Leserbriefe

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Leserbriefe 6 bis 10 von 446
 
Günther Buhtz

hansundgretel(at)web.de

Montag, 18.05.15 16:51

Liebe Frau Zalmann. Der Betrag für den Hund wird für die gleiche Leistung berechnet wie für den Menschen. Nämlich für die Überfahrt mit der Fähre und die Fahrt mit der Langeoogbahn. Genauso gibt es Preise für ein Fahrrad, einen Bollerwagen etc. Eigentlich ganz einleuchtend - oder?
Viele Grüße
Günther Buhtz

Marianne Zalmann aus Essen-Werden

Sonntag, 17.05.15 18:36

Wir waren eine Woche auf Langeoog, und es war erholsam wie immer. Sogar noch ein bisschen besser als bisher, weil wir im Westen nahe des Hundestrandes gewohnt haben. Sehr ruhig, mitten in der Natur. Ein kleines Sandkorn gibt es aber im Getriebe: Wer kann mir erklären, wofür die 24€ Überfahrtsgebühr für den Hund aufgewendet werden? HuKo-Abfalleimer fehlen dort einige, zumindest sind sie rar gesät. Die Beutel bringen wir mit. Ich habe nirgendwo liegengelassene Hundehaufen gesehen. Ist es eine Art "Kurtaxe" für den Hund? Ich verstehe es nicht.

Günther Buhtz

hansundgretel(at)web.de

Sonntag, 17.05.15 16:02

Es bleibt dabei! Die Gemeinde verhökert ihr Tafelsilber. Alle bewährten Dinge, die Langeoog-Urlaubern lieb und vertraut sind, sollen in fremde Hände gelegt werden. Und dieses nicht aus reiner Barmherzigkeit sondern um noch mehr Geld abzuschöpfen. Das Geld aus den Erlösen wird gebraucht, um es an irgendeiner anderen Stelle wieder einfließen zu lassen. Die Gemeinde hat dann keine Verantwortung mehr für Spöölhaus, Hauptbad, Tenniscenter etc. Soll als nächstes das HDI zur Disposition stehen? Alles geht an auswärtige Investoren, die nur einen Sinn in der Fortführung/Erweiterung/Neuausrichtung sehen: Erhöhung der Dividende. Diese Menschen wollen nicht, dass es dem Gast gut geht. Sie wollen nur, dass er meint!!!!, dass es ihm gut geht und dass er dann bereit ist, den von ihnen geforderten Preis zu bezahlen. Angebot und Aufwand werden von studierten Finanzprofis und Touristikmanagern knallhart und gewinnbringend durchgeplant. Es wird dem Gast möglichst eine anheimelnde, persönliche Atmosphäre vorgegaukelt und der Gast bezahlt. Geld anzulegen bringt nichts mehr, Aktien sind ein Risiko, also gönnen wir uns mal was im Urlaub und hauen es auf den Kopf. War auf der Insel ja immer schon alles ein bißchen teurer. Wer sich das nicht leisten kann oder will, der kann ja in Bensersiel bleiben. Der Verkauf des Friesengutgeländes hat seinerzeit 3,4 Millonen € erbracht. Des weiteren wurden andere Grundstücke zu hohen Preisen verkauft. Welche Löcher wurden denn damit gestopft? Seien wir doch mal ehrlich. Wenn ein finanzkräftiger Investor mit einem gelungenen Konzept für das Internatgelände da wäre, hätte die Gemeinde das Gelände längst verkauft und nochmals Millionen eingenommen. Die Sektkorken hätten tagelang geknallt. Hätte sich an dem übrigen Angebot der Insel etwas verändert? Ich glaube, es gibt mittlerweile viel zu viele Baustellen und die verschlingen Riesensummen. Mir fallen jetzt gerade die vorsintflutlichen Toilettenhäuser ein mit ihrer altbackenen Ausrüstung. Auf anderen Inseln wird vorgemacht, wie es besser geht. Ob aber derjenige, der das Ganze am Laufen hält, nämlich der Urlauber, jede Veränderung und jedes Drehen an der Preisschraube mitmacht, wage ich zu bezweifeln. Wir werden mal sehen, wie es weitergeht, die Interessensauschreibung steht ja als PDF-
Datei allen Interessenten zur Verfügung. Vielleicht gibts ja bald auch Aldi oder Lidl auf Langeoog oder Gosch oder Käfer oder eine Filiale der Sansibar/Sylt. Dann noch eine Starbucksfiliale. Das wäre doch mal was.
In dem Sinne toi, toi, toi, allen Beteiligten. In eurer Haut und Verantwortung möchte ich nicht stecken.
Viele Grüße nach Langeoog
Günther Buhtz

