Leserbriefe

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Leserbriefe 11 bis 15 von 446
 
Gerhard Siebels aus Langeoog

wattfuehrerossi(at)hotmail.com

http://www.wattenerlebnis.de

Donnerstag, 14.05.15 19:36

Auch ich lese mit Erstaunen, das Herr Bohlen der Bevölkerung weismachen will, es wären keine vernünftigen Vorschläge bei dem Interessenbekundungsverfahren für das HdI gekommen. Es war sehr wohl mindestens 1 Top Plan für das Gelände des HdI vorhanden. Aber, es sollte da dann u. a. ein Hoteltrakt mit ca. 100 Betten entstehen und das da die Gruppe der Ratsmehrheit dagegen stimmte, ist für mich nicht unverständlich, zumal auch bei der jetzigen Konstellation der Ratsmehrheit doch sehr wohl Eigeninteresse bestand, das dieser Hoteltrakt da nicht entstand. Ich persönlich würde den Vorschlag machen, die jetzige Mehrheitsgruppe sich umbenennt in "Rotationsgruppe". Die Erklärung dazu: Das Interessenbekundungsverfahren wurde von der jetzigen Mehrheitsgruppe gnadenlos abgeschmettert, weil man den "Ausverkauf" der Insel verhindern wolle. Im gleichen Artikel wurde dann berichtet, man wolle das Personalhaus am Bahnhof, das altehrwürdige Feuerwehrgebäude und das Personalhaus "Deernshörn" veräußern. Nachdem der Plan auch sehr schnell wieder fallen gelassen wurde, kam man auf die Idee, Bauplätze für 500,-- Euro p. qm. am Bahnhof zu verkaufen. So richtig ist der Plan, jedenfalls kurzfristig, auch nicht aufgegangen. Zwischenzeitlich kam die Idee, das HdI zu sanieren. U. a. wollte man ca. 10 Eigentumswohnungen auf dem 40 Jahre alten maroden Gebäude bauen. Der Plan ist auch wieder in der Schublade verschwunden. Nun muss das Kurviertel herhalten. Das Hauptbad, das "Spölhuus" sollen verkauft werden, (aber der Ausverkauf der Insel" soll verhindert werden! Das Tenniscenter wird "saniert" und umgemuddelt. Im Kur- und Wellnesscenter soll das `Rathaus untergebracht werden. Das Rathaus ist lt. Aussage der Ratsmehrheit nicht mehr wirtschaftlich effizient genug. Aber das marode HdI ist wirtschaftlich effizient. Allerdings, ein Rathaus am Ende des Dorfes? Obwohl, durch die Nähe des Kur- und Wellnesscenters wären die Mitarbeiter dann auch ja hoffentlich nicht mehr krank. Sollten nun aber Pläne, sowohl für das Gelände des "Spölhuus" als auch für das dann zum Verkauf stehende Rathaus, auf den Tisch kommen, das da Hotels entstehen sollen, dann ist es vorauszusehen, dass das Vorhaben durch die jetzige Mehrheit des Rates abgelehnt wird, da ja das Eigeninteresse vor das Interesse des Volkes gestellt wird, wofür die Ratsmitglieder sich verpflichtet haben. Nebenbei bemerkt, es wurde der Weiterbau der 2. Anlegebrücke von der jetzigen Ratsmehrheit abgelehnt, obwohl der Auftragt schon von der alten Ratskonstellation vergeben war. Kostenpunkt für den Steuerzahler: ca. 200 000,- Euro. das HdI bringt auch weiterhin nichts ein. jährliche Kosten: ca. 300 000,- Euro. Die Kosten des gesamten Umbauvolumens, meine Laienschätzung: Mindestens 25 Millionen Euro. Verkaufserlös von den vorgeschlagenen Gebäuden, vielleicht 2 Millionen Euro, da z. B. das Gelände des Hauptbades nur gepachtet ist. Also, bleiben mindestens 23 Millionen Euro Rest. Aber, die Investoren stehen ja Schlange um die dann offene Restsumme zu übernehmen. Die allerbeste Lösung wäre, das Land Niedersachsen setzt hier, wie es eigentlich schon seit ein paar Jahren vorgesehen, fähige Beamte hin, um diesem Treiben der Ratsmehrheit endlich mal ein Ende zu setzen.

