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Kulturabend bot Raum zum Nachdenken

Am

Mit dem Ende der Psychodynamischen Tage 2019 ging auch die Kunstausstellung "Körperliches" von Matthias Oppermann am Freitag zuende. Sie war im Rahmen eines Kulturabends am Dienstag zuvor eröffnet worden und zog reges Interesse auf sich. Anschließend wurde der iranische, oscarprämierte Film "The Salesman" gezeigt, der ebenfalls viel Stoff zum Nachdenken bot und für einen angeregten Austausch im Nachhall sorgte.

Matthias Oppermann wurde 1956 in Gießen geboren, er ist Arzt und Psychoanalytiker. Neben seinem Medizinstudium studierte er mehrere Jahre Figürliches Zeichnen an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. Der Künstler wurde mehrfach für seine Werke ausgezeichnet und stellt seit 1997 regelmäßig aus.

Im Auftakt seiner Vernissage stellte er ebenso persönlich wie sympathisch Werk und Werdegang vor. "Eigentlich wollte ich das Medizinstudium hinwerfen und nur noch malen", gestand Oppermann, "aber dann habe ich gemerkt: Das gehört zusammen."

Die Frucht dieses interdisziplinären Schaffens konnte man nun eine Woche lang im Haus der Insel sehen. Es waren neuere, aber auch ältere Arbeiten ausgestellt, die alle eines eint: Eine einzigartige Annäherung an den menschlichen Körper, vor allem aber auch an das körperliche Erleben mit dessen Begrenzungen und Vergeblichkeiten. So sollen beispielsweise Matthias Oppermanns erotische Werke kein Begehren wecken, sondern vielmehr den Moment der Befriedigung transportieren. Auch die Sinnlichkeit des Kunstschaffens erläuterte der Künstler bildhaft: Die Hand, die den Pinsel hält, zieht die Konturen des Körpers nach.

Die Bilder, die dynamisch, aber nie aggressiv oder voyeuristisch wirken, regten die Besucherinnen und Besucher zu intensiver Betrachtung an. Einige der Werke waren noch titellos: Matthias Oppermann forderte die Anwesenden ausdrücklich auf, doch gerne selbst einen Titel für die Bilder zu finden. Neben den "Körperlichkeiten" — so auch der Titel der Ausstellung — faszinieren Matthias Oppermann auch Landschaften, und es ist beeindruckend, wie sehr beide Themen in der Kunst verzahnt sein können: In ihrem Kontrast von Weichheit und Härte, Dynamik und Ruhe, Spannung und Nachgiebigkeit, Widerstand und Hingabe. In der harmonischen Farbgebung und Formsprache wird diese erste Prägung auf Landschaftsmalerei in Oppermanns Werk noch sichtbar, ebenso aber der "medizinische Blick" auf die Dinge. Matthias Oppermann benennt in seinen Bildern Provokantes, ohne zu provozieren. Dass so viele Facetten Fragen aufwarfen, ist naheliegend: Diese beantwortete der Künstler während der Vernissage noch allen Interessierten. 

Der im Anschluss, quasi als zweiter Teil der Kulturabends, gezeigte Film "The Salesman" (2016, Regie: Asghar Farhadi) wurde als bester fremdländischer Film mit dem Oscar prämiert. Er stammt aus dem Iran und beschäftigt sich u.A. mit dem Thema Angst und Traumatisierung. Für die Psychodynamischen Tage hatte man sich hier bewusst für einen nicht-europäischen Film entschieden, um losgelöst vom eigenen soziokulturellen Kontext möglichst vielfältig darüber diskutieren zu können und zugleich einen kritischen Blick auf eurozentrische Sichtweisen zu gewinnen.

 

 

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