Reinhard Brölsch aus Lemgo

http://haus-broelsch.de

Sonntag, 17.05.15 10:57

Lieber Herr Buhtz, lieber Gerhard,

ich glaube nicht, dass es sich bei den aktuellen "Problemen" auf der Insel um reine Finanz- und Raumnutzungsfragen handelt - Ich werde den Eindruck nicht los, dass es sich vielmehr um eine sehr tiefsitzende Identitätskrise handelt. Diese führt zu einer grundsätzliche Abkehr von in der Vergangenheit bewährten Prinzipien der Inselpolitik. Was ich meine: Die Selbstbestimmung der Insel Langeoog hinsichtlich ihres touristischen Angebotes und die dessen aktive Steuerung.

Das "Spölhus" wird ersatzlos gestrichen, die Sporthalle in den Dünen ebenfalls, das "Hauptbad" mit seinen Umkleide- und Duschmöglichkeiten, das Tenniscenter in seiner bisherigen Form wohl auch - statt dessen soll ein privater Investor dies alles auf 10.000 m² zusammenfassen. Kann mir mal einer sagen, womit der das finanzieren soll, ausser über saftige Eintrittsgelder oder begleitende gastromische Angebote in astronomischer Höhe? Und vor allem: Der Betreiber wird damit in ganz erheblichem Maße in die Lage versetzt, das touristische Geschehen und die zielgruppenmäßige Ausrichtung der Insel zu bestimmen. Back to the roots? Bis 1927 hatte das Kloster Loccum den Hut auf, danach hat es die Inselgemeinde geschafft, über Jahrzehnte mit überwiegend vom Festland stammenden Profis ein einzigartiges Angebot aufzubauen, und wer kommt jetzt?

Wie ist nochmal die Gästestruktur auf Langeoog? 50 % Stammgäste, oder waren es so um die 60 %? Jedenfalls ein nicht zu unterschätzender Faktor, zu denen ich mich nach 55 bewussten Jahren auf und mit Langeoog auch zähle. Und - glauben Sie mir: Ich fühle mich links liegen gelassen. Das Motto ist ganz offensichtlich: "Die Stammgäste kommen sowieso, also interessieren uns nur noch neue Zielgruppen". Leute, nehmt zur Kenntnis: Stammgäste (und ihre Nachfolgegenerationen) sind kein Selbstläufer! Und noch so gutes Marketing ersetzt keine Mund-zu-Mund-Propaganda, die jeder echte Langeoog-Fan bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit macht.

Was braucht man, um Stammgäste zu halten? Kontinuität und Verlässlichkeit! Von beidem ist Langeoog weit entfernt!

Konkrete Vorschläge meinerseits, wie man die wiederherstellt? Habe ich nicht. Nicht, weil ich keine Ideen habe. sondern weil mir wesentliche Informationen fehlen! Wo sind öffentlich zugängliche Haushaltsabschlüsse bzw. Haushaltspläne der Inselgemeinde? Gleiches gilt für Kurverwaltung, Eigenbetriebe etc. Ich kann mir nur anhand einiger vager Eckzahlen ausrechnen, dass der Kurverwaltung aus Kurtaxe, Strandkorbmieten und sonstigen Einkünften jährlich ca. 5 Mio € zur Verfügung stehen müssten. Um die zu verwalten, braucht man einen Halbtagsbuchhalter, um das Angebot zu koordinieren einen Geschäftsführer. Wieviel Leute stehen da eigentlich auf der Payroll? Und wieviel von denen zählen zu den Häuptlingen und wieviele Krieger bleiben über?

