Langeoog News Nachrichten-Übersicht

Heute nur noch schwacher Wind

Mit orkanartigen Böen bis zu 115 km/h ist Ex-Hurrikan Gonzales am Mittwoch über Langeoog hinweg gezogen. Der mitgeführte Regen war aber nicht so stark, wie erwartet. Die temperaturen kamen nicht über herbstliche 13°C hinaus. Da der Sturm aus Nordwest kam, schob er in der Deutschen Bucht das Wasser zu einer Sturmflut auf. Im Tagesverlauf hatte der Sturm dann schnell nachgelassen, Gonzales war weitergezogen und schon am Abend wurde nur noch ein frischer Wind gemessen. Heute soll es sogar schwachwindig sein, eine schwache Brise weht aus Südwest. Es bleibt meist trocken, ab und zu sind sogar ein paar sonnige Momente möglich. Im Laufe des Freitag ziehen neue Schauer heran, die vor allem in der Nacht zu Samstag für Niederschläge sorgen werden. Die Temperaturen steigen bis auf 15°C.

Erste Sturmflut des Winters

Eine erste Sturmflut hat am Mittwoch die ostfriesischen Insel erreicht. Ex-Hurrikan Gonzales kam als Orkantief über die Nordsee, auf Langeoog wurden am Morgen Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h gemessen. Noch in der Nacht zu Mittwoch hatten die Fachleute des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) die Prognosen für die zu erwartenden Pegelstände nach oben korrigiert. Bis zu zwei Meter über mittlerem Tidehochwasser wurden erwartet, am Ende wurden am Hafen Langeoog 1,90 Meter gemessen, in Bensersiel war es geringfügig mehr. Nach der Klassifizierung des NLWKN handelt es sich daher um eine leichte Sturmflut. Für viele Gäste war das Naturschauspiel mit Orkanböen und Sturmflut ein unerwartetes Highlight in den Herbstferien, das eindrucksvoll die Macht der Natur und die eingeschränkten Möglichkeiten des Menschen aufzeigt. "Storm-Watching" war daher angesagt. Mancher wurde am Strand nass, wenn er sich zu weit vor wagte und von einer großen Welle überrascht wurde. Das Strandteam der Kurverwaltung um Jan Heinbockel hatte am Dienstag fast alle STrandkörbe abgefahren und auch den Sportpalast hinter die Düne in Sicherheit gebracht. Lediglich einzelne Spielgeräte tritzten den Wellen und auch das Strandfußballfeld war nicht bespielbar. Beeindruckend war die Brandung und das damit verbundene Tosen. Für die Dünen und den Strand der Insel ging die erste Sturmflut des Winters nach ersten Eindrücken glimpflich aus. Am Weststrand und gab es leichte Abbrüche am Dünenfuß im Bereich der Sandfangmaßnahmen und auch das Strandniveau hat etwas gelitten. Die Fahrspur für die Strandkorbtransporte über die Düne führte gestern ins Nichts. Geringer waren die Schäden am Pirolatal, offenbar hat die Strandaufspülung des letzten Jahres hier noch Wirkung gezeigt. Für ein abschließendes Fazit ist es aber noch zu früh. Auch die Frage, ob die Sandbank durch die Sturmflut weiter in Bewegung gekommen ist, muss erst noch geklärt werden. In weiteren Artikeln folgend Bilder vom Langeooger Hafen, vom Sommerdeich und von Bensersiel.

Entspannte Lage im Hafen Langeoog

Erneut hat sich die neue N-Ports-Anlegerbrücke im Langeooger Hafen bewährt. Sie war beim Neubau vor einigen Jahren höher angelegt worden, als die alte und wird seither erst jetzt bei Wasserständen bis 1,70 Meter überflutet. Das war am Mittwoch nur kurz der Fall, die Schalterhäuschen im Gatehouse waren vorsorglich unter die Decke gezogen worden, konnten aber schon um 12 Uhr wieder abgesetzt werden. Auch die Schienen waren unter Wasser, der Bahnsteig wirkte wie ein Anleger an "Canale Grande". Das Deichschart der Bahnlinie konnte schon früh wieder geöffnet werden, es wurde nicht benötigt. Die Schiffahrt der Inselgemeinde hatte nach den Korrekturen der Prognosen bereits am frühen Morgen die fahrplanmäßigen Abfahrten um 9.30 Uhr und 11.30 Uhr ab Bensersiel und um 10.30 Uhr ab Langeoog abgesagt. Die Abfahrt um 13.30 Uhr ab Bensersiel wurde um eine Stunde verschoben. Fotos: Elke Kremer, Sabine Klette, Marlies Eggers

