Quartärbasis-Relief stark ausgeprägt

Am 17.09.2014

Mitten auf dem Elfmeterpunkt des Sportplatzes der Inselgemeinde an der Willrath-Dreesen-Straße wurde am Dienstag eine Bohrung durchgeführt. Mitarbeiter des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) führen Bohrkampagnen zur Bestimmung der Zusammensetzung des Untergrundes aus den Jahren 2011 und 2013 auf Langeoog fort und verdichten die Ergebnisse, da die letzten Untersuchungen die bisherige Vorstellungen eines "brettebenen" Untergrundes der Insel in Frage stellten.

Unter dem Flinthörn und unter dem östlichen Teil der Pirolatals waren Erhebungen in der Quartärbasis festgestellt wurden, die bis zu 20 Meter betragen. Gleichzeitig deutete eine Messung auf eine tiefe Rinne zwischen Baltrum und Langeoog hin.

Kurz vor Abschluss der Untersuchungen vor Ort konnten Kerstin Fischer, Janine Meinsen, Wolfgang Poßin, Robert Broschinski und Thomas Jelinski in einem ersten Fazit feststellen, dass die Theorie des ebenen Untergrundes, auf dem die Sandkörper der Inseln wandern, durch die Messungen widerlegt wurde. Die neuen Bohrungen haben sogar eine noch ausgeprägtere Reliefstruktur der Quartärbasis ergeben, als erwartet. Auch die Rinne zwischen den Inseln wurde bestätigt, allerdings weist auch die Riffkante eine deutliche Reliefsruktur auf.

Da könnte bedeuten, dass die Inseln nicht auf einer ungebremsten "Wanderschaft" von West nach Ost sind, sondern die Lage der Inseln durch den Untergrund vorgegeben wurde und auch in Accumer Ee nicht zufällig an dieser Stelle liegt, sondern auch in größeren Tiefen als Graben besteht.

Mit Spannung werden nun die Auswertungen der gewonnen Daten erwartet, aus denen das bereits bestehende 3D-Modell des Grundes unter Langeoog weiter verfeinert wird. Über 70 Bohrpunkte stehen dafür inzwischen zur Verfügung, die Hälfte davon erfassen die Quartärbasis.

Für die Geologen interessant war auch, dass in diesem Jahr erneut bei einer Messung Torf an der Quartärbasis nachgewiesen werden konnte. Das gewonnene Bodenmaterial macht eine gute Altersbestimmung möglich, ein seltener Glücksfall für die Wissenschaftler um Kerstin Fischer. Sie gehen von etwa 2,5 Millionen Jahre alten Schichtungen aus.

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