Alle Vögel sind schon da?

Am 11.01.2019 Von: Herbert Grohmann

Sind sie leider nicht, und leider werden es zunehmend weniger - nicht nur in Deutschland. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) rief deshalb in den ersten Tagen des neuen Jahres wieder zur bundesweiten "Stunde der Wintervögel" auf, zum neunten Mal. Unter anderem konnten sich auch Schulen bewerben, um an der Aktion teilzunehmen. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen ist die Inselschule Langeoog für den Nordwesten der Bundesrepublik als Vogelzählschule ausgewählt worden.

Von Lehrerseite von Kirsten Rottmann und auf Elternseite von Heike Wirdemann betreut, hatte die Schulgarten AG der Inselschule, in der Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 8 vertreten sind, die Bewerbungsunterlagen in Wort und Bild erstellt. Da war eifrig gemalt und getextet worden, um die herausragende Eignung des Inselschulgartens deutlich zu machen, der ja immerhin in einem Weltnaturerbe gelegen ist. Sie habens gut hingekriegt und sich damit auch einige Verpflichtungen aufgeladen. Die Erstausstattung für einen Futterplatz und das jeweils geeignete Futter für die unterschiedlichen Vogelarten wurde von der OLB-Stiftung finanziert, doch den Nachschub muss die Schulgarten AG selbst organisieren.

Doch zunächst einmal heißt es zählen. Nach dem Sturm war das Wetter am Mittwoch für eine Zählstunde im Freien hervorragend geeignet: sonnig und kalt. Mit roten Backen und klammen Fingern wurden die beobachteten und gezählten Vögel in die Listen eingetragen.

Der Futterplatz war schon ein paar Tage vor der ersten Vogelzählung eingerichtet worden, damit sich die Tiere daran gewöhnen konnten. Dass er sofort entdeckt und angenommen wurde, zeigte sich dann an den vertilgten Futtermengen. Bereits nach drei Tagen musste ordentlich nachgefüllt werden. Doch der immense Futterverbrauch kann auch auf er Insel nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um einige Vogelarten nicht gut steht. Während Haus- und Feldsperlinge noch in Scharen von bis zu 30 Exemplaren auftraten, wurden Amseln nur wenige, Rotkehlchen gar nur eines gesichtet. Eine Entwicklung, die am Festland noch sehr viel krasser zu beobachten ist.

Die Aktion dauert hier vom 7. bis 11. Januar; Berichte und Fotos werden dann an den NABU gesendet. Danach soll es in die Werkstatt gehen, solange es draußen noch kalt ist. Es gibt da schon einige Ideen: Brutkästen für verschiedene Vogelarten sollen zusammen gebaut und aufgestellt werden und eine Vogeltränke mit Badestation. Und dann muss der Schulgarten vorbereitet werden, denn aus den Verkäufen vom selbst angebauten Gemüse muss das Futter für den nächsten Winter finanziert werden. Das war nämlich eine der Verpflichtungen, dass die Aktion im nächsten Jahr mit eigenen Mitteln fortgeführt wird.

 

Fotos: Matthias Voss (3); Herbert Grohmann (8)

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