Gräber für 20.000 Flüchtlinge

Am 25.06.2015 Von: Klaus Kremer

Langeoog ist seit Mittwoch mit einem symbolischen Grab Teil einer europaweiten Kunstaktion, die auf das Schicksal von 20.000 Flüchtlingen aufmerksam machen soll, die starben, als sie ihre Heimat verlassen mussten. 

Sonja Wiencke, Saisonkraft auf Langeoog und offizielle Botschafterin der Amnesty International Kampagne SOS Europe, hat das Grab als Teil der Aktion des Zentrums für politische Schönheit angelegt, die in Berlin ihren Anfang nahm und dem inzwischen auf dem ganzen Kontinent Gräber gefolgt sind, die an über 20.000 gestorbene Flüchtlinge vor Europas Grenzen aufmerksam machen.

Das Zentrum für politische Schönheit ist ein Zusammenschluss von etwa 70 Aktionskünstlern und Kreativen unter der Leitung des Philosophen und Theatermachers Philipp Ruch. Die Mitglieder definieren ihre Verbindung als eine Denkfabrik, die Menschenrechte mit Aktionskunst verbindet. Ziel sei es, durch künstlerische Aktionen auf humanitäre Themen und den Schutz von Menschenleben aufmerksam zu machen.

In einem Kästchen auf dem Grab, das inzwischen von der Barkhausenstraße an die Hauptstraße vor das Beiboot verlegt wurde, hat Sonja Wiencke ein Heft hinterlegt, in dem sie die Aktion erläutert und um Einträge von Menschen bittet, die am Grab der Toten gedacht haben.

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