Feuerwehr-Luftkissenfahrzeug für Strandrettungen

Am 25.01.2018 Von: Klaus Kremer

Das von der Feuerwehr lang ersehnte Luftkissenboot ist am Mittwoch auf Langeoog eingetroffen. 57.000 Euro hat die Inselgemeinde gemeinsam mit zahlreichen Spendern damit in die Rettung von Menschen am Strand, auf der Sandbank und in den Prielen investiert, über 45.000 Euro davon kamen durch Spenden zusammen.

Axel Ostwald, Konstrukteur und Inhaber der Firma Elbe Bootscenter, hatte das jüngste Produkt aus seinem Hause gemeinsam mit Techniker Steffen Schreck selbst zu Insel gebracht, um vor Ort eine Schulung in Theorie und Praxis auf das Fahrzeug durchführen zu können. Bürgermeister Uwe Garrels und Feuerwehrleute um den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Heiner Culemann empfingen das neue Fahrzeug am Feuerwehrgerätehaus und nahmen es sofort in Augenschein.

Das Scout Hovercraft S460 TC-WL verfügt über zwei Motoren. Ein BMW-Boxer mit 110 PS sorgt für kräftigen Vortrieb, um auch Dünenübergänge erklimmen zu können. Auf glatter Piste reicht das für 120 km/h, auf Wasser bei guten Bedingungen bis zu 70 km/h. Ein zweiter Motor von Briggs-Stratton mit 23 PS sorgt für den Auftrieb. Diese Trennung von Vortrieb und Hub hat Vorteile beim Manövrieren.

Das Luftkissenboot hat ein Gewicht von 555 Kilogramm und kann 450 Kilogramm zuladen. Drei bis fünf Fahrzeuge entstehen im Elbe-Bootscenter pro Jahr, die nicht nur für Personenrettung eingesetzt werden, sondern auch zum Untergrundschonenden Fahren über empfindliche Böden.

In den letzten Jahren war es auf Langeoog immer wieder zu Rettungen von der Sandbank oder aus dem vorgelagerten Priel gekommen, wenn dort Spaziergänger auf Grund der fehlenden Tragfähigkeit hüfttief eingesunken waren. Für Sandbankrettungen musste oft der ADAC-Hubschrauber gerufen werden, der dann bei akuten Noteinsätzen an anderer Stelle nicht zur Verfügung stand. Für Prielrettungen wurden bisher Rettungsflöße eingesetzt, die Rettung ist dann aber zeitaufwändig und erfordert viele Rettungskräfte.

Mit dem Luftkissenboot erhofft sich die Feuerwehr eine deutlich schnellere und einfacherer Rettung, da es über Sand, Wasser und Schlick gleichermaßen eingesetzt werden kann. Die Kosten einer Rettung werden sich auf 712 Euro zuzüglich Betriebsstoffe und Personalkosten belaufen, sehr  gering im Vergleich zum Hubschraubereinsatz und notwendig, um die laufenden Kosten für das Fahrzeug abzudecken.

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