Bezahlbarer Wohnraum ist der Schlüssel zur Zukunft

Am 20.11.2017 Von: Klaus Kremer

Der Dreiklang aus Arbeiten, Wohnen und Erleben muss harmonisch sein, darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Zukunftsworkshops im Haus der Insel einig. Eingeladen hatten die Inselgemeinde Langeoog als Teil des Wattenmeerachters und das Zukunftsstadt-Team um Heike Brunken-Winkler von der Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung sowie Prof. Kerstin Kamke von der Hochschule Emden-Leer. Dabei sollten Visionen für "Langeoog 2030" entwickelt werden. 

Im Wattenmeerachter haben sich die sieben ostfriesischen Inseln und die Stadt Norden zusammen geschlossen, um für die Region und ihre Entwicklung Fördergelder der EU einzuwerben. "Wir haben gemeinsame Interessen und sind in diesem Zusammenschluss stärker" begründete Bürgermeister Uwe Garrels in seiner Begrüßung diesen Schritt. 

Es gelte die Region so zu entwickeln, dass sie nicht nur attraktiv für Gäste bleibt, sondern alle Voraussetzungen erfüllt, dass Menschen hier leben wollen und können. Daher wurde die Jugend in einem eigenen Workshop ebenfalls gezielt angesprochen und die Ergebnisse zu Beginn am Abend vorgestellt.

Heike Brunken-Winkler erläuterte, dass die Bewerbung um das "Projekt Zukunftsstadt" inzwischen in der zweiten Phase angelangt sei, nachdem zuvor die Leitsätze formuliert worden waren. Nun werden Workshops in allen beteiligten Kommunen durchgeführt.

In allen Diskussionen in den unterschiedlichen Gruppen zu den Feldern Arbeiten, Wohnen sowie Leben und Erleben kristallisierte sich immer wieder die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum als der zentrale Generalschlüssel für viele Lösungsansätze heraus.

Dies fördere nicht nur die Lebensqualität und schaffe die Voraussetzung für den Zuzug und die Bindung neuer Familien, es helfe auch guten Kräfte eine Perspektive zu geben und einen Wettbewerb der Arbeitgeber um gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Denn eine ausgeglichene Balance zwischen Leben und Arbeit und Freude an der Tätigkeit im Tourismus schafft Lebensqualität und nur zufriedene Kräfte sichern die notwendige Qualität des Tourismus und verringern die hohe Fluktuation in den Betrieben.

Sprachkurse für ausländische Kräfte, eine fachliche Betreuung beim Umgang mit der enormen physischen und psychischen Belastung in der Saison sowie attraktive Freizeitangebote zu für die Branchen kompatiblen Tageszeiten sollten entwickelt werden. Das Engagement in Vereinen als Ausgleich müsse auch von Arbeitgebern stärker gefördert werden.

Ein wichtiges Thema war für viele auch die Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für die einmalige Natur und deren Schutz. Hier müsse die Insel eine Vorbildfunktion einnehmen. Die Verbundenheit mit der Insel, den Traditionen und den unterschiedlichen Elementen der regionalen Identität schaffe ein Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeit gelte es, diese Identität ausgewogen durch Innovationen zu ergänzen und zu entwickeln.

Uwe Garrels zog am Ende ein positives Fazit des Tages und äußerte die Hoffnung, dass dies erst der Anfang eines intensiven Dialogs auf dem Weg in die Zukunft der Insel sei.

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