PKW-Rettung in Bensersiel

Da die Kaianlagen in Bensersiel niedriger liegen, als die neue N-Ports-Anlegerbrücke im Langeooger Hafen, sorgte die kurzfristige Erhöhung der Pegelprognosen am Mittwoch für eilige Betriebsamkeit. Einige Fahrzeuge war im Überflutungsbereich geparkt worden und mussten nun von einer Spedition abtransportiert werden. Insa Janssen stellte uns beeindruckende Bilder aus dem Hafen zur Verfügung, die nicht nur die PKW-Rettung zeigen, sondern auch das Gate-House der Schiffahrt der Inselgemeinde, in dem die Langeoog-Card-Gates unter die Decke gezogen waren. Die Fahrgäste der letzten Fähre, die vor den sturmflutbedingeten Ausfällen im Fahrplan ans Festland gefahren war, mussten über den Bug und die Containerbrücke das Schiff verlassen. Hier hatten Mitarbeiter der Schiffahrt eine Gangway aufgestellt, um nasse Füße zu vermeiden.

Sommerdeich blieb passierbar

Da der Pegelstand am Langeooger Hafen bei der leichten Sturmflut am Mittwoch unter der Marke von zwei Metern über mittlerem Tidehochwasser blieb, wurde der Sommerdeich, über den die Verbindung zum Zeltlager der Sportjugend, zur Jugendherberge, zur Meierei und zum Schullandheim der Osningschule sichergestellt ist, diesmal nicht überflutet. Die Bereiche rund um den großen Schlopp nördlich des Sommerdeiches blieben also "trocken", während die Salzwiesen südlich eine große Dosis Salz für die hier beheimatete Pflanzenwelt bekamen. Zuletzt war der Sommerdeich am 6. Dezember 2013 überspült worden und das Meer war bis zum binnenseiteigen Dünenfuß gelaufen. Am Mittwoch stand das Wasser nicht nur am Sommerdeich fast bis zum Deichweg, auch am Fuß des Seedeiches stand die Flut, ein Anblick, der für viele Gäste ungewohnt ist.

Schwere Sturmflut in Niedersachsen

Auf Norderney wurde die Zwei-Meter-Marke und damit die Grenze zur schweren Sturmflut nicht geknackt, in Emden und auf Borkum hingegen registrierte der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) am Mittwoch eine schwere Sturmflut. „Die höchsten Wasserstände waren gegen Mittag erreicht, anschließend beruhigte sich die Lage merklich“, fasste Herma Heyken, Pressesprecherin des NLWKN, zusammen. Der NLWKN hatte bereits ab Montag vor den deutlich erhöhten Wasserständen gewarnt, die prognostizierten Pegelstände sind allesamt eingetreten. Die Werte im Einzelnen: Borkum (Wasserstand um 1,99 Meter höher als normal), Norderney (1,92 Meter), Langeoog (1,87 Meter), Spiekeroog (1,91 Meter), Wangerooge (1,95 Meter), Knock (2,59 Meter), Emden (2,84 Meter), Emssperrwerk (3,03 Meter), Leyhörn (2,09 Meter), Bensersiel (1,97 Meter), Leuchtturm Alte Weser (1,81 Meter), Wilhelmshaven (2,21 Meter), Cuxhaven (1,93 Meter) und Bremerhaven (2,19 Meter). Auf den Inseln hatte der NLWKN Vorsorge getroffen und alle wesentlichen Deichscharte geschlossen. Von größeren Schäden ist derzeit nichts bekannt. Die sechs Sperrwerke an der Unterelbe waren geschlossen, ebenso das Emssperrwerk in Gandersum. Die Mitternachtsflut in der Nacht zum Mittwoch brachte ebenfalls leicht erhöhte Wasserstände, die Einfluss auf die hohen Wasserstände zwölf Stunden später hatten: Die Niedrigwasser-Pegel blieben auf einem relativ hohen Stand. Beim Pegel Norderney und Stader Sand beispielsweise war das Niedrigwasser jeweils so hoch wie das Mittlere Tidehochwasser. Die jetzt gemessenen Wasserstände sind aber nicht mit denen der schweren Sturmflut Anfang Dezember 2013 zu vergleichen. Damals gab es eine Kette von vier Sturmfluten, wobei die in der Nacht zum Nikolaustag hinsichtlich der eingetretenen Wasserstände zu einer der schwersten Sturmfluten der vergangenen einhundert Jahre an der Niedersächsischen Küste zählt. Am Pegel Norderney wurde damals ein Wasserstand von 2,83 Meter über dem mittleren Tidehochwasser ermittelt

