15 Jahre im Dienst der Wissenschaft

Am 11.09.2017 Von: Mayk D. Opiolla

Ausflugsreisenden Richtung Spiekeroog ist sie bestimmt schon aufgefallen: Die gelbe Messstelle der Universität Oldenburg im Seegatt zwischen den beiden Inseln. Seit nunmehr 15 Jahren liefert das Großinstrument wichtige Daten über den Zustand der Nordsee und ihrer Bewohner. 

"Ist das die Poststelle für die Ostfriesischen Inseln?" kann man manchmal Menschen witzeln hören, wenn Schiffe die leuchtend gelbe Konstruktion kurz vor Spiekeroog entdecken. Tatsächlich werden hier Informationen gesammelt, allerdings nicht in Papierform, und diese sind streng im Dienste der Wissenschaft. 

Das auffällige Großinstrument inmitten des Seegatts ist die Dauermessstation des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres, das wiederum der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät V der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg angegliedert ist. 

Für die Schutz des Wattenmeeres ist es unabdingbar, die komplexen Zusammenhänge im Ökosystem Watt tiefgreifend zu verstehen. Viele Umweltfaktoren beeinflussen Flora und Fauna des Wattenmeeres und können dieses empfindliche System stören. Für die aktuelle Nordseeforschung am ICBM hat die Station eine Schlüsselfunktion. Darüber hinaus werden auch Studierende der Universität Oldenburg an ihr ausgebildet.

Die Daten der Messstelle werden wissenschaftsübergreifend ausgewertet: Unter anderem analysieren Geochemiker, Sedimentologen, Meeresphysiker, Mikrobiologen und Mathematiker das Material und entwickeln Theorien über die Veränderungen erzeugenden Ereignisse. Diese fachübergreifende Zusammenarbeit wurde im Winter 2012 mit dem ersten Norddeutschen Wissenschaftspreis ausgezeichnet. 

Anlässlich des 15jährigen "Dienstjubiläums" des 2002 in Betrieb genommenen Instruments konnte die Dauermessstelle von einigen geladenen Gästen besichtigt werden. Mit an Bord waren u.a. der Leiter des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM), Prof. Dr. Oliver Zielinski, der für die Station verantwortliche Wissenschaftler, Dr. Thomas Baldewien und Spiekeroogs Bürgermeister Matthias Piszczan. 

In der Festrede betonte der Bürgermeister die Wichtigkeit der wissenschaftlichen Arbeit an der Station, denn Themen wie die Vermüllung der Meere, zunehmender Schiffsverkehr, Bioinvasion und die Klimaerwärmung würden zu einer zunehmenden Herausforderung — nicht nur für Insel- und Küstenbewohner. Die Erforschung der Nordsee durch das ICBM liefere der Gesellschaft wichtiges Entscheidungs- und Handlungswissen in Bezug auf weitere Schutzmaßnahmen.

Die von der Dauermessstelle erfassten Daten sind in Echtzeit für jedermann einsehbar auf der Website des Institutes: 

www.icbm.de/forschungsplattformen-schiffe/messstation/echtzeitdaten/

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