Forschungsprojekt: Holztäfelchen simulieren Plastikmüll

Am 23.10.2017

Am Ostende von Langeoog ist jetzt wieder ein Drifter des Verbundprojektes „Macroplastics“ gefunden worden. Er war drei Tage zuvor in Neuharlingersiel ausgesetzt worden. Bei der Untersuchung, wie sich Plastikmüll in der Nordsee verteilt, wollen die Forscher die Datenbasis in den kommenden Wochen verbreitern. Dazu wurden tausende kleiner Holztäfelchen ins Meer geworfen und die Bürger um Mithilfe gebeten. Die Funde sollen in einem hierfür eingerichteten Internetportal gemeldet werden.

Langeoog gehörte zu den ersten Standorten, an dem vor fast genau einem Jahr 800 Holztäfelchen an der Südmole auf die Reise geschickt wurden. Im Juni folgten dann weitere 800 vor dem Flinthörn. Von beiden wurden am Langeooger Strand zahlreiche Funde gemeldet.

Bisher wurden etwa 33.000 Drifter ausgesetzt, knapp über 13.000 Funde wurden registriert. Weitere 1.000 werden in den nächsten Tagen in Cuxhaven, Stade und Hamburg ins Wasser gesetzt.

Alle Drifter-Auswurfpositionen und -funde kann man auf einer Karte auf dem Portal des Projektes einsehen. Hier kann man sehen, dass sich sogar Drifter von Wilhelmshaven bis nach Langeoog "verirrt" haben. Besonders spannend ist auch der Weg von Eddy, einem speziellen GPS-Drifter, dessen Position stetig verfolgt wird. An seinem Weg kann man die Gezeitenströmungen sehr gut ablesen.

Der vollständige deutsche Name des Vorhabens „Makroplastik in der südlichen Nordsee – Quellen, Senken und Vermeidungsstrategien“ deutet es bereits an: Ein wesentliches Ziel ist es, Methoden zur Vermeidung von Plastikmüll in der Deutschen Bucht und im Wattenmeer zu entwickeln. „Makroplastik“ meint dabei sichtbare Plastikteile ab einer Größe von fünf Millimetern.

Zunächst soll das Driftverhalten des Kunststoffmülls ermittelt werden. Um das Meer nicht mit zusätzlichem Unrat zu belasten, haben die Forscher mit den acht Mal zehn Zentimeter messenden, unbehandelten Holztäfelchen in Dicken von zwei und vier Zentimetern ein natürliches Material gewählt. In Vorversuchen wurde geklärt, dass diese ähnlich wie viele Kunststoffteile in der See treiben. Im Gegensatz zu diesen zersetzen sich die Hölzchen jedoch umweltfreundlich in überschaubarer Zeit.

Bereits im vergangenen Herbst wurden die ersten 4.800 von insgesamt mehr als 70.000 dieser sogenannten Holzdrifter an der nordwestdeutschen Küste, auf Langeoog und in der Ems sowie einem der Hauptschifffahrtswege der offenen Nordsee ausgesetzt. Gemeldet werden kann der Fundort eines Drifters über seine eingebrannte individuelle Nummer an die Universität Oldenburg unter  www.macroplastics.de. Neben der Möglichkeit, eine Meldung anonym abzusetzen, können Interessierte sich auch registrieren lassen. Sie haben so Gelegenheit, mehr über den Projektfortgang zu erfahren und auch in einen Dialog mit den Wissenschaftlern zu treten.

Foto: Anne Spies

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