Dirk Bohlen

Donnerstag, 14.05.15 10:36

Mit Erstaunen lese ich heute den Leserbrief des ehemaligen Ratsherren Voss, der Seinerzeit mit einer Mehrheit aus CDU und FDP die Geschicke der Insel bestimmte und somit nicht ganz unbeteiligt war an der Schaffung der Situation in der wir uns heute befinden.
Ich frage mich auch, wo Herr Voss seine Informationen zum Beurteilen der momentanen Arbeit des Rates bezieht, da ich ihn seit seinem, vom Wähler gewolltem, Ausscheiden aus dem Rat in kaum einer Sitzung im Publikum gesehen habe.
Der jetzige Umbau der Kurverwaltung ist in zahllosen Veranstaltungen (Ausschüssen, Vermieterversammlung, Rat) besprochen und erläutert worden, und führt erstmals dazu, dass die KV nachhaltig den Gemeindehaushalt nicht mehr belasten wird. Das Angebot für unsere Gäste soll dabei sogar ausgebaut und zeitlich verlängert werden. In enger Abstimmung mit der KV werden hierfür nicht notwendige Liegenschaften verkauft. Hierzu zählt nicht das HDI.
Bezüglich der Angebote zum Interessenbekundungsverfahren für das HDI waren keine, aus meiner und aus Sicht der Mehrheit des Rates, auch nur im Ansatz für die Entwicklung der Insel geeignete Vorschläge eingegangen.
Zu den Bemühungen die Wohnsituation auf Langeoog endlich voran zu bringen gibt es gute Ansätze, die wie ich hoffe, bald Früchte tragen werden.
Dieser Rat arbeitet hart an der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung der Insel. Schon mehrfach habe ich jeden aufgefordert sich in diese Arbeit einzubringen. Ich würde mich dabei auch über den reichen Erfahrungsschatz von Jochen Voss freuen. Also kommen, zu Sitzungen oder unseren Grünen Treffen.
Schon im September 2016, kann dann der Wähler diese Arbeit bewerten.

Dirk Bohlen

Jochen Voß

Mittwoch, 13.05.15 10:09


Ausverkauf der Insel Langeoog


Die jetzige Mehrheitsfraktion im Rat betreibt den „Ausverkauf“ des bisher guten touristischen Angebots auf Langeoog.
Man kann nur einmal verkaufen, dann ist es unwiederbringlich verloren und gleichzeitig wird das, was viele Gäste bei uns auf der Insel erwarten zurückgefahren auf das Angebot von vor 30 – 40 Jahren, statt unsere Infrastruktur zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Dabei soll das marodeste und kostenintensivste Gebäude (HDI) mit relativ geringer Nutzung erhalten bleiben und saniert werden?
Vernünftig, kostengünstig, sanierungsfähig ist es nicht. Gab es hier nicht ein Angebot von privater Seite ohne Zusatzkosten für die Gemeinde ein Gebäude zu erstellen in dem wieder ein ausreichend großer Saal für die Veranstaltungen der KV und unserer Langeooger Vereine integriert sein sollte?
Natürlich will ein möglicher Investor auch Geld verdienen und somit ist er gezwungen um alles finanzieren zu können Betten (Hotel) oder Eigentumswohnungen mit zu installieren. Das wird aber auch beim Verkauf der anderen Liegenschaften passieren, sonst interessiert sich niemand dafür und ein Verkauf wäre dann unwahrscheinlich.
Ich frage mich warum der Verkauf des HDI von der Mehrheitsgruppe im Rat verhindert wurde, obwohl ein vernünftiges Konzept vorlag?
War da evtl. ein „Interessenskonflikt“ vorhanden? War vielleicht sogar„Befangenheit“ gegeben?
Das Rathaus soll in das Kurmittelhaus (KVC) an den Ortsrand verlagert werden, und das traditionell im Ortszentrum angesiedelte Rathaus soll verkauft werden? Wenn es denn einen Interessenten gibt, was wird dort wohl in 1. Linie geplant werden? Wahrscheinlich ein Hotel oder Eigentumswohnungen.
Das Kinderspielhaus soll ebenfalls an Investoren veräußert werden, obwohl es gerade in der Vor – und Nachsaison für unsere kleinen Gäste und deren Eltern interessant ist. Auch da wird es wahrscheinlich nur Interessenten geben, wenn in Betten investiert werden darf.
Genauso sieht es beim Hauptbad aus, auch da wird sich nur ein Interessent finden, wenn er damit ein Geschäft machen kann (z.B. Gastronomie), dabei ist das Angebot in dem Bereich sicher ausreichend. Dort soll dem evtl. Investor auch noch vorgeschrieben werden, wie die Toilettenanlage betrieben wird?
Für die Tennisanlage gilt ähnliches, obwohl sie in keinem guten Zustand ist. Auch da wird ein Käufer nur interessiert sein, wenn er gleichzeitig Betten anbieten kann. Ein Familien- und Sporterlebnis-Zentrum wäre schön, aber rechnet sich nicht, denn es sind höchstens ca. 6 Monaten Auslastung zu erwarten.
Nebenbei ist wohl auch geplant, die im schlechten Zustand befindlichen Personalhäuser zu verkaufen, um ein neues Personalwohnhaus dort zu bauen, wo Kinderspielplatz und Inselbahn in der Nachbarschaft vorhanden sind.
Warum sind die Personalhäuser marode? Weil die Gemeinde jahrelang nicht repariert hat und das liegt an den zu niedrigen Mieten, die dringend an die ortsüblichen Mieten angepasst werden müssten, und an der fehlenden Aufsicht über die Häuser. Das wäre vermutlich bei einem Neubau (was kostet der?) schnell genauso. Bei fast all diesen Vorhaben müssten die Bebauungspläne nach Wünschen der Investoren geändert werden, mit weitreichenden Folgen für alle Hausbesitzer im gleichen B-Plan.
Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten die finanzielle Misere der Gemeinde und Kurverwaltung zu verringern, z. B.:

