Inselschule erlebte Sonnenfinsternis

Am 23.03.2015 Von: Christiane Schicke

Während an anderen Schulen am Freitag wegen der Sonnenfinsternis Hofpausen verlegt und Vorhänge zugezogen wurden, freuten sich die Langeooger Grundschülerinnen und -schüler, an diesem Tag das Naturschauspiel draußen erleben zu dürfen. Als besondere Gäste kamen Arvid Männike und Prof. Wolfgang Müller-Schauenburg in die Inselschule, um die Kinder an diesem Tag zu begleiten.

Zunächst jedoch erklärte Arvid Männicke in der Aula mit einem einfachen Modell aus drei Kindern und einer starken Taschenlampe den Schülerinnen und Schülern, wie eine Sonnenfinsternis entsteht. Vier Bücher und drei weitere Kinder auf der Bühne zeigten dann den Einfluss von Sonne und Mond auf die Entstehung von Nipp- und Springtiden.

Anschließend nahm Arvid Männicke die Kinder mit auf eine Bilder-Reise durch das Sonnensystem und seine Planeten.    

Nach einer kurzen Einweisung in die Benutzung, erhielten alle Kinder anschließend eine eigene Sonnenfinsternisbrille. Zwar war es sehr unwahrscheinlich, dass sie bei der starken Bewölkung überhaupt eingesetzt werden müsste, aber die Hoffnung auf ein überraschend auftauchendes Wolkenloch lebte bis zum Schluss. 

Gemeinsam gingen alle Klassen, begleitet von Niklas Dedert, Regina und Martin Willenberg, Kira Wilken und Christiane Schicke, hinaus auf den Abke-Jansen-Weg. Dort reisten Arvid Männicke und Wolfgang Müller-Schauenburg mit den Kindern in die Vergangenheit bis zum Beginn unseres Universums, 1 cm der Straße entsprach dabei 1 000 000 Jahren. Das Universum begann damit ungefähr am Fahrradparkplatz des Retro-Hotels. Langsam näherten sich alle wieder der Schule, erlebten den Ursprung des Sonnensystems am Beginn des Schulhofes, froren sich durch mehrere Eiszeiten und standen schließlich am Zeitpunkt des Anfangs der Menschheitsgeschichte, die bis heute gerechnet etwa zwei Kinderfingerbreiten lang andauert.

Während dieses Universums-Spaziergangs beobachteten Schüler und Schülerinnen der Klasse 2 die Natur. Sie maßen die Temperatur und die Lichthelligkeit, hielten Ausschau nach Vögeln und anderen Tieren und notierten deren Verhalten. Zuhause halfen Eltern bei diesem Forschungsauftrag, indem sie während der Zeit der Sonnenfinsternis die Haustiere im Auge behielten.

In die Schule zurückgekehrt, gab es diesmal keine Geschichte zum Lesefrühstück, sondern den Livestream der Sonnenfinsternis aus Svalbard, Norwegen, etwa 2800 km nördlich von Langeoog.

So konnten die Schülerinnen und Schüler zumindest auf dem Interaktiven Whiteboard die vollständige Verdeckung der Sonne und das beeindruckende Aufflammen der Corona verfolgen.

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