PS.: Überraschungseier, Drifter und Co.

Am 10.02.2017 Von: Arvid Männicke

Die Ü-Eier auf Langeoog waren ein echter Hingucker, eine kleine Sensation, über die in den Medien ausführlich berichtet wurde. Ü-Eier werden aber auch von Seevögeln wie z.B.  dem Albatros gefressen. Diese Tiere verenden direkt oder indirekt durch Müll, und selbst so große Tiere wie Wale können durch einen mit Plastik voll gefüllten Magen verhungern. 

Die Meeresverschmutzung war am Mittwoch, 8. Februar, das Thema einer Fortbildung der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Neuharlingersiel. Die LEB in Person von Herrn Friedrich Reuter hatte gleich vier Referenten gewinnen können, davon drei Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Oldenburg: Rosanna Schöneich-Argent, Katharina Stephan und Dr. Holger Freund. Die drei Referenten und natürlich Dr. Gerald Millat von der Nationalpark Verwaltung Niedersächsisches Wattenmeer wussten interessante Fakten zu berichten, dass z. B. der Müll in den Weltmeeren an der Oberfläche des Meeres gerade mal 15% der Verschmutzung ausmacht, und dass wir also, wenn wir den Abfall am Strand sehen, nur die "Spitze des Eisberges“ erahnen können. Man kann sagen, dass weitere 15 % des Unrats in der Wassersäule schwimmen, die im weltweiten Durchschnitt mit 3500 m angenommen werden kann, und ein Großteil des von Menschen ins Meer „entsorgten“ Abfalls (ca. 70 %) landet auf dem Meeresgrund. Man muss ergänzend sagen, dass natürlich auch anderes Treibgut im Meer zu finden ist, aber Plastik nimmt einen großen Anteil in Anspruch.

Das Thema Müll beschäftigt die Wissenschaft hier schon seit Jahren. Die Uni Oldenburg hat daher die Aktion der „Drifter" ins Leben gerufen und mit von der Behindertenwerkstatt der GPS (Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH Wilhelmshaven) gefertigten Holzklötzchen die Drift-Eigenschaften des im Meer treibenden Mülls erforscht (Langeoog News berichtete darüber). Es sind schon über 60 % der ausgesetzten Holztafeln gefunden worden. Mit diesem Erfolg bei der Rückmeldung durch aufmerksame Beobachter und so großer Resonanz hatte man bei www.macroplastics.de nicht gerechnet. Die Tafeln, die auf Langeoog ausgesetzt wurden, waren zuerst wie vom Erdboden verschwunden, sind dann aber später im Januar doch noch aufgetaucht und zum großen Teil bei Neuharlingersiel und auf Wangerooge angespült worden. Auf der Homepage kann man die Arbeit der Wissenschaftler gut verfolgen, und dort legt man auch bewusst Wert auf Rückmeldungen und Interaktionen.

Neben der „Quantität" des Mülls, Hochrechnungen gehen von weltweit über 5,25 Billionen Plastikteilen in den Weltmeeren aus,  hat man bei dem Projekt der Uni Oldenburg auch die Qualität des Mülls unter die Lupe genommen, vor allem die unterschiedlichen Größen der Partikel. Vor allem zu den Auswirkungen von Micro-Plastik, das auch in Kosmetikprodukten verwendet wird, herrscht noch großer Forschungsbedarf. Die mikroskopisch kleinen Partikel im Nano-Bereich können u.a. in lebende Zellen eindringen. Auch die an ihrer Oberfläche sich ansammelnden chemischen Gifte und Schwermetalle können durch ihre Toxizität einen gesunden Organismus erheblich gefährden.

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