Hummeransiedlung an Offshore-Windparks erfolgversprechend

Am 13.01.2018 Von: Mayk D. Opiolla

Offshore-Windparks sind vielen Naturschützern ein Dorn im Auge. Nun könnten sich die Parks aber als nützlicher, zusätzlicher "Wohnraum" für Hummer erweisen. An den von Fels umgebenen Fundamenten der Windräder vor Borkum wurden in einem Pilotprojekt Felsen 2400 der Krustentiere ausgesetzt, die auch in der Natur an unterseeischen Felswänden leben. Erhebungen zeigen nun, dass sich die Hummer dort heimisch zu fühlen beginnen.  

Der Hintergrund ist ernst: Es gibt immer weniger Hummer in der Deutschen Bucht. Lebten dort in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts noch ca. 1,5 Millionen Hummer, so gibt es heute nur noch rund 30.000. Wissenschaftler und Naturschützer suchen deshalb nach neuem Lebensraum für den Hummer. Nun sollen  Hummer also an den vielen Windkraftanlagen vor Borkum eine zusätzliche Heimat finden. Die aufgeschütteten Felsbrocken zwischen den Fundamenten ähneln dabei dem natürlichen Lebensraum  — denn Hummer brauchen einen steinigen Untergrund.

In einem Pilotprojekt setzten Wissenschaftler der Biologischen Anstalt Helgoland, die zum Alfred-Wegener-Institut gehört, vor drei Jahren 2400 markierte Junghummer im Offshore-Windpark "Riffgat" vor der Insel Borkum aus. Finanziert wurde das Aussetzen der Hummer vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Dafür wurde auf Gelder der Windparkbetreiber zurückgegriffen, denn diese müssen Ausgleichszahlungen für ihre Eingriffe in die Natur leisten. Die Weiterverfolgung des Hummer-Projektes könnte  Aufschluss darüber geben, ob sich auch andere Tier- oder Pflanzenarten in den Windparks ansiedeln lassen. 
Auch über die Ursachen, warum ein Teil der Hummer sich dort nicht niederlassen wollte, wird noch geforscht. 

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