160 Rangerinnen und Ranger tagten auf Langeoog

Am 16.03.2019 Von: Mayk D. Opiolla

Sie waren dieser Tage auf Langeoog nicht zu übersehen: In tarnfarbener Funktionskleidung gewandete Menschen, teils mit interessanten Nationalpark-Wappen an den Ärmeln und Taschen. Die Ranger waren los, und Anlass dieses Besuchs von über 160 haupt- und ehrenamtlichen Naturwächterinnen und -wächtern war die 25. Bundesweite Naturwacht-Fachtagung des Bundesverbands Naturwacht e.V. (German Ranger Association), welche in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer im Haus der Insel stattfand.
Neben Langeoogs hauptamtlichem Nationalparkranger Jochen Runar waren auch die Ehrenamtler der Insel, Birgit Haller und Lothar Redmann anwesend; der dritte ehrenamtliche Nationalparkwächter, Hartmut Börger, war aus beruflichen Gründen verhindert.

Die Schirmherrschaft über die Fachtagung hatte Olaf Lies inne, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz des Landes Niedersachsen.

Grußworte sprachen u.a. Landrat Holger Heymann (Kreis Wittmund), Langeoogs Bürgermeister Uwe Garrels, der selbst langjährig als Natur- und Wattführer tätig war, Carsten Wagner, Vorsitzender des Bundesverbands Naturwacht e.V. und Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer; dazu gab es zahlreiche Vorträge namhafter Fachreferentinnen und -referenten.

„Natur und Tourismus“ stand dabei ganz oben auf der Themenliste — eine nicht immer ganz glückliche Liason. Aber auch Bedrohungen durch Schiffsunglücke wie die derzeitige Ölverschmutzung vor der französischen Küste durch einen gesunkenen Autofrachter, die Havarie der Glory Amsterdam im vergangenen Jahr oder der Containerverlust der MSC Zoe Anfang Januar wurden angesprochen. Im Nationalpark haben solche Ereignisse schließlich ganz besonders gravierende Folgen auf Flora und Fauna.

Dass die Biodiversität des Nationalparks Wattenmeer (und aller anderen Naturschutzgebiete) unbedingt zu erhalten ist, wurde von allen Rednerinnen und Rednern deutlich gemacht. Denn wenn hier nur eine einzige Art ausstürbe, geriete unmittelbar das ganze System ins Wanken — mit nicht absehbaren Folgen. Auch für den Tourismus, denn, so brachte es Uwe Garrels auf den Punkt: „Die Touristen kommen hier nicht wegen der Silbermöwen oder der Dohlen her. Die gibt es überall. Die Menschen kommen wegen der Uferschnepfen, der Sandregenpfeifer und der Schwärme von Knutts, die das Wattenmeer so einzigartig machen. Artenverlust ist nicht nur eine ökologische Katastrophe, sondern auch ein Verlust an touristischer Qualität.“ Allerdings dürfe „der Standort Weltnaturerbe auch nicht nur als Werbefläche dienen“. Daher sei es so wichtig und ehrenwert, dass die anwesenden Rangerinnen und Ranger „mit Herz, Verständnis und Verstand“ bei der Sache seien und lobte auch das Langeooger Viererteam ausdrücklich.
Lob gab es von Bürgermeister Uwe Garrels und seinem Vorredner, Landrat Holger Heymann, auch für die gute Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung. Überdies betonten beide die Wichtigkeit einer Unterstützung der Naturwacht durch die Politik.

Natürlich durfte auch die Frage nicht ausgeklammert werden, ab wann es zu viele Menschen sind, die sich diese beeindruckende Artenvielfalt ansehen möchten, und wie sich diese Touristenströme steuern lassen. Dazu gehört, so der Konsens, unvermeidlich das Einrichten von Schutzzonen und das Durchsetzen von Betretungsverboten im Interesse aller.

Weitere Reden und Vorträge befassten sich auch mit dem Ranger-Alltag in anderen Naturschutzgebieten, denn schließlich waren Rangerinnen und Ranger aus allen Teilen der Republik mit ihren ganz spezifischen Herausforderungen angereist. Auch Nationalparkwarte aus Tschechien, der Schweiz und Österreich waren unter den Teilnehmenden.

Untergebracht war ein Großteil der Ranger im Hotel Bethanien. Die ehrenamtliche Langeooger Nationalparkwartin Birgit Haller, die das Hotel mit ihrem Mann Hans-Jürgen leitet, berichtete von einer sehr harmonischen und fruchtbringenden Atmosphäre über den gesamten Tagungsverlauf. Für ein großes Buffet hatten sogar alle Spezialitäten aus ihrer Heimatregion mitgebracht, die dann gemeinsam verköstigt wurden.



«  Von der Schönheit des Sturms...
 Film "Nordsee von oben" am...  »

Schriftgröße anpassen

Sollte der Text auf ihrem Gerät zu klein erscheinen, bietet Langeoog News in der Navigationsleiste auf der linken Seite über die Schaltfläche "AA" die Möglichkeit die Schriftgröße nach Ihren Bedürfnissen anzupassen.

Bedienung der Fotogalerie

Die Langeoog News-Fotogalerie öffnet man durch Klick auf eines der Vorschaubilder. Das Blättern durch die Bilder ist komfortabel auf verschiedene Arten möglich:

  • am Bildschirmrand gibt es Pfeile, auf die man klicken kann...
  • man kann die Pfeiltasten der Tastatur verwenden
  • man kann die Bilder zur Seite "wischen"

Das Schließen der Bildergalerie ist ebenfalls unterschiedlich möglich:

  • durch Klicken auf das X oben rechts in der Ecke
  • durch Drücken der Taste Esc auf der Tastatur
  • durch wischen des Bildes nach oben.

Neue Funktionen gibt es ebenfalls oben rechts in der Ecke:

  • Speichern der Bilder
  • Teilen auf Facebook und Twitter