiona Wettstein zu einer besonderen Wanderung ins Langeooger Watt. Diese Führung unter dem Motto „Watt für Einsteiger“ veranstaltet sie zu Gunsten der DLRG, die den Erlös als Spende erhält - die Lebensretter benötigen u.a. dringend einen Sanitätsrucksack. Und zu dieser Führung sind auch die Ferienpass-Kinder eingeladen. Für die Kinder ist die Wattwanderung kostenlos: „Als echtes Insulanerkind muss doch jeder von Euch schon einmal im Langeooger Watt gewesen sein!“

Sechs Kinder waren mit Petra Kruse, die zur Betreuung mit von der Partie war, zum Treffpunkt am Deichschart an der Willrath-Dreesen-Straße gekommen. Dort gab es zuerst einmal ein bisschen „Watt-Knigge“ für alle. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt, ein „Mitbringsel“ aus dem Watt mitzunehmen. Alles, was dort gefunden wird, muss auch dort bleiben.

Ein kurzer geschichtlicher Ausflug von der „Weihnachtsflut“ 1717 bis zu Renaturierung der Salzwiesen ab 1995 und zum Orkan „Xaver“, bei dem es am Nikolaustag 2013 „Land unter“ hieß, gab einen kompakten Einblick in die Entwicklungsgeschichte dieses Teiles der Insel. Die „Weihnachtsflut“ hatte damals die Randdünen durchbrochen und der „Goße Schlopp“ entstand; in den 1930er Jahren hatte man die Salzwiesen eingedeicht und für die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt; 1995 erfolgte im Zuge der Verlegung einer Pipeline durchs Watt als Ausgleichsmaßnahme die Abtragung dieses Deiches und die Renaturierung zur Salzwiese. Heute, nach über 30 Jahren, haben sich auch wieder seltene Pflanzen in diesem ganz speziellen Biotop angesiedelt.

Davon konnte man dann einige direkt vor Ort bestaunen. Und es blieb nicht nur beim korrekten Botanischen Namen einer Pflanze, man erfuhr auch einiges darüber, wie sie in diesem salzigen Milieu überleben können, welche wichtige Funktion sie in diesem Lebensraum erfüllen oder wie sie vom Menschen genutzt oder warum sie gemieden wurden. Speiballen von Möwen am Wegesrand, aus deren Zusammensetzung man die letzte Mahlzeit eines Vogels rekonstruieren konnte, führten dann langsam von den pflanzlichen zu den tierischen Bewohnern der Lebensräume Salzwiese und Watt.

Viel zu schnell ging es dann wieder zurück zum Deichschart. Um das Ende der sowohl für Kinder als auch Erwachsene spannenden und unterhaltsamen Führung wenigstens etwas zu „versüßen“, hatte Fiona vorgesorgt. Zum Abschluss gab es für alle noch ein Schmankerl.

 

 

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