Großes Interesse an Lions-Typisierung

Ein voller Erfolg war die Typisierungsaktion des Lions-Club Gräfin Anna um Präsidentin Renate Arndt. Trotz des Sturmes waren schon früh viele interessierte Gäste und Langeooger gekommen, um teilzunehmen, am Ende wurden 111 Proben genommen. Die Damen des Serviceclubs hatten die Durchführung spontan selbst in die Hand genommen, da die Mitglieder des Vereins Leukin e.V., der als Partner die Typisierung organisiert hatte, wegen der Sturmflut nicht auf die Insel hatten reisen können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden umfassend informiert und anschließend eine Speichelprobe genommen, die später im Labor untersucht und die genetischen Daten ermittelt werden. Gesucht wird aktuell ein "genetischer Zwilling" für Kerstin Benning, geb. Hoffrogge, die an Blutkrebs erkrankt ist und dringend eine Stammzellenspende benötigt. Bei der letzten großen Typisierungsaktion in Ostfriesland hatten die beteiligten Verein übrigens Erfolg. Wie Renate Arndt mitteilte, war ein Spender gefunden worden und der Patient ist inzwischen wieder wohlauf. Christiane und Gerriet Hoffrogge besuchten die Typisierung und dankten allen Beteiligten vom Lions-Club Gräfin Anna und von Leukin für den großen Einsatz und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Bereitschaft zur Spende. Sie überbrachten zudem Grüße von Kerstin, die sich über die große Solidarität auf ihrer Insel sehr freut. Die Stammzellenspende selbst, die nur dann erforderlich ist, wenn die genetischen Voraussetzungen für einen Patienten genau passen, ist ohne großes Risiko. Die Daten der jetzt durchgeführten Typisierung werden nicht nur mit denen von Kerstin Benning abgeglichen, sie werden auch in der Datenbank von DKMS gespeichert und erhöhen für viele Patienten Deutschlandweit die Heilungschancen. Die Schiffahrt hat insgesamt 500 Spender-Päckchen übernommen und wird noch bis zum Ende der Herbstferien an Bord bei der Überfahrt Gästen und Langeoogern die Typisierung anbieten.

Zusatzfahrten mit dem Fischkutter MÖWE

Wegen der großen Nachfrage bietet die Crew des Original-Fischkutter MÖWE um Heinz Steffens auch in der letzten Oktoberwoche am Donnerstag, 30. Oktober um 10:45 Uhr 12:45 Uhr und 14:45 Uhr drei zusätzliche Törns ins Wattenmeer mit Schaufischfang an. Karten sind im Fischgeschäft von Sven Klette erhältlich. Auf der Fahrt erlebt man die einzigartige Welt des Nationalparks "Niedersächsisches Wattenmeer". Die mit dem Netz gefangenen Tiere werden ausführlich gezeigt und erklärt. Je nach Fang werden Krabben gekocht und man bekommt einen Grundkurs im Krabbenpulen.  Bei Niedrigwasser werden zudem die Seehundsbänke angefahren, wo man die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann. Interessierten Gästen erklärt der Kapitän gerne die technischen Einrichtungen des Kutters. Alle Termine findet man hier

Sturmzeit ist Spielhäuser-Zeit

Sturmzeit ist Spielhäuser-Zeit hatte sich das Team der Spielhäuser um Bettina Lau am Mittwoch gedacht und spontan die Öffnungszeiten erweitert. Der beliebte Kreativtag wurde ohne Mittagspause durchgeführt, die Werkstatt stand also für Familien den ganzen Tag offen. Auch die Spielmöglichkeiten im Spöölhus waren den ganzen Tag verfügbar, dafür hatten Mitarbeiterinnen spontan auf den freien Tag verzichtet.