1. Verkauf des HDI
2. Verkauf des Internatsgeländes an interessierte Insulaner , (wo sollen in der Zukunft die Ortsansässigen wohnen, wenn alle alten Insulanerhäuser an Käufer vom Festland veräußert werden?)
3. Umwandlung von Schiffahrt und KV in Gesellschaftsformen die „kaufmännisch“ geführt werden. Das spart erhebliche Summen, die sonst u.a. an das Finanzamt fließen. Das hat ganz nebenbei den Vorteil, dass wichtige Entscheidungen im kaufmännischen Interesse gefasst werden und nicht durch ein Gremium das vom vermeintlichen Wählerwillen beeinflusst wird.


Hoffentlich ist es noch nicht zu spät.


Günther Buhtz

hansundgretel(at)web.de

Freitag, 01.05.15 15:19

Moin. Ein großes Lob an Herrn Agena, dass er sich mit Leib und Seele guter Qualität verschrieben hat. Aber ich glaube nicht, dass ihm eine Vergrößerung gut tun würde. Das ginge dann doch schon mehr in Richtung Bio-Supermarkt. Was aber meines Erachtens auch fehlt, ist ein vernünftiges Lokal, das auch angemessene Qualität auf dem vegetarischen oder veganen Sektor anbietet. Menschen, die vegetarisch essen möchten haben es sehr schwer auf Langeoog. Gerade in der heitigen Zeit ist es doch wichtig, in Punkto Ernährung umzudenken. Auch beim Essen muss eine Rückkehr vom vorgefertigten industriellen Einheitsbrei erfolgen. Weg von der vorgefertigten, eingefrorenen Einheitspampe - hin zu einem biologisch wertvollen, frischen Geschmackserlebnis. Einen guten Job macht da ja der Seekrug. Viele Menschen, die nach Langeoog kommen, suchen doch die Natürlichkeit der Natur und die Rückkehr zur Ursprünglichkeit - auch der des Essens. Aber zur Zeit wird das Thema in den Restaurants noch sehr vernachlässigt.

Marianne Zalmann aus 45239 Essen-Werden

mzalmann(at)web.de

Freitag, 01.05.15 11:39

Herr Buhtz, ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihren Beitrag und möchte Ihre Meinung unterstützen. Auch wir gehen gern im Bioladen einkaufen, und die Vision, den Grönhöker in einem größeren Ladenlokal zu sehen, gefällt mir seehr gut. Ob es sich rechnen würde, ist eine andere Frage. Leider geben viele Menschen wirklich viel Geld aus für Produkte, die Lebensmittel sein sollen, aber den Namen nicht verdient haben.

 

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