Legt mal Zahlen auf den Tisch - ich bin sicher, hier und an anderen Stellen wird es konkrete Vorschläge hageln, wie die Insel aus ihrer jetzigen Lage rauskommt! Und ich freue mich auf eine angeregte und konstruktive Diskussion über Urlaubsgestaltungsmöglichkeiten und -angebote. Ohne Schuldzuweisungen und lokalpolitische Animositäten!

Günther Buhtz

hansundgretel(at)web.de

Freitag, 15.05.15 16:44

Moin. Als Urlauber, der seinen wohlverdienten Urlaub auf der "Insel fürs Leben" verbringen möchte, macht man sich kein Bild davon, wie es hinter der gepflegten Kulisse des Familienbades brodelt und kocht. Ich habe, bevor ich hier selbst einmal einen Leserbrief eingestellt habe, das Gezerre um die Insel oft mitverfolgt. Als Außenstehender sehe ich das so: Langeoog ist wie unsere gesamte Republik pleite und lebt nur noch auf Pump. Und das schon seit langem. Es wird ein Loch mit dem anderen gestopft. So langsam aber sicher wird das Tafelsilber der Insel verhöckert. Dazu gehört auch vieles, was als Altlast mitgeschleppt wird. Da besitzt die Insel marode Wohnhäuser und Wohnungen, bei denen jahrelang Renovierungsbedarf besteht. Diese würde man am liebsten an die Mieter vekaufen, um zu sagen: "Wenn ihr das besser haben wollt, dann macht es selbst, aber laßt uns damit in Ruhe". Wenn ich dann höre, dass Grundstückspreise von bis zu 500 € auf der Insel verlangt werden, kann ich nur sagen: "Wucher"!!!!. Aber Lage, Lage, Lage. Hier gibt es wie überall immer noch ein Klientel, dass sich das leisten kann und wird. Wenn man die 500 € mal zugrunde legt und das auf das Gelände des ehem. Interates umlegt...... Manomann, eine unvorstellbare Summe, die in das Gemeindesäckel fließen würde. Da traut sich nur keiner ran. Aber hier könnte die Gemeinde ja bauen. Das Gelände gehört der Gemeinde. Grundstückspreise entfallen hier für die Gemeinde. Sollte man nicht viel besser auf dieser Fläche ganz neue Wege gehen und das Rathaus mit allen wichtigen Institutionen hier neu entstehen lassen? Daneben noch Wohnungen für das gemeine Volk (nicht Vermietung an zahlende Gäste, sondern für die Einwohner). Der Platz ist doch da. Wenn man hier vernünftig plant und ausführt und nicht meint, einen "Palazzo Prozo" hinstellen zu müssen, sondern das Ganze ökölogisch angeht, dürfte das sogar Vorreiterfunktion haben. Dann könnte auch das alte Rathaus mit seiner braunen Vergangenheit plattgemacht werden und brauchte nicht kostenaufwändig saniert werden. Dann das Gelände auch noch für 500 € pro m2 unter den Hammer. Vielleicht auch noch die Feuerwehr integrieren. Dann das Feuerwehrgelände auch noch für 500 € pro m2 unter den Hammer. Was mit diesen Grundstücken dann passieren kann??? Dazu wird es bei diesen guten Lagen sicherlich genug Interessenten geben. So könnte es noch mehr Anregungen geben, aber das würde den Rahmen sprengen. Aber nochmal ein letzter Spruch: "Ist der Ruf erst ruiniert lebt es sich ganz ungeniert". Vielleicht schiebe ich bei Gelegenheit noch mal einen Beitrag nach.
Viele Grüße und hoffentlich mal einen Denkansatz, das wünscht sich Ihr Urlauber
Günther Buhtz

 

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