Viel natürliches Strandgut angespült

Am 14.01.2019 Von: Mayk D. Opiolla

Von der im Sturm verlorenen Containerladung blieb Langeoog größtenteils verschont, dafür spülte die aufgewühlte See aber eine Menge natürliches Strandgut an. Kurz nach dem Sturm sah man den Strand übersäät von Seesternen, Schwertmuscheln und Sandklaffmuscheln; die meisten davon noch lebendig und in regem Bemühen, wieder zurück ins Meer zu finden. 

Da man meist nur Muschelschalen am Strand findet, nehmen viele Menschen Muscheln kaum noch als agile Lebewesen wahr. Nach dem Sturm konnte man die Schalentiere aber in beeindruckender Aktion erleben: Schwertmuscheln (oder Schwertförmige Scheidenmuscheln, wie die Art korrekt heißt) stellten sich senkrecht und versuchten, sich wieder ins schützende Sediment einzugraben. Normalerweise leben sie in Wassertiefen um 80 Meter, wo sie bis zu 10 Jahre alt werden können. Auch Sandklaffmuscheln, die größte Muschelart im Wattenmeer, fuhren ihre kräftigen, Sipho genannten, Röhrenorgane aus und gruben sich in beachtlicher Geschwindigkeit in den Sand. Sie leben, wenn kein Sturm sie aus dem Grund reißt, in 30 Zentimeter Tiefe und sind Standorttreu, d.h. sie verlassen, einmal eingebuddelt, ihren Standort niemals ohne äußere Gewalteinwirkung. Durch den senkrecht gestellten Sipho nehmen sie dann Nahrung auf. Das fleischige Organ gilt in den USA als Delikatesse, in Europa aß man es nur in Notzeiten.

Auch Seesterne gab es am Strand wie am Himmel Sterne bei Neumond ... diese wurden leider von den Wellen von ihren Felsen unter Wasser gerissen und so auf Langeoog angespült. Die typischen braungelben, großen Exemplare waren dabei, rötliche, aber auch kleine, violettfarbene Arten. Man kann nur hoffen, dass es wenigstens einige dieser schönen Tiere zurück ins rettende Element schafften.

Dass der Sturm auch unter großen Kaisergranaten Opfer forderte, ließen einige lange Antennen erahnen, neben die der Redakteur zum Größenvergleich die Hand hielt.

 

 

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