Leserbriefe

Wir behalten uns vor, Leserbriefe erst nach Durchsicht zu veröffentlichen und beleidigende oder unsachliche Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen! Inhaltlich verantwortlich ist der jeweilige Verfasser. Anonyme Leserbriefe werden nicht veröffentlicht, auf Wunsch anonymisieren wir sie jedoch vor der Veröffentlichung.

Leserbrief schreiben

Leserbriefe 11 bis 15 von 261
 
Hansgünter Klein aus Solingen

hague2503(at)aol.com

Freitag, 19.04.13 07:22

seit mehr als 10 Jahren besuchen wir die Insel Langeoog, um uns dort vom Stress des Alltags zu erholen. Dabei besuchen wir immer wieder gerne das historische, Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Seemannshus. Im Laufe der Zeit mussten wir leider feststellen, dass die Bausubstanz dieses - meiner Meinung nach - für die Insel Langeoog doch sehr wertvollen Gebäudes, immer mehr marode wird. Es kann und darf doch nicht sein, dass die Inselgemeinde – oder wer auch immer der Eigentümer ist – das Seemannshus nach und nach derart verfallen lässt. Als Anhang füge ich Fotos bei, die ich im März d. J. vom Seemannshus gemacht habe und den katastrophalen Zustand dokumentieren.

Da in dem Gebäude, neben dem Heimatmuseum, auch noch das Standesamt untergebracht ist, müsste für den Erhalt des Gebäudes mehr getan werden.
Wenn ich lese, dass in einem Jahr ca. 100 Trauungen vorgenommen werden und jede Trauung 160,00 Euro kostet, dann dürfte für die Restaurierung des Gebäudes doch ein ordentlicher Betrag übrig bleiben.

Ich hoffe sehr, dass mein Brief einen Denkanstoß gibt.

Kommentar:

Sehr geehrter Herr Klein,

zunächst einmal herzlichen Dank für Ihr Engagement für das "Seemannshus". Mich und meine Mitarbeiter schmerzt der Zustand des kleinen Insulanerhauses ebenso wie Sie. Die Gemeinde ist in der Frage der Renovierung und Erhaltung des Gebäudes seit langem aktiv und arbeitet mit dem Amt für Denkmalschutz zusammen. Die Sanierungsplanung ist abgeschlossen, der entsprechende Förderantrag auf Fördermittel aus der Dorferneuerung ist seit Ende letzten Jahres gestellt. Jetzt muss die Gemeinde auf den Bescheid warten. Beginn, bevor die Mittel bewilligt sind, bedeutet Verlust der Fördermittel. Daher darf zurzeit hier nicht gearbeitet werden. Die Gemeinde ist aber in ständigem Kontakt zur Beantragungsstelle, um die Angelegenheit so zügig wie möglich zur Entscheidung zu bringen.
Eine Anmerkung noch: dieses Haus ist nicht am Endes des achtzehnten Jahrhunderts erbaut worden, sondern Mitte des 19. Jahrhunderts. Aber 1796 war das erste kleine Haus dort auf der Dünne errichtet worden. Es stand an der Stelle des Anbaus, der 1929 als neues Wohnhaus an das jetzige Seemannshus angesetzt worden war.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Garrels
Bürgermeiser

Hildebrandt Monika

monika.hildebrandt(at)vegesack.de

Dienstag, 09.04.13 12:00

Der Bericht von Herrn Farke ist in etwa meine Meinung. Ich stand vor einiger Zeit vor der gleichen Situation. Reizvoll und für mich auch zukunftsträchtig war derzeit das Angebot, in einem Hotel tätig zu sein. Ich bin schon etwas älter und habe mein Leben bisher immer bescheiden gelebt. Hätte auch sehr gerne den Schritt auf die Insel gemacht. Als dann meine Hochrechnung kam, ging es dann aber doch nicht. Meine Wohnung hätte ich gern behalten und die Heimfahrten auf 1x im Monat war auch mit in der Abrechnung. Das Halten der Wohnung wäre absolut wichtig, denn man muss ein Zuhause haben. Die kleinen Zimmerchen auf der Insel und die Privatsphäre lassen sich nur aushalten, wenn man ausgeglichen am Arbeitsplatz erscheint. Meine Wohnung in Bremen beinhaltet mein gesamtes Leben, wo soll ich damit hin? Ich brauche diese Dinge, man kann sich doch nicht alles neu kaufen, wenn man auf der Insel "fertig" ist. Mein Ziel habe ich aus wirtschaftlichen Gründen nicht verfolgen können, obwohl ich gern noch 4 Jahre einen schönen Job machen könnte. Da lob ich mir doch die Leute, die nie am Existenzminimum gelebt haben. Auf dass noch immer genug Profit gemacht wird!... Ein Gruß an alle Insulaner und Bediensteten und eine gute Saison!

Stefan Farke aus Lippstadt

Sonntag, 07.04.13 02:20

Moin, habe eben den Bericht in der Mediathek des ndr gesehen.
Dort wird über Personalnot auf der Insel berichtet.
Da ich selber einige Monate auf Langeoog gearbeitet habe kenne ich mich etwas aus.
Solange die Gehälter weiter so niedrig sind wie bisher und die Qualität der Wohnungen für Angestellte sich nicht verbessert wird die Personalnot noch weiter zunehmen.
Ein erster Schritt wäre das die Gehälter deutlich steigen. Gut, dann schmilzt zwar der Gewinn der Chefs, aber ich glaube nicht das die Hoteliers am Hungertuch nagen.
Ein Auszubildender wird zwar im Hotel mitversorgt, aber auch das (was ja auch OK ist) muss er bezahlen. Junge Leute möchten aber auch mit Freunden abends auf Tour gehen was aber ohne Geld schlecht möglich ist. Und Gesellschaft auf so einer kleinen Insel ist sehr wichtig.
Wenn ein Koch 1600 Brutto bei 48 Wochen Stunden verdient, und man die hohen Lebenserhaltungskosten dagegen rechnet, dann lebt er knapp über Hartz 4.
Warum also sollte jemand Länger auf der Insel arbeiten.
Kurz und knapp wird nicht besser bezahlt wird es noch schlimmer. Aber zum glück haben wir ja die EU so das günstig Personal Nachschub kommen kann

M. Pelke

Samstag, 30.03.13 13:05

Ich finde die Strandsammelaktion ganz toll, leider kommen wir erst in der nächsten Woche auf
unsere Lieblingsinsel und werden uns ganz bestimmt an der Sammelaktion beteiligen, ein schönes Osterfest und bis nächste Woche

Marita Pelke

Birgit Haller

haller(at)diakonie-bethanien.de

http://langeoog-bethanien.de

Donnerstag, 28.03.13 13:47

Moin
Bezugnehmend auf den Leserbrief von Gerd Siebel Strandvogt Graff

Lieber Gerd , ich bin meines Wissens, die einzige, die momentan eine gültige Zertifizierung für 2013 hat.
Ich gehörte zu den zertifiezierten Gästeführeren dazu, wie alle anderen auch.
Ich trage keine Tracht, sondern die Ausgehuniform eines Strandvogt Ende des 19. Jahrhundert.
Ansonsten freue ich mich sehr, Frau Zalmann das Ihnen die Tour gefallen hat.
Mein Anliegen ist, den Gästen, die schon lange herkommen, etwas zu vermitteln, was sie ganz bestimmt noch nicht wußten...
Birgit Haller (Strandvogt Graff)

 

Leserbrief schreiben

Neuen Leserbrief eingeben
CAPTCHA Bild zum Spamschutz