Seit 1861 Seenotrettung auf Langeoog

Am 04.10.2011

Vor 150 Jahren, also noch vor Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, sind auf Langeoog und auf Juist die ersten Rettungsstationen an der Küste entstanden. Denn so paradiesisch, wie die Nordsee für Natur und Erholungssuchende ist, so gefährlich kann sie für die Schiffahrt werden. Sandbänke, Gezeitenströme und haushohe Dünung bei schweren Nordweststürmen haben vielen Seeleuten das Leben gekostet.

Dass bereits 1861 Langeooger Schiffen in Not zu Hilfe eilen wollten, die zuvor als willkommenes Strandgut angesehen worden waren, feierte die DGzRS-Ortsvertretung am Sonntag mit einem Info-Tag vor dem Museumsrettungsboot LANGEOOG. Stefan Juilfs hatte dabei große Unterstützung durch die "Langeoog-Fans", so dass das Rettungsboot ebenso wie der Info-Wagen und das Werberad besetzt war. Im Haus der Insel zeigte zudem Herbert Grohmann "Wir kommen..." und "Klar P3!", interessante Filme über die Arbeit der DGzRS.

Aus den Rettungsstationen auf den Inseln ist inzwischen eine einmalige Erfolgsgeschichte geworden. Die DGzRS finanziert sich und ihre aufwändige Flotte aus Seenotrettungskreuzern und -booten nach wie vor ausschließlich aus Spenden. Viele Freiwillige unterstützen die Arbeit, indem sie auch bei schwerem Wetter verunglückten Seeleuten zu Hilfe eilen.

Die Gründung des Vereins zur Rettung Schiffbrüchiger an den ostfriesischen Inseln geht auf Oberzollinspektor Georg Breusing (1820 – 1882) zurück. Noch im selben Jahr folgten Vereine in Bremerhaven und Hamburg. Alle drei gingen später in der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ (DGzRS) auf, die am 29. Mai 1865 mit Sitz in Kiel gegründet wurde.

Im Langeoog News Inselmagazin 2011, das auf dem Info-Tag ebenfalls erhältlich war, ist die Gründung der Langeooger Rettungsstation und die Arbeit der DGzRS Titelthema.

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