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Viel Gesang für ein paar Pfeifen

Am

Über 1400 Euro an Spenden erbrachte das Benefiz-Konzert des Langeooger Gospelchores zugunsten der neuen Orgel an St. Nikolaus. Das Konzert, dessen Eintrittsgelder (1040€) plus Türkollekte (384,71€) komplett dem guten Zweck zukamen, lockte über 100 Menschen in die katholische Kirche. Für den Chor, der sonst in der ev. Inselkirche singt, ein Einsatz auf ungewohntem Terrain, von dessen schöner Akustik sich aber alle begeistert zeigten. Chorleiterin und Inselkantorin Noémi Rohloff spielte an diesem Abend ein letztes Mal auf dem alten Instrument, bevor die Orgel ab Montag abgebaut wird und in Privatbesitz wechselt. Für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der Musik auf Langeoog wurde Noémi Rohloff zudem mit einem herbstlichen Blumenkranz beschenkt.

"Für mich ist das heute Abend sehr entspannt", verriet die Kantorin auch gleich zu Beginn des Konzertes, "weil es mit dem heutigen Spendenzweck einmal nicht um meine Stelle geht" — ansonsten kommen die Erlöse aus den Gospelkonzerten nämlich der Stiftung Musik auf Langeoog e.V. zugute, aus deren Einnahmen die Kantorinnenstelle finanziert wird.

Susanne Wübker, katholische Pfarrbeauftragte und Gemeindeleitung von St. Nikolaus, freute sich ebenfalls sehr über den selbstlosen Einsatz des Chores für die neue Orgel. Außer dem Gospelchor hatte bereits der Langeoog-Chor De Likedeeler ein Benefizkonzert gegeben; der Shantychor sowie Sängerin Katja Agena schließen sich dem in Kürze an. "Es ist fantastisch, wie Musik uns zusammenhält", freute sich Susanne Wübker sichtlich gerührt. Und das Ergebnis des Zusammenhaltes kann sich auch in Zahlen sehen lassen:  Nach nicht einmal 6 Monaten ist die Hälfte der Kaufsumme für die Orgel bereits aufgebracht. "Eine unsagbar großherzige Unterstützung, auch durch unsere Gäste", so die Pastoralreferentin.

Großherzig zeigten sich die Gäste auch von Beginn an in Sachen Applaus, denn bereits das Eingangslied "Shosholooza" wurde lautstark gefeiert. Nach einem Konzertabend mit insgesamt 18 Stücken plus Orgelzwischenspiel bildeten Standing Ovations den rühmlichen Abschluss.
Dazwischen gab es eine Menge zu sehen und zu hören: Klaus Kremer moderierte mit vielen Texterläuterungen, sodass sich auch nicht-englischsprachige Menschen gut in die Botschaft der Songs einfühlen konnten. "With you not alone" sei das Motto der diesjährigen Konzertsaison des Langeooger Gospelchores, und das träfe auf der Insel in vielerlei Hinsicht zu — nicht nur, was die gegenseitige Hilfe in Sachen Orgel angeht, sondern auch in Bezug auf die Gemeinschaft durch das aktive Musizieren. "8% aller Insulanerinnen und Insulaner sind in einem der Chöre aktiv", erläuterte Klaus Kremer. "With you not alone" zog sich dann auch als Thema durch alle Lieder, wiewohl in Gospels damit natürlich in erster Linie gemeint ist, dass GOTT niemanden verlässt, dass ER da ist, wenn sich der Rest der Welt abwendet: "You've got a friend". Außer den klassischen Gospels mit klar religiöser Botschaft gab es auch wieder ein Repertoire mit Popsongs zu hören, darunter der Empowerment-Song "This is me" aus dem Film "The greatest Showman". Der Moderator nutzte die Ankündigung dieses Liedes, um sich klar gegen die Ausgrenzung von Menschen zu positionieren. Als SolistInnen waren u.a. Susanne Agena, Katja Agena, Deike Neumann und Christian Neumann im Einsatz.
Mit "Soon be done" wurde ein Stück präsentiert, das erstmals zum Gospel-Day zugunsten von Brot für die Welt aufgeführt und begeistert aufgenommen worden war. Donnernder Applaus war dafür auch bei diesem Konzert der Lohn.

Auch das Publikum kam nicht ganz ums Singen herum: Unter dem fachkundigen Dirigat von Noémi Rohloff gab es ein vielstimmiges "Halleluja". Während einige Männer aus dem Publikum sich dazu mutig in den Altarraum wagten, um die (hier: weltlichen) "Chorherren" zu verstärken, begaben sich die "Chordamen" zwischen die Bankreihen, um mit den weiblichen Gästen zu singen. Die Freude aller daran war offensichtlich.

In einer kurzen Pause für den Chor entlockte Noémi Rohloff der alten Orgel ein letztes Mal himmlische Klänge — auch hierfür gab es den verdienten Applaus und ein paar feuchte Augen bei den regelmäßigen KirchenbesucherInnen, denen das Instrument doch ans Herz gewachsen war.

Nach dem letzten Stück des Chores, "Joyful voices", gab es das Blumenpräsent für die Kantorin sowie das einzige deutschsprachige Stück im Programm, "Ruhe", als Zugabe. Mit "Siyahamba" wurde das Publikum dann endgültig verabschiedet.
 

 

Über das Orgel-Projekt:

Mit dem großen Umbau der katholischen Kirche St. Nikolaus im Jahr 2002 hatte sich der Innenraum der Kirche nicht nur stark vergrößert, sondern auch in der Form verändert und die Orgel war vom Altarraum an die gegenüberliegende Wand des Kirchenschiffs versetzt worden. All das wirkte sich deutlich auf die Akustik aus; die Orgel war nun zu "klein" für die Kirche geworden, die seit dem Umbau Platz für bis zu 250 Menschen bietet. Auf die Initiative des Orgelspezialisten Andreas Ladach aus Wuppertal hin wurde nun eine geeignetere Orgel für St. Nikolaus gefunden, und zwar die 7-registrige Orgel der ehemaligen Klosterkirche der Missionare von der Heiligen Familie in Höchweit/Werthenstein/Schweiz. Sie wurde 1987 von der Firma Hauser erbaut. Das Bistum Osnabrück fördert den Ankauf mit 20%, über Spenden ist bereits eine hohe Summe zusammengekommen, insgesamt kostet die Neuanschaffung der Orgel inklusive Transport, Aufbau u.s.w allerdings 30.000 Euro. Die Gemeinde ist also weiterhin auf Spenden angewiesen, damit die neue Orgel schon bald in der katholischen Kirche Langeoogs erklingen kann. Weitere Informationen hierzu kann man beim kath. Pfarramt unter der Telefonnummer 04972-430 erfragen.

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