Erneut sind Drifter unterwegs

Am 26.06.2017 Von: Klaus Kremer

Bei der Strandpatrouille der DLRG um Abschnittsleiter Rudi Loch am Freitag wurden zahlreiche Holzptafeln gefunden, in die ein Text und eine Nummer eingebrannt wurden. Sie gehören zum Forschungsprojekt Macroplastikder Uni Oldenburg. Insgesamt fanden Veronika Schottenheim aus Regensburg, Paul Fischer aus Oldenburg und Ulrich Furas aus Hannover fast 20 sogenannte Drifter an der Wasserlinie.

Nach ersten Tests im letzten Jahr, bei denen auch vom Flinthörn aus achthundert Holztäfelchen auf die Reise geschickt wurden, läuft in diesem Jahr die Hauptphase des Projektes an. Insgesamt sollen nach etwa 5.000 Driftern im letzten Jahr in drei Wellen insgesamt mehr als 70.000 Holztafeln an norddeutschen Küsten, in Flüssen und auf Hauptschifffahrtswegen der offenen Nordsee auf den Weg gebracht, nach den ersten Aktionen zum Ende des Winters läuft jetzt die zweite Reihe.

Mit dieser Aktion wollen die Oldenburger Wissenschaftler Quellen, Verbreitungspfade und Verschmutzungsgebiete von treibendem Makroplastik, also sichtbaren Plastikteilen ab einer Größe von fünf Millimetern, in der Deutschen Bucht sowie im Wattenmeer untersuchen. Eines der Hauptziele ist es, Vermeidungsstrategien zu entwickeln, so dass langfristig weniger Plastikmüll im Meer landet.

Ein erläuternder Text in deutscher und englischer Sprache ist auf den Fichtenholz-Täfelchen eingebrannt. Gemeldet werden kann der Fundort eines Drifters über seine ebenfalls eingebrannte individuelle Nummer an die Universität Oldenburg unter  www.macroplastics.de. Neben der Möglichkeit, eine Meldung anonym abzusetzen, können Interessierte sich auch registrieren lassen. Sie haben so Gelegenheit, mehr über den Projektfortgang zu erfahren und auch in einen Dialog mit den Wissenschaftlern zu treten.

Dem fachübergreifenden Projektteam gehören 14 Wissenschaftler und Doktoranden an: Biologen und Umweltplaner vom Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU) sowie Geoökologen, Physiker und Ozeanographen vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM). Unterstützt werden sie von Bachelor- und Master-Studierenden sowie Kooperationspartnern. Prof. Dr. Jörg-Olaf Wolff (Arbeitsgruppe Physikalische Ozeanographie, ICBM) leitet das Vorhaben, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur bis zum Jahr 2020 mit 1,4 Millionen Euro gefördert wird.

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