Ex-Hurrikan Gonzales zieht heran

Stetig nahm am Dienstag der Wind an der Küste zu. Ex-Hurrikan Gonzalo zog heran und ließ die Windgeschwindigkeiten am späten Nachmittag bereits bis auf 60 km/h steigen. Außerdem führte er kräftigen Regenschauer mit sich. Gonzalo war Ende vergangener Woche mit voller Wucht über die Bermuda-Inseln hinweg gezogen und sorgte mit Windgeschwindigkeiten bis 165 km/h für schwere Schäden. An der Küste wird Gonzalo mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h aus Nordwest erwartet. Gleichzeitig treibt er eine Sturmflutwelle vor sich her, die am Mittwochmittag die Insel erreichen wird. Die Temperaturen werden nicht über herbstliche 13°C steigen. Schon am Donnerstag beruhigt sich das Wetter schnell wieder. Der Wind dreht auf Süd und flaut ab und das Wetter wird wieder trockener. Die Temperaturen steigen bei dichter Bewölkung mit einzelnen Lücken auf 14°C. Bis Ende des Monats bleibt es dann wechselhaft mit Sonne und Schauern, bevor Anfang November dann nach den letzten Wettermodellen freundlicheres Wetter erwartet wird.

Typisierung von Schiffahrt gestartet

Schon am Vortag der großen Typisierungaktion des Lions-Clubs Gräfin Anna in Kooperation mit dem Verein Leukin aus Rhauderfehn hat die Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog am Dienstag einen ganz besonderen Service gestartet. An Bord der Fahrgastschiffe LANGEOOG III und IV können alle Langeooger und Gäste zwischen 17 und 55 Jahren in den nächsten Tagen die Typisierung während der Überfahrt selbst vornehmen und eine Speichelprobe abgeben. Diese wird dann später im einem Labor analysiert und mit den Daten der gesuchten Stammzellen abgeglichen, die für die Behandlung von Kerstin Benning, geb. Hoffrogge, drigend gesucht werden. Die Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Die Kosten in Höhe von 50,00 € für die Typisierung übernimmt der Verein. Spenden werden gerne entgegengenommen. Die Nachfrage war spontan sehr groß, schon bei der ersten Überfahrt wurden 25 Typisierungen vorgenommen. Die Besatzungen beider Schiffe waren zuvor mit gutem Beispiel vorangegangen und unterstützten alle die Aktion. Alternativ kann die Typisierung heute ab 11 Uhr im Haus der Insel vorgenommen werden.

Dünensingen geht in die Winterpause

Viel zu schnell zu Ende gegangen ist jetzt schon wieder die Saison des Dünensingens. Ein letztes Mal griff Herbert Burmester am Dienstag in die Tasten seines Akkordeons und spielte die Melodien aus dem Langeooger Liederheft an. Schon um 17 Uhr begann das beliebte Singen und wie bei der Premiere im Frühjahr sorgte das Wetter dafür, daass die Veranstaltung unter den Arkaden am Lale-Andersen-Denkmal stattfinden musste. Unterstützt wurde Herbert Burmester beim Verkauf der Liederhefte zu Gunsten der Stiftung "Musik auf Langeoog" von Ursel Reinboth, Andreas Mennen und Heinz Schoo. Am Dienstag, 5. Mai 2015, geht das beliebte Dünensingen in die neue Saison, dann hoffentlich wieder bei schönem Wetter im Dünental zwischen Wasserturm und Hauptbad.

Heute Bändchenparty gegen Kinderkrebs

Aus Anlass der Typisierung am Mittwoch, 22. Oktober im HDI macht sich die Musikkneipe Düne 13 zeitgleich für „FLUGKRAFT“, einem „Fotoprojekt gegen Kinderkrebs“ stark und veranstaltet hierfür am gleichen Tag ab 20 Uhr eine Party. In der Düne 13 an der Höhenpromenade am Dünenübergang Seekrug gibt es die beliebten „FLUGKRAFT“ Bändchen für nur 5 € mit denen man den Kindern und deren Familien durch die schwere Zeit helfen kann. Zu jedem verkauften Band legt die Düne 13 einen €uro drauf, um FLUGKRAFT zu helfen.

Flinthörners verschieben letztes Konzert

Zum vorletzten Mal hat der Langeooger Shantychor de Flinthörners am Montag die Bühne im Haus der Insel geentert und sein Programm 2014 dem Publikum präsentieit, das erneut sehr zahlreich erschienen war. Das letzte Konzert findet nicht, wie bereits in der Langeoog News Wochenzeitung und anderen Medien angekündigt, am Montag, 27. Oktober, statt, sondern eine Woche später am Montag, 3. November. Am Montag sprang der Funke wie zuletzt schnell über, die Crew der Bark Hoffnung und die Zuschauer hatten viel Freude an diesem Abend. Für die Shantyman Klaus Kremer und Andreas Schüler, die an diesem Abend nicht dabei sein konnten, sprangen Bass-Kollege Andreas Canto und Tenor Siggi Maurischat ein und sangen "Bye bye my Roseanna" und "Rio Grande" zu hören. An Stelle von Inselfotografin Elke Kremer sorgte Yvonne Faul für das gewohnte Blitzlichtgewitter. Später wurde der Chor auf der Bühne wieder von unerwartet vielen Kindern beim Lied "Chinesien" unterstützt. Außerdem gab es gleich zwei Geburtstagsständchen für die Flinthörners Heinz Hohmann und Ralf Preuß. Die Musik der Flinthörners kann man seit diesem Jahr auch Online hören und kaufen: De Flinthörners auf iTunesDe Flinthörners auf SpotifyDe Flinthörners auf AmazonDe Flinthörners auf NapsterDe Flinthörners auf Google-Play Auf der Homepage der Flinthörners findet man auch Links zu 360°-Panoramen von einem Auftritt und aus dem Shantykeller...

Sturmflutwarnung des NLWKN

Sturmflut-Gefahr: In der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochmittag werden deutlich erhöhte Wasserstände erwartet. „Die prognostizierten Werte liegen insbesondere am Mittwoch bei bis zu zwei Meter über den normalen Wasserständen“, heißt es in einer Presseinformation des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). Für Langeoog werden 1,50 Meter erwartet. Das bedeutet Überflutungsgefahr für Strände, Vorländer und Hafenflächen. Unter www.nlwkn.niedersachsen.de können die Wasserstandsvorhersagen des Sturmflutwarndienstes sowie die Pegelstände abgerufen werden. Der NLWKN ist darauf vorbereitet, auch das Emssperrwerk in Gandersum zu schließen. Dies ist allerdings erst der Fall, wenn die Prognosen von deutlich mehr als zwei Meter über dem mittleren Tidehochwasser ausgehen. Die Mitarbeiter des NLWKN auf den ostfriesischen Inseln sind ebenfalls auf die angekündigte Sturmflut vorbereitet. Auf Spiekeroog wird beispielsweise das Pferdebahnschart schon heute geschlossen, normalerweise ist das erst am 1. November der Fall. Auf Norderney wurden die großen Deckwerkscharte (Milchbar und Moltkestraße) zur Vorbereitung auf die Sturmflutsaison ohnehin schon teilverschlossen, ebenso das Schart auf Baltrum beim Strandhotel Wietjes. Die Wasserstände werden aber auf keinen Fall so hoch auflaufen wie Anfang Dezember des vergangenen Jahres, als Orkantief „Xaver“ wütete. Das ausgedehnte Tiefdruckgebiet führte um den Nikolaustag herum zu einer Kette von vier Sturmfluten, wobei die in der Nacht zum Nikolaustag hinsichtlich der eingetretenen Wasserstände zu einer der schwersten Sturmfluten der vergangenen einhundert Jahre an der Niedersächsischen Küste zählt. Am Pegel Norderney wurde ein Wasserstand von 2,83 Meter über dem mittleren Tidehochwasser ermittelt, lediglich die Sturmflut von 1962 wies in diesem Zeitraum einen noch höheren Wind-stau auf. Im Bereich der Ems lagen die Wasserstände sogar über denen von 1962, jedoch unter denen der Sturmflut vom November 2006. An der Weser- und Elbemündung blieb der Wasserstand unter den Marken von 1962 und auch 1976. Aufbauend auf den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes hatte der Sturmflutwarndienst des NLWKN die zu erwartenden Wasserstände zutreffend voraus berechnet und frühzeitig vor dieser sehr schweren Sturmflut gewarnt. Hintergrund-Info: Klassifizierung der Sturmfluten Leichte Sturmflut: Von 0,93 bis 2,01 m über dem normalen Tidehochwasser am Pegel Norderney.Schwere Sturmflut Von 2,01 bis 2,75 über dem normalen Tidehochwasser am Pegel Norderney. Sehr schwere Sturmflut: Mehr als 2,75 m über dem normalen Tidehochwasser am Pegel Norderney