Langeoog war Teil einer weltweiten Aktion für Klimaschutz

Am 01.04.2019 Von: Klaus Kremer

"3 - 2 - 1 - Aus!" - Das Licht folgte dem Countdown mit kurzer Verzögerung, dann war es auf der Hauptstraße und vor dem Rathaus dunkel, auch der Wasserturm und das Museumsrettungsbootes wurden nicht mehr angestrahlt. Langeoog hat sich erstmals an der weltweiten Earth Hour beteiligt, um auf das wichtige Thema "Klimaschutz" aufmerksam zu machen.

Das Langeooger Wahrzeichen ist damit in guter Gesellschaft mit internationalen Sehenswürdigkeiten von der Oper in Sydney über das Taj Mahal in Indien und das Brandenburger Tor in Berlin bis zum Empire State Building in New York, die ebenfalls von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr Ortszeit in Dunkelheit gehüllt waren.

Die Earth Hour ist eine Initiative des WWF und wurde 2007 vom WWF Australia erstmals ins Leben gerufen.
Internationale Impressionen der Earth Hour 2019 findet man hier.

"Heute wird wohl kein Licht mehr geh'n" sangen anschließend Torsten Meyer und die Langeooger Washhouse Company, bevor Bärbel Kraus von den Langeooger Grünen das Wort ergriff. Sie äußerte die Hoffnung, dass den Menschen weltweit, aber vor allem den verantwortlichen Politikern und Unternehmern ein Licht aufgehe. Die Earth Hour sei ein starken Zeichen für einen lebendigen Planeten. Jeder einzelne könne und müsse dazu beitragen, dass das Klima nachhaltig geschützt werde.

Sie dankte Fiona Wettstein, die spontan die nächtliche Dorfführung für die erkrankte Birgit Haller übernommen hatte, deren Sonnengläser aber am Rathaus für "regeneratives Licht" sorgten. Sie freute sich zudem, dass die Washhouse Company ohne zu zögern zugesagt habe und für die gute Sache ganz ohne Gage und vollkommen "unplugged" für beste musikalische Unterhaltung sorgte. Außerdem hob sie das Engagement des Jugendhauses um Tina Seppelt hervor, das 250 Teelichter in mit Sand gefüllten Papiertüten vor dem Rathaus aufgestellt und daraus den Schriftzug "2019 - Earth Hour Langeoog" gebildet hatten.

Zudem hatten sie zwei Globen gefertigt mit denen sie deutlich machen wollten, dass es keinen Plan(et) B gebe. "Wir müssen das Klima des einen, den wir haben, schützen." lautete die Botschaft. "Es geht um Eure Zukunft" ermunterte Bärbel Kraus die Jugendlichen, sich weiter einzumischen.

Schließlich dankte sie auch der Langeooger Familie Recktenwald, die sich für eine Klage gegen die EU und deren mangelnde Klimaziele einsetzt und dafür jüngst mit dem ZEIT-WISSEN-Preis für Mut zum Handeln ausgezeichnet worden war. Sie hatte, wie viele weitere Langeooger Gastronomen, Hotels und Einzelhandelsbetriebe in ihrem Restaurant Seekrug und im Hotel Strandeck ebenfalls das Licht ausgeschaltet. "Langeoog ist dunkel, das kann man vom Seekrug aus gut sehen (oder eben nicht sehen)" meldeten sie sich von dort per E-Mail in der Redaktion.

Auch die Inselgemeinde um Bürgermeister Uwe Garrels hatte sich sofort der Initiative der Grünen zur Teilnahme an der Earth Hour angeschlossen und sorgte für die Abschaltung der Beleuchtung der Hauptstraße, des Wasserturms und des Museumsrettungsbootes: Die Mitwirkung der Insel an der weltweiten Kampagne sei ein kleiner Quantensprung für die Insel, stellte Uwe Garrels fest und dankte für die Anregung der Grünen. Die Jugendlichen ermunterte er: "Lasst uns nicht in Ruhe, drängt weiter zum Handeln". Er sprach sich dafür aus, häufiger mal abzuschalten und über den eigenen Energieverbrauch nachzudenken. Es gehe um nicht weniger als unser Leben.

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