Montag CO2-Mahnwache am Wasserturm

Am 03.11.2011

Am Montag, 7. November laden die Grünen auf Langeoog um 18 Uhr zu einer weiteren Mahnwache gegen die CCS-Technologie am Wasserturm ein, um Langeoog in den länderübergreifenden Protest gegen die umstrittene CO2-Endlagerung einzureihen. Möglichst viele Teilnehmer sollten mit, wenn möglich CO2-neutralen, Taschenlampen zum Wahrzeichen der Insel kommen.

Einen Tag später tagt am Dienstag der Vermittlungsausschuss über das umstrittene CCS Gesetz,  um das am 23. September von Bundesrat abgelehnte Gesetz noch zu retten.

Den Veranstaltern ist es wichtig, auf den letzten Metern des Gesetzgebungsprozesses den Widerstand gegen die CCS Technologie noch einmal deutlich zu machen und damit den Spielraum für „Kuhhandel“ hinter den verschlossenen Türen des Vermittlungsausschusses zu verringern .

Alle Bürgerinitiativen gegen CO2 Endlager in Deutschland kämpfen für ein kompromissloses CCS Verbotsgesetz, wie es Österreich berits beschlossen hat. Die EU drängt auf nationale Regelungen, macht aber keine Vorschriften für eine Einführung.

Von Sylt bis Langeoog beteiligen sich zahlreiche Inseln und Gemeinden an der Mahnwache.

Hintergrund: Im Rahmen des Emissionshandels sehen die großen Energieversorger in der CCS-Technologie eine lukrative Chance, den Klimakiller CO2 los zu werden. Das Gas soll unter hohem Druck unter der Nordsee in tiefe Bodenschichten verpresst werden. Die Technologie birgt aber große Risiken, wie Unglücke am Nyos-See in Afrika und vor kurzem bei Mönchengladbach gezeigt haben. Denn die Frage ist, ob das Gas wirklich in den Bodenschichten bleibt, oder sich Wege an die Oberfläche sucht. Da es schwerer ist als Luft, sammelt es sich dann in Kellern, Kanälen und Senken und wird zur Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen.

 